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Athen empört über vernichtende Vorab-Berichte

Finanzminister George Papaconstantinou wies am Samstagabend im griechischen Fernsehen Medienberichte zurück, nachdem Griechenland sämtliche Sparziele im Zusammenhang mit den europäischen Rettungsbemühungen verfehlt hat.

In einem Vorabbericht hatte u.a. der Spiegel publiziert, dass EU-Kommission, der Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Quartals-Prüfung der griechischen Finanzen zu einem sehr ernüchterndem Ergebnis gekommen sind.

Demnach hat Griechenland sämtliche Ziele zur Verbesserung seiner wirtschaftlichen, finanziellen und fiskalischen Situation verfehlt. Das Staatsdefizit liege über den Erwartungen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Athen, IWF, Finanzministerium
Quelle: derstandard.at

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29.05.2011 10:43 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+19 | -2
 
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Wenn der Bericht tatsächlich so ernüchternd ausgefallen ist, dürften laut Ankündigung sowohl die Niederlande als auch Finnland die Zahlungen für die nächste EU-Tranche verweigern. Zudem wird auch der IWF seinen 4-Mrd-Anteil ruhen lassen - es sei denn, die EU gibt dafür neue Bürgschaften ab.

Da Fr.Merkel mit dem Rücken zur Wand steht, bleiben ihr nur eine Möglichkeiten: Bericht-Kosmetik und den hiesigen Steuerzahlern erklären, dass die ausgefallenen Anteile "alternativlos" übernommen werden.
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29.05.2011 11:27 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+14 | -1
 
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@Suisse: Jeder griechische Kopf wird demnächst mit über 100.000 Euro

Die letzten 12 Monate flossen für Griechenland:
110-Mrd.Rettungspaket-1
+ 50-60 Mrd. - Ramschanleihen-Aufkäufe durch EZB
+ 90 Mrd Kredite durch EZB

...demnächst 100 Mrd. für Rettungspaket-2 ? (ist ja längst angekündigt...)

...macht (ohne Rettungspaket-2) schon jetzt rund 24.000 Euro pro griechischen Kopf, fast 120.000 Euro pro 5-köpfige griechische Familie.

Da würde sich eine Insolvenz auf jeden Fall lohnen... ;-)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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29.05.2011 11:34 Uhr von Ich_denke_erst
 
+13 | -0
 
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Griechenland: hätte genug Geld um nicht auf Kredite angewiesen zu sein. Leider ist in dem Land Korruption und Steuerhinterziehung sehr stark ausgeprägt. Dem Land neue Kredite zu geben ohne das die Einnahmeseite des griechischen Staates nachweislich gestärkt wurde ist ein großer Fehler. Leider hat Frau Merkel anscheinend den Bezug zum Volkswillen verloren und zieht stur ihre Linie durch.
Deutschland wird Europa notfalls im Alleingang retten - aber wer rettet uns dann?
@Bertl058: Solche Leute vertreten uns in Brüssel - das ist beschämend. Es wird Zeit das Deutschland wieder auftritt wie es auftreten sollte: Stolz auf das was wir erreicht haben, stark gegenüber unseren Nachbarn und hilfsbereit demgegenüber der wirklich Hilfe braucht.
Und vorallem: Keine Entschuldigungen mehr für die Geschehnisse von 1933 -1945. Das ist mittlerweilen geschichte.
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29.05.2011 11:46 Uhr von Mailzerstoerer
 
+3 | -1
 
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Versteht einer noch das? Da wird vor Einführung des Euros Regeln und Vorschriften geplant und letztendlich werden sie nicht durchgesetzt, denke da an die sogenannten 3% Regelungen.
Wenn der normale Bürger so wirtschaftet wird er bestraft.Die sollen Griechenland aus der Eurozone rausschmeissen oder unter EU Zwangsverwaltung stellen- soll heißen die EU soll die Finanzen planen
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29.05.2011 11:57 Uhr von Klassenfeind
 
+0 | -2
 
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Suuuper !! Überall in Europa haben wichtige Leute nicht´s besseres zu tun ,als Griechenland schlecht zu machen.
Dabei gibt es schon Verbesserungen , nur muß man Griechenland auch mal Zeit lassen.

Es gibt noch mehr Verbesserungen wie zb. die Besteuerung der Vermögen / Immobilien der Reichen...dieser Vorschlag kommt allerdings nicht aus Deutschland weil davor hat die Regierung Angst...denn dann müsste sie selbst "bluten"..
Dazu müssten dann auch die Bankchefs zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie über ihr Haus Steuerhinterziehung jeglicher Art möglich machen. ( Also auch Verschiebung von großen Geldsummen aus dem Land )..dazu strenge Grenzkontrollen wegen der Leute die der Meinung sind ihre Geldberge per Auto auszuführen + strengster Strafen..OK.Ok....ich träume dann mal weiter...



Und nur mal so zum Nachdenken...sollte Griechenland kollabieren oder sich vom Euro verabschieden, bekommt kein Gläubiger sein Geld zurück. Dann ist Ende. Weil eine ungeahnte Kettenreaktion einsetzt..

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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29.05.2011 12:14 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -0
 
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@Suisse: 340 Mrd. Euro sind die "offiziellen" Schulden. Diese müssen nach und nach refinanziert werden, was aufgrund horrender Zinsen auf den Kapitalmärkten Griechenland zunehmend schwerer fällt. Das heißt im Klartext: Der Anteil, für den die Nachbarländer - allen voran Deutschland - haftet, wächst beständig.

110 Mrd. Euro Hilfskredite sollen bis 2013 in Quartals-Tranchen zu je 12 Mrd. Euro fließen.

50-60 Mrd. Euro an griechischen Staatsanleihen - vornehmlich aus Tresoren französischer und italienischer Banken - wurden mittlerweile über die EZB aufgekauft. Zuletzt akzeptierte die EZB gar minderwertige Asset-Backed Securities und setzte Bonitätskriterien für Staatsanleihen aus.

Zur Erinnerung: Die Franzosen drängten die Kanzlerette im Mai 2010 erfolgreich, die EZB-Statuten aufzuweichen und zu einem Aufkäufer von Ramschanleihen zu machen. Für die Gelder haftet Deutschland mit 27%, im Ernstfall vermutlich weit darüber. Das Paradoxe: Deutsche Banken mussten gegenüber der Bundesregierung sich verpflichten, eigene griechische Anleihen bis 2013 zu halten.

Siehe --> http://is.gd/...

Auf diese Weise entledigt sich der Privatsektor nach und nach risikolos seiner eingegangenen Risiken aus dem Griechenland-Blasengeschäft. Da die griechischen Schulden derzeit zunehmend auf andere Euro-Länder umgeschichtet werden – etwa durch den Anleihekauf der EZB – wird der Anteil der öffentlichen Gläubiger auf mindestens 40 Prozent steigen.

Siehe ---> http://is.gd/...

Mittlerweile sitzt die EZB auf rund 28.000 Wertpapieren aus Griechenland. Darunter Staatsanleihen im Nominal-Wert von 50 Mrd. €. Zudem versorgte die EZB Griechenland mit rund 90 Mrd. € an Krediten.

Siehe ---> http://is.gd/...

Dies ist übrigens ein Grund, warum Bundesbankpräsident Jens Weidmann der EZB mit dem Ausstieg aus dem "Aufkauf-Programm" droht, wenn es zur Umschuldung kommt.

Längst ist bekannt, dass Griechenland alleine für 2012 rund 60 frische Milliarden benötigt, um die Refinanzierung seiner Staatsschulden satteln zu können. Notwendig ist höchstwahrscheinlich noch wesentlich mehr.

Schon jetzt überweist Angela Merkel rund 22 Mrd. Euro als Bareinlage in den neuen EMS. Aus diesen Mitteln werden - entgegen den ursprünglichen Ankündigungen der Kanzlerette - künftig wohl auch direkt Staatsanleihen angekauft werden.

Das ganze ist ein Fass ohne Boden - übrigens mehr ein Banken-rettungsschirm als ein Euro-Rettungsschirm, weswegen man meinen Hinweis auf die "Pro-Kopf-Verschuldung" der Griechen bitte nur statistisch werte.

Die Begründung, warum der Euro ein gigantisches Ponzi-System darstellt, erklären Oscar Lafontaine und Unctad-Chef Heiner Flassbeck (Lafontaines ehemaliger Staatssekretär im BFM) schon seit vielen Jahren.

Deutschlands Lohn-, Sozial- und Rentendumping-Politik ist einer der zentrale Hauptpunkt, warum die Eurozone auseinanderfliegt. Doch auch Griechenland hat über die Stränge geschlagen.

---> http://www.kontext-tv.de/...

---> http://is.gd/...

---> http://www.youtube.com/...

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