Netzagentur befürchtet Stromlücken im Winter bei Abschaltung alter Atomkraftwerke
Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, warnte vor kritischen Lagen im Winter, wenn die sieben ältesten Atomkraftwerke abgeschaltet bleiben. Man solle sich als Option den Zugriff auf ein oder zwei Atomkraftwerke offen halten, so Kurth, um bei wenig Sonne und Wind Ausfälle zu vermeiden.
An einem kalten Wintertag könnten rund 1.000 Megawatt fehlen und es sei nicht auszuschließen, dass dann einzelnen Großkunden der Strom abgedreht würde. Die Netzbetreiber EnBW Transportnetze AG, 50hertz, Amprion und Tennet selbst warnen sogar vor Lücken von bis zu 8.000 Megawatt.
Gerade im Winter gebe es einen erhöhten Bedarf, kaum Solarstrom und weniger Importmöglichkeiten. Auch im restlichen Europas würde deutlich mehr Strom benötigt. Die Betreiber sprechen gar von einem Blackout. Die Bundesnetzagentur überlegt die Lücken mit größeren Einkäufen in Österreich zu schließen.