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Erster Quantencomputer für 10.000.000 Dollar verkauft

Wie D-Wave Systems nun in einer E-Mail bekanntgab, haben sie ihren ersten Quantencomputer an die Firma Lockheed Martin verkauft.

Der D-Wave Quantencomputer soll 10.000.000 US-Dollar kosten, einige Kritiker bezweifeln jedoch, dass es sich hierbei um einen richtigen Quantencomputer handelt.

Lockheed Martins war jedoch bereit, diese stolze Summe zu bezahlen und will mit dem Gerät offenbar ein Problem lösen. Näheres ist bisher nicht bekannt.


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WebReporter: crzg
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Dollar, Wave, Quantencomputer, Lockheed Martin
Quelle: www.tech-blog.net

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2011 12:46 Uhr von sixT
 
+47 | -6
 
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Ein Quantencomputer bzw. Quantenrechner ist ein Computer, dessen Funktion auf den besonderen Gesetzen der Quantenmechanik beruht.

Im Unterschied zum Digitalrechner arbeitet er nicht auf der Basis der Gesetze der klassischen Physik bzw. Informatik, sondern auf der Basis quantenmechanischer Zustände, was wesentlich über die Regeln der klassischen Theorien hinausgeht,
und die Verarbeitung dieser Zustände erfolgt nach quantenmechanischen Prinzipien.

Hierbei sind vor allem
das Superpositionsprinzip und
die sog. Quantenverschränkung (s. u.) von besonderer Bedeutung.

Theoretische Studien legen nahe, dass unter Ausnutzung dieser Effekte bestimmte Probleme der Informatik, z. B. die Suche in extrem großen Datenbanken (siehe Grover-Algorithmus) und die Produktzerlegung extrem langer Zahlen (siehe Shor-Algorithmus) – ein Problem, das die Basis für die Sicherheit weit verbreiteter kryptographischer Verfahren darstellt – wesentlich effizienter gelöst werden können als mit klassischen Computern.


Wiki

[ nachträglich editiert von sixT ]
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27.05.2011 12:54 Uhr von Trekki1990
 
+39 | -13
 
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27.05.2011 13:01 Uhr von w0rkaholic
 
+31 | -2
 
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@sixT: Ja, die Quantencomputer werden wohl (in hoffentlich ganz weiter Zukunft) mal sämtliche, zur Zeit bekannten Verschlüsselungsmethoden aushebeln können.

Das gilt dann zumindest für alles, wo der Computer unbeschränkten Zugriff drauf hat. Sprich die ausgebaute Festplatte oder ein USB-Stick beispielsweise, oder verschlüsselte Emails und Dateianhänge die jemand abfängt.

Hat man heute seinen USB Stick einigermaßen ordentlich verschlüsselt, muss man sich in der Regel keine Sorgen machen, der Finder wird den Inhalt in der Regel nicht entschlüsseln können. Mit einem Quantencomputer sieht das wohl ganz anders aus.

Zugeben muss ich allerdings, dass ich die exakte Funktionsweise (noch) eines Quantencomputers nicht verstehe - ich hab allerdings auch schon extreme Schwierigkeiten beim Verständnis des Verhaltens von Quanten allgemein (Doppelspaltexperiment, verschränkte Teilchen etc) - hierfür ist mein Verstand wohl zu "verschränkt" :-)

Ich find´s aber geil, ist wie mit Frauen, die versteh ich auch nich immer und find sie trotzdem geil!

[ Nachtrag ]
Am meisten Gehirnschmerz kriege ich von diesem Fakt hier:

[...] Versucht man, durch eine beliebige Apparatur (z.B. das Abdecken eines Spaltes) herauszufinden, welchen Weg ein bestimmtes Teilchen genommen hat (durch Spalt 1 oder Spalt 2), verschwindet das Interferenzmuster. Dieses Phänomen wird in der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik durch den sog. Kollaps der Wellenfunktion erklärt. Das bedeutet, dass das System bei Interferenz in einer Überlagerung der beiden möglichen Wege ist, während eine Messung des tatsächlichen Weges dazu führt, dass auch nur noch dieser „benutzt“ wird. Dies gilt auch, wenn der Weg des Teilchens erst später festgestellt wird. [...] (Quelle: Wikipedia)

[ nachträglich editiert von w0rkaholic ]
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27.05.2011 13:07 Uhr von SClause
 
+16 | -2
 
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Quantencomputer: Ich bezweifle, dass es ein echter Quantencomputer ist. Dazu ist die Wissenschaft der Quantencomputer einfach noch nicht ausgereift genug.

Ich nehme an, es ist ein System entworfen worden, bei dem Bits nicht binär (also Strom ein/aus) verarbeitet werden, sondern durch elektrische, magnetische, etc. Verfahren mehrere Zustände in einem Bit dargestellt werden.

Vielleicht weiß da jemand genaueres?

[ nachträglich editiert von SClause ]
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27.05.2011 13:13 Uhr von Danielsun87
 
+9 | -1
 
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erster schritt: leute das krasse ist doch...
das dieses erst der anfang ist..^^
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27.05.2011 13:35 Uhr von e3b7c8
 
+7 | -1
 
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Leider, laut Wissenschaftlern ein echter kommerzieller Quantencomputer ist für die nächsten 50 Jahre nicht zu erwarten.
Das komplizierteste was ein Quantencomputer bis jetzt geschafft hat ist zu berechnen 3 x 5 = 15.
Die Probleme sind fundamentaler Natur (siehe Dekohärenz).

[ nachträglich editiert von e3b7c8 ]
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27.05.2011 14:26 Uhr von Die-Tec
 
+4 | -0
 
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Informationen: Also Informationen zu dem Gerät sind ja mehr als Rar.
Rausgefunden habe ich nur das es nur einen Task abarbeiten kann und auch nur sehr sehr wenige spezifische Algorithmen beherscht, wozu die gut sind? Keine Ahnung. Aufjedenfall soll der Quantencomputer herkömmliche CPUs immernoch im nachteil seie.

Da enden auch schon die Infos .. echt schade.

[ nachträglich editiert von Die-Tec ]
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27.05.2011 15:49 Uhr von Timmer
 
+3 | -1
 
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Thema Verschlüsselung knacken: So schnell wie eine Verschlüsselung geknackt werden kann....kann da nicht indes viel schneller eine aufgebaut werden die dann von der Zeit her auch unendlich lang braucht bis man diese knacken kann?


Ich mein, es verbessert sich dadurch ja nicht nur "die eine Seite"
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27.05.2011 16:17 Uhr von Dr.Stufeyy
 
+4 | -32
 
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27.05.2011 16:18 Uhr von nick-steel
 
+2 | -1
 
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Versclüsselung: Genau das frage ich mich auch.
Bisherige Kommentare sprechen ja nur davon, dass "die jetzigen" Verschlüsselungen schnell entschlüsselt werden!
Was aber ist mit den "neu verschlüsselten" Daten, die mit Hilfe der neuen Quantenrechner erstellt werden!
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27.05.2011 16:47 Uhr von Geschan
 
+9 | -4
 
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Lockheed Martin ist ein Rüstungs-Konzern in den USA!
Was die wohl mit so einem Computer wollen?!
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27.05.2011 17:28 Uhr von ollilein80
 
+4 | -4
 
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War: ein Quantencomputer nicht mal ein Computer der gleichzeitig unendlich viele berechnungen anstellen kann ? (Jedenfalls in der Theorie)

Und sollten die ersten Typen nicht begrenzt auf 65.535 gleichzeitige Berechnungen werden ?

Hat sich die Definition jetzt geändert oder habe ich etwas verpasst ?

@Geschan, das sagten sie doch, Probleme lösen :D

[ nachträglich editiert von ollilein80 ]
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27.05.2011 17:32 Uhr von cyrus2k1
 
+8 | -9
 
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Warum soll es das auch nicht geben: Die ganze Technik die wir heute sehen, wurde schon vor 50 Jahren erfunden und nur leicht weiterentwickelt. Glaubt ihr wirklich das ist alles was existiert? Ich bin mir sicher es gibt bereits Technologien die sich die Menscheit nicht mal vorstellen kann, nur wird das unter Verschluß gehalten.
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27.05.2011 18:20 Uhr von e3b7c8
 
+8 | -7
 
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@cyrus2k1: Denkst Du wirklich das es eine parallele wissenschaftliche Gesellschaft gibt, ganz von der Welt isoliert ?
Du solltest weniger Filme schauen :)
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27.05.2011 18:25 Uhr von cyrus2k1
 
+10 | -2
 
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@e3b7c8: Nicht vollkommen isoliert, nur nicht allgemein Bekannt. Ja, ich denke schon, das Militär und große Konzerne über der Allgemeinheit weitestgehend unbekannte fortschrittliche Technologien verfügen.
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27.05.2011 20:31 Uhr von dinexr
 
+4 | -0
 
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@SClause: Doch, die werden auch binär interpretiert. Die Idee mit den Zwischenzuständen war aber auch schon da - war sogar eine der ersten. Man hat auf diese Art Dezimal- statt Binärzahlen verwendet, was zu vielen Problemen geführt hat. Auf die Idee mit den Binärzahlen ist man erst später gekommen (ausgenommen Konrad Zuse - der hats direkt so gemacht :) ).

Das liegt daran, dass nich in Strom Ein/Aus unterschieden wird, sondern in wenig / viel Spannung. So grob zu unterscheiden ist leicht und da man nur 2 Zustände unterscheidet, bietet sich die Binärdarstellung an. Nimmt man stattdessen die Dezimaldarstellung, muss man 10 Zustände unterschieden, was zum einen ziemlich schwierig ist und zum anderen auch nicht viele Vorteile gegenüber dem Binärsystem bringt.

Ich bin kein Quantenexperte, aber Zustände zwischen 0 und 1 (wenn man so will) zu messen, ist wahrscheinlich auch sehr problematisch - zumindest wenn mans im Rechner nutzen will :)

@sixT
"Im Unterschied zum Digitalrechner arbeitet er nicht auf der Basis der Gesetze der klassischen Physik bzw. Informatik[...]"
Doch. Die Theoretische Informatik gabs vor der praktischen und die dortigen Konzepte gelten auch für Quantencomputer.

Naja und generell müssen Quantencomputer nicht unbedingt viel schneller sein als die klassischen. Falls sich herausstellen sollte, dass P = NP ist, wäre ein Quantencomputer nicht viel schneller.

Ich geh zwar von P != NP aus, aber solang mans nicht beweisen konnte...ne? ^^
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27.05.2011 22:44 Uhr von e3b7c8
 
+5 | -6
 
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@cyrus2k1: Was heißt fortschrittliche Technologien ? Wissen diese "geheime Wissenschaftler" vielleicht etwas mehr über Quantenphysik als die Physiker der CERN oder Fermilab ? Oder haben die noch größere (geheime) Teilchenbeschleuniger mit eine Armee Wissenschaftler, die alle CIA Agenten sind :) ? Die "Allgemeinheit" kann sich ganz leicht informieren, zumindest Heutzutage ist das kein Problem.
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28.05.2011 01:24 Uhr von AnotherHater
 
+2 | -0
 
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28.05.2011 01:45 Uhr von Omertabam
 
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Für alle die garnichts mit der Quantenpysik anfangen können hier ein netter Beitrag...

http://www.youtube.com/...
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28.05.2011 03:22 Uhr von Jerardo
 
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Oh man! Natürlich gibt es eine Gruppe geheimer Wissenschaftler die fortschrittlichere Technologien besitzt. Habt ihr noch nie Eureka gesehen.^^
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28.05.2011 06:31 Uhr von kaderekusen
 
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@zigarettentyp: ist das schrödlingers katze :p haha verrückter proffessor.
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28.05.2011 14:20 Uhr von kaderekusen
 
+0 | -1
 
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rofl: nein da würde nicht mal windows laufen, ist nur für siple berechnugs kolonen da nicht für befehle die normale cpus benutzen

[ nachträglich editiert von kaderekusen ]
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28.05.2011 14:25 Uhr von pattayafreak
 
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Also ich verstehe hier nur Bahnhof: Bei mir sind Quanten immer noch Schweissmauken oder auch Stinkfüße! Lol!!!
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28.05.2011 15:07 Uhr von kaderekusen
 
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aufklärung: hier damit auch du es verstehst

http://www.dokus4.me/...
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28.05.2011 18:34 Uhr von cheetah181
 
+0 | -0
 
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Timmer, nick-steel: Viele Verschlüsselungen benutzen Funktionen, die in eine Richtung schnell zu berechnen sind (Verschlüsselung) und in die andere langsam (Entschlüsselung).
Zum Beispiel kann ich schnell 7*13*11 berechnen, aber herauszufinden aus welchen Primfaktoren 1001 besteht (nämlich aus 7, 11 und 13) dauert viel länger.
Ein Quantencomputer könnte das viel schneller (fragt mich nicht wie^^), aber ein schnelleres Multiplizieren von Primzahlen würde einem umgekehrt nichts für sicherere Verfahren bringen.

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