27.05.11 12:52 Uhr
 678
 

Essen an der Armutsgrenze - ein Selbstversuch

Lars Ippisch (20) startete einen Selbstversuch, wie es ist, "an der Armutsgrenze" zu Essen. Der Grund hierfür war eine Spendenaktion. Im Rahmen des Projektes "Live Below the Line" durften nicht mehr wie sechs Euro innerhalb von fünf Tagen für Lebensmittel ausgegeben werden.

Genaue Kalkulationen bei Preis und Menge der Ess - und Trinkwaren war ein Muss. So ergab sich eine tägliche Summe von 1,20 Euro. Vor Beginn des Selbstversuches noch eine letzte Pizza - und los ging es. Im Supermarkt die freie Auswahl? Unmöglich.

Abwiegen von losen Waren wurde zur "Rechenkünstler-Geiznummer". Leitungswasser statt Cola, Zuckerbrot statt Schokolade. "Matschpampe" in Form von Haferflocken und Milch für 39 Cent als Frühstück . Die Gedanken kreisten nur um das Essen - und blockierten alles andere.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: CommanderRitchie
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Essen, Armut, Fasten, Selbstversuch
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

London: Veganes Restaurant akzeptiert neue Fünf-Pfund-Note wegen Talg nicht
"Safe Shorts" sollen Frauen vor einer Vergewaltigung schützen
Englische Kleinstadt wundert sich über chinesische Touristenmassen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
27.05.2011 12:52 Uhr von CommanderRitchie
 
+9 | -4
 
ANZEIGEN
Na ja - ne Titten-News wäre dem ein - oder anderen User wahrscheinlich lieber ..... aber das ist die bittere Realität.
Einfach mal in der Quelle nachsehen - und wer bis jetzt auf Obdachlose, Hartz 4 er und Arbeitslose herumgehakt hat - sollte einfach mal in sich gehen......... ist es wirklich das, was wir uns für einen Teil unserer Bevölkerung wünschen ??
Wohl eher nicht !!
Kommentar ansehen
27.05.2011 13:21 Uhr von Nobody-66
 
+3 | -6
 
ANZEIGEN
@autor: hartz-4-er gibt es nicht, es sind ALG2 empfänger. und diese sind (meist) arbeitslos.
außerdem, wer mit seinen rund 360 euro auch nur ein wenig wirtschaften kann und keine "unnormalen" ausgaben hat, wird sich auch für mehr wie 36 euro essen leisten können im monat.

zu den obdachlosen: es zwingt sie ja keiner in deutschland. einfach ALG2 / sozialgeld beantragen, dann haben sie auch geld und ne wohnung. aber man muss dann ebend auch was tuen für sein geld, was die meisten davon abhält. also haben sie ja scheinbar doch noch ein für sie gutes leben
Kommentar ansehen
27.05.2011 14:07 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
@Autor: "und wer bis jetzt auf Obdachlose, Hartz 4 er und Arbeitslose herumgehakt hat - sollte einfach mal in sich gehen"

Nur das der Hartz-IV-Satz etwas höher als 1,20 Euro fürs Essen ist.
Kommentar ansehen
27.05.2011 14:15 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@jolly: ja auf den papier ist es höher nur eine frage wenn du sagen wir mal 300 euro für einen monat hast für alle! kosten dann wird der betrag auch schwanken

es gibt keinen pauschalbetrag für essen am tag ausser dem papier auf den die politik das festgehalten hat in der realität und nicht in der welt unserer politiker sieht das anders aus

denn sonst würden ja auch die zahlungen steigen wenn die preise steigen und äh das ist nicht der fall

die news ist aber trotzdem quatsch mich würde interessieren wo die 1,20 herkommen klar kann man als alg2 empfänger jetzt kein kaviar essen oder so aber in der regel wird man satt
Kommentar ansehen
27.05.2011 15:28 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
Sparen fängt bei den Kindern an - Generell: Von drei auf zwei Malzeiten reduzieren

- Pausenbrot statt warmes Schulessen

- Keine teuren Getränke zum Pausenbrot, z. B. Actimel oder probiotische Molkerei-Produkte

- Leitungswasser statt Milch, Vitamin- oder Gemüsesäfte

- Geschmackersatzstoffe, Tütensuppen oder Reste vom Großmarkt statt Gemüse & Obst aus dem Discounter

- Fleisch nur einmal die Woche. Saucen, Dosentomaten etc.. tun es auch.

- Gegen blasse Kinder hilft Bräunungscreme



Von der Ausgabenliste gehören ferner gestrichen:

- Unnötige Kosten für Bildungsmaßnahmen der Kinder, z. B. Musikschule, Zeichenkurse, Computerkurse oder Sportunterricht.

- Aufs Fördern von Talenten oder außergewöhnlichen Fähigkeiten verzichten, das spart Geld. Keinesfalls das Kind motivieren.

- Keine unnötigen Gebühren für Internet etc...

- Telefon abmelden, die nächste Telefonzelle tut es auch

- Briefe im Ortsbereich persönlich einwerfen, das spart Briefmarken.

- Keine unnötigen weiterführenden Schulen: Das Kind muss mit 16 für sich selber sorgen können.

- Kindern früh genug klar machen, das Urlaub nicht stattfindet

- Kindern frühzeitig Umgang mit zu vielen Freunden verbieten, um Begehrlichkeiten erst gar nicht wachsen zu lassen.

- Kinder von unnötigen Inforamtionsquellen abnabeln, um Begehrlichkeiten im Keim zu ersticken.

- Keine unnötigen Ausflüge (Zoo etc...), Aufenthalt in eigenen vier Wänden kommt billiger.

- Aufenthalt auf Ortsbereich beschränken – das spart öffentliche Verkehrsmittel

- Kinder von klein an an Kaltdusche gewöhnen, Durchlauferhitzer etc... kosten viel Strom

- Wolldecken helfen Heizkosten reduzieren.

- Möbel gibt es bei der Caritas, als Gebrauchtgut

- Kleiner gibt es bei der Caritas, als Gebrauchtgut. Auch Secondhandshops haben preiswerte Ware.

- Arztbesuche für Klein & Groß auf ein Minimum beschränken ("ab >40 Grad aufwärts"). Das Internet – falls vorhanden - ersetzt zu 90% den Arzt.

- Haare selber schneiden, das spart den Friseur. Übung macht den Meister

- Bei traurigen Kindern helfen Psychopharmaka


Zuguterletzt:

Die Kinder früh genug auf die Aristokratin Uschi von der Leyen verweisen und sie bitten, ein Buch vom "Glück der Geburt" zu verfassen. Ferner steht die Dame für allerlei Fragen zur Verfügung, z. B. "Warum stigmatisieren mich meine Schulfreunde", "Warum geht es meinen Schul-Kommilitonen so viel besser", "Warum hatte ich nie eine reale Berufschance", "Warum gibt es in Deutschland so wenige Fachkräfte" oder "Warum spart Deutschland für fremde, sozialere Haushalte".

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
27.05.2011 18:32 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Ich glaube die 2 Minusklicker vn Baron Muenchhausen haben nicht die gleiche Intention des Textes erkannt wie ich.

Wer da wohl falsch liegt ^^
Kommentar ansehen
28.05.2011 11:43 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@dracultepes: na du natürlich die minusklicker haben doch immer recht

@Baron dein post ist klasse so schön hat das noch niemand zusammen gefasst hut ab :)
Kommentar ansehen
31.08.2012 15:20 Uhr von p-o-d
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Zeus: Du brauchst keinen festen Wohnsitz, sondern musst nur tägl. postalisch erreichbar sein. Für Obdachlose übernimmt das z.B. die Caritas, die dann auch drauf besteht, dass du täglich einen möglichen Briefeingang checkst.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Zschäpe: Aussagen zum Fall Peggy
VW-Abgasskandal: EU geht mit Verfahren gegen Deutschland vor
Niedersachsen: Familie hat in ihrem Haus 110 Weihnachtsbäume aufgestellt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?