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"Leben ohne Mindestlohn": Buch beschäftigt sich mit Lohndrückerei in Deutschland

Günter Wallraff hat jetzt das Buch "Leben ohne Mindestlohn - Arm wegen Arbeit" veröffentlicht. Darin geht er auf die Lohndrückerei in Deutschland ein. Niedriglöhner, Leiharbeiter und Aufstocker erzählen von ihrem Berufsalltag und ihren niedrigen Löhnen.

So erhält eine Mutter mit drei Kindern als Pflegekraft lediglich 7,67 Euro brutto die Stunde und war dabei acht Jahre nicht im Urlaub. Ein Koch in Dresden muss mit 5,50 Euro die Stunde leben und das Regale-Auffüllen wird in einem Düsseldorfer Supermarkt lediglich mit 1,86 Euro pro Stunde entlohnt.

Im Vorwort des Buches steht über das Buch, es "skandalisiert die Niedertracht". Vor allem wird aber auch auf den Mindestlohn eingegangen. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Wirtschaft, Leben, Arbeit, Buch, Mindestlohn, Arm, Lohndumping
Quelle: www.fr-online.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2011 08:22 Uhr von SyXxPaC01
 
+32 | -1
 
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Schuld daran sind auch die Politiker, die mit der Wirtschaft meistens Hand-in-Hand arbeitet und sich freut wenn wieder paar tausend Leute weg von Hartz VI sind, flächendeckender Mindestlohn wird nie kommen, weil Wirtschaft viel zu viele Einflüsse in der Regierung hat

[ nachträglich editiert von SyXxPaC01 ]
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27.05.2011 08:56 Uhr von xlibellexx
 
+17 | -3
 
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Es ist eine Schande: Es ist wirklich so , ich kenne viele die Arbeiten gehen und gerademal so um die Runden kommen ! Viele Familien haben sich durch Schule und Kindergarten so zusammen getan, daß die Kleider und Spielzeug sich gegenseitig ausleihen oder verschenken .

Seit ca. 18 Jahren geht es in Deutschland so ungerecht zu .
Und alles weil auf Teufelkommraus eine Einheit (EU) angestrebt wurde....

Mal sehen was jetzt die neu Politikführung uns bringen wird ?
Die Not der Menschen hat sich ja auf die Wahlprognose bedeutend überraschend ausgewirkt ....eine noch nie dagewesene Wahquote/liste ....

Bin gespannt ob das gut geht ?

p.s das Buch werde ich mir auf jedenfall kaufen

[ nachträglich editiert von xlibellexx ]
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27.05.2011 09:01 Uhr von netgerman
 
+15 | -7
 
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Schuld daran sind: nicht die Politiker, sondern die Wähler ( also deutsche )
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27.05.2011 09:27 Uhr von Finalfreak
 
+1 | -33
 
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27.05.2011 09:38 Uhr von Klecks13
 
+29 | -1
 
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@ Finalfreak: "Wenn Unternehmen die etwas herstellen, mehr Löhne zahlen müssen, dann werden die evtl. Leute entlassen und die Preise für ihre Produkte anheben."

Das ist genau das Scheinargument, mit dem seit Jahren jede Forderung nach Minsetlöhnen abgewürgt wird. Ebenso haben sich deshalb die Gewerkschaften über Jahre hinweg auf Nullrunden und sogar Lohnkürzungen eingelassen. Und wofür? Entlassen wurden die Leute trotzdem. Genauso wie auch bei höheren Löhnen wieder eingestellt wird, wenn man Leute braucht.

Fakt ist: Gerade im produzierenden Gewerbe sind die Lohnstückkosten nur ein kleiner Teil der Gesamtproduktionskosten. Es ist halt nur bequemer für die großen AG, wenn sie nicht erst in Billiglohnländer abwandern müssen sondern Deutschland in eines umwandeln können. Was de facto schon lange geschehen ist.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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27.05.2011 09:48 Uhr von jens3001
 
+6 | -10
 
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News: Schleichwerbung!
Autor, Verlag, Titel, Preis werden genannt.. gehts noch offensichtlicher?

News2: Wo bleiben all diese scharfzüngigen Kritiker solange das Thema noch nicht populär und damit Geld zu machen ist?


xlibellexx: Welche neue Führung? NOCH sind die Grünen nicht bundesweit an der Macht. Und ich hoffe um aller Schicksal Willen das dies niemals der Fall sein wird.
Die Grünen sind in ihren Vorstellungen vollkommen utopisch und gleichzeitig zu stur um es einzugestehen.
Das sie die Wahlen in einigen Ländern so gut bestritten haben finde ich als Denkzettel an die großen Parteien gut.
Aber bitte, bitte nicht auf Bundesebene!!


netgerman: Kann der Wähler Gedanken lesen? Sag mir doch mal bitte welche Partei wir hätten wählen sollen, die uns nicht die EU auf die eine oder andere Art gebracht hätte.
Ohne Deutschland gibt es keine EU, wir sitzen mitten drin und sind eines der stärksten Länder.


Finalfreak: Wenn Unternehmen weiterhin zu geringe Löhne zahlen, können sich die Menschen hier sehr bald die eigenen Produkte / Dienstleistungen nicht mehr leisten.
Was zur Folge hat, das der Absatz / Umsatz in Deutschland sinken, mehr Exportiert wird, mehr Billig-Importe kommen und aufgrund des gesunkenen Umsatzes im Inland Arbeitsplätze wegfallen.

Denk mal etwas weiter. Der Mindestlohn kann für den Bürger nur Positiv sein.
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27.05.2011 10:12 Uhr von HKrause
 
+14 | -0
 
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"Wenn: Unternehmen weiterhin zu geringe Löhne zahlen, können sich die Menschen hier sehr bald die eigenen Produkte / Dienstleistungen nicht mehr leisten."

Wozu auch? Jemand der was hat und es ihm weggenommen wird geht eher auf die Strasse als einer der gar nichts hat,ergo wird das Volk verarmt,so sieht´s doch aus. Und die grossen Parteien lachen sich hinter der Bühne nen Ast darüber wie sie den Michl noch mehr Kohle aus der Tasche ziehen.
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27.05.2011 10:58 Uhr von FlatFlow
 
+14 | -1
 
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@Finalfreak: Bestes Beispiel ist doch Daimler AG, Sie zahlen 1.971 Mio. €. an Dividende und die Zeitarbeiter/Leiharbeiter bekommen 7,50€/Std. den Rest muss der Steuerzahler dazu blähen, das nenne ich Sozialmarktwirtschaft.
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27.05.2011 12:09 Uhr von Nickman_83
 
+5 | -0
 
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scheinargument: solange die wirtschaft an der börse ist und immer auf gewinnmaximierung aus ist, kann es dem angestellten nicht gut gehen (mal etwas provokant formuliert). wenn ein firmenbesitzer sagen würde, ok, wir machen im jahr 2 mio umsatz und 300K gewinn, das reicht mir, dann kann man eine gewinnmaximierung auch prima als erfolgsprämie ausgeben. aber es wird halt lieber in die taschen der obrigen eingestrichen oder anderwertig verbrannt. man bekommt die schnauze nicht voll. und daran krankt es. aber wie willst du eine firma mit solch einer politik leiten. wenn du gut bist und nicht weiter wächst, wirste geschluckt und der neue konzern bügelt dir dann wieder seine firmenpolitik über...
ach menno, alles scheiße.... ich weiß es doch auch nicht, was man dagegen machen kann.
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27.05.2011 15:46 Uhr von Kojote001
 
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Wenn ein Mindestlohn doch so schlecht sein soll, kann ich nur die Frage stellen wieso es in so vielen Ländern ansatndslos klappen tut ?
Wie kann es sein das jemand der voll arbeitet noch zum Amt gehen muss um sich Geld abzuholen damit er sich oder gar seine Familie ernähren kann und die Miete zahlen kann ?
Und gerade in der Leiharbeit kann es nicht angehen das von den AG behauptet wird das man nicht mehr zahlen kann da der Kunde nicht mehr zahlt aber am Jahresende stehen dann Millionengewinne in der Bilanz. Allein Randstad, einer der größten Personaldienstleister, hatte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 14,2 Milliarden Euro.
Allein diese Zahl sagt doch mehr als deutlich das gerade ibn der Zeitarbeit abgezockt wird bis zum abwinken.

http://de.wikipedia.org/...

Natürlich ist es nicht nur in der Zeitarbeit so. Es ist einfach mal beschämend das es nicht möglich ist das der der arbeitet auch fair bezahlt wird.
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27.05.2011 19:49 Uhr von WWE-DIVA
 
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asoziales Politiker Pack! Ich bin vor zwei tagen an Kik vorbei spaziert und lesen müssen: Arbeitskraft für 7,50 € die Stunde (in grosser Schrift) gesucht ???? hä was 7,50 die Stunde ... die haben doch den Arsch auf! zu DM Zeiten habe ich als Einzelhandelskaufrau schon 20 DM verdienst sprich 10 Euro, da wollen die mich, im Verkauf, zu 7,50 € abspeisen....die Verbrecher gehören lebenslänglich eingesperrt! Asoziales und korruptes Pack die sowas vollzeihen ebenso wie die die das zulassen und auch tolerieren,,,aber auch die Idioten die für das Geld arbeiten gehen, kotzen mich an, da sie die Sklavenarbeit damit fördern!
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27.05.2011 20:44 Uhr von Kojote001
 
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@ WWE Diva: Genau meine Rede, bis auf eins. Du bezeichnest jeden als Idioten der für das Geld arbeiten geht. Hast du schonmal daran gedacht das manche keine Wahl haben und für diesen Hungerlohn arbeiten gehen müssen ?? Aber im Guten und Ganzen gebe ich dir trotzdem Recht. Im Grunde genommen dürfte niemand mehr eine Arbeit für das Geld annehmen. Aber wie gesagt bezeichne bitte nicht alle als Idioten.
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28.05.2011 00:24 Uhr von hofn4rr
 
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lohndrückerei: unseren wohlstand verdanken wir überwiegend der lohndrückerei, andernorts, wo löhne gang und gäbe sind die sich bei 10 cent die stunde einpendeln.

wer meint mit "aufstockung" arm zu sein sollte sich mal etwas umsehen. andernfalls droht geistige armut, die mir weitaus schwerwiegender erscheint.
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28.05.2011 10:27 Uhr von Randall_Flagg
 
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Judas II: "ps: wer geht bitte für 1,86 die stunde arbeiten? da würd ich lieber hartzen oO "

Teilweise ist es in der Warenverräumung so, dass du nach Leistung bezahlt wirst. Wenn du also eine Palette in einer bestimmten Zeit abarbeitest, kriegst du den normalen Lohn, wenn du dir mehr Zeit lässt, kriegst du weniger. Und je nach dem was auf der Palette drauf ist, kann das dann doch schonmal dauern.
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28.05.2011 11:09 Uhr von Mr.Gato
 
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Teils sind die Arbeitnehmer auch selber Schuld: Wenn einfach keiner einen so niedrig bezahlten Job annehmen würde, müssten die Arbeitgeber eben die Löhne erhöhen, damit überhaupt jemand die Arbeit annimmt.

Also jemand, der für 2 oder 5 Euro arbeitet, ist in meinen Augen ein hochgradiger Vollidiot.

Andererseits sehe ich es Mindestlohntechnisch aber auch so, dass einige arbeitende Leute aufgrund eher schlechter Arbeitsleistung gar keinen Mindestlohn verdienen sollten.
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28.05.2011 11:13 Uhr von Randall_Flagg
 
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Mr.Gato: "Also jemand, der für 2 oder 5 Euro arbeitet, ist in meinen Augen ein hochgradiger Vollidiot."

Das Problem ist folgendes: Wenn der Arbeitnehmer sagt "Ich arbeite nicht für so einen Lohn", dann sagt der Arbeitgeber: "Alles klar, ich habe hier noch 100 andere rumlaufen, die liebend gerne für so einen Lohn arbeiten. Sowohl Deutsche als auch Osteuropäer".

Und dann möchte noch den 1-Euro-Job in den Raum werfen, denn auch die ARGE bzw. das Arbeitsamt zwingt teilweise die Leute, für so ein Gehalt zu arbeiten.
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28.05.2011 12:59 Uhr von Mankind3
 
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Mr. Gato: Leute die von der ARGE sowas bekommen haben aber leider keine Wahl. Die werden ja quasi gezwungen so zu arbeiten weils sonst kein Geld mehr gibt.
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30.05.2011 01:23 Uhr von KingPR
 
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Tarifvertrag der Zeitarbeitsunternehmen: Momentaner Stundensatz in der niedrigsten Qualifikationsstufe: 7,79 Euro. Ab November 7,89 Euro. Nicht die Welt, aber mit Sicherheit ein geeigneter Mindestlohn!

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