25.05.11 16:54 Uhr
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Die NASA hat jetzt den Marsrover "Spirit" abgeschrieben

Seit einigen Monaten haben die Wissenschaftler der NASA, wenn es um den Funkkontakt zum Marsrover "Spirit" geht, nur noch die Meldung "Es wurde kein Signal von "Spirit" seit Sol 2210 (22. März 2010) empfangen."

Nun haben sich die Forscher dazu entschlossen, das Marsfahrzeug endgültig aufzugeben. Die Probleme mit dem Rover fingen im April 2009 an. Damals fielen zwei Räder aus, der Rover blieb stecken. Seitdem wurde er nur noch stationär genutzt.

Dadurch konnte "Spirit" aber seine Solarmodule im Winter, der im Mai 2010 auf der Südhalbkugel des Mars begann, nicht mehr auf die Sonne ausrichten. Der Winter setzte dem Marsrover wohl so stark zu, dass er dann den Funkkontakt einstellen musste.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: NASA, Mission, Aufgabe, Marsrover, Spirit
Quelle: www.golem.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2011 17:07 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+8 | -0
 
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Irgend wie traurig, die Beiden haben echt lange durchgehalten bzw. Opportunity "lebt" doch noch oder?

Vllt kann man ihn ja noch irgend wann retten :)
Zur not mit den nächsten Marsrovern.
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25.05.2011 17:27 Uhr von K.T.M.
 
+3 | -0
 
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2210 Tage durchhalten, wenn man eine garantierte Laufzeit von 90 Tagen hat, ist doch Top. Opportunity fährt im Moment auf den Endeavour Krater zu.
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25.05.2011 18:19 Uhr von CoffeMaker
 
+2 | -3
 
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"Steuerlich abgesetzt oder von irgendwem übernommen?"

Abgeschrieben hat umgangssprachlich auch die Bedeutungen
--> aufgegeben.
--> verwerfen

Ob das in eine Newsschlagzeile so geschrieben werden sollte steht natürlich auf einen anderen Blatt.

"2210 Tage durchhalten, wenn man eine garantierte Laufzeit von 90 Tagen hat, ist doch Top. "

Mag sein. Beschämend ist aber das eine Millionendollartechnik am Ende nicht funktioniert nur weil 2 Räder kaputt sind.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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25.05.2011 18:51 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+4 | -0
 
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@Coffemaker: Er ist ja lange Zeit mit nur 2 Rädern rumgefahren. Nur ist er in einer Art Treibsand steckengeblieben.
Im Winter fahren die Rover sonst einen Hügel an um einen besseren Winkel Richtung Sonne zubekommen damit die Solarpanels Energie erzeugen können.

Eines der Räder stand dazu noch schräg so das man nicht mehr geradeaus fahren konnte.---> Lösung war nur noch Rückwärst zu fahren.

Also ist es ganz sicher nicht beschämend das der jetzt den Geist aufgibt. 25x länger als er sollte.
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25.05.2011 19:49 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -1
 
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@AlphaTierchen1510 ich wollt die Leistung nicht schmälern. Sie ist gut ohne Zweifel. Nur eben der "Abgang" ist eben nicht der den man sich vorstellt. Normalerweise ist bei hochwertiger Technik das anfälligste immer die Elektronik. Bei richtigen Materialien und dem richtigen Know-How wäre eher die Elektronik kaputt gegangen als eines der Räder.
Und auch das nicht daran gedacht wurde das das Gerät sich selbst wieder befreien kann ist ein Manko. Wenn der Rover nach Landung gleich 2 Minuten später in Treibsand geraten wäre wäre die Mission noch kürzer geworden.
Sowas sollte eigentlich vorausbedacht sein.
Deswegen schrieb ich ja, das Teil hat so lange durchgehalten und ist dann an sowas banalen gescheitert. Der Rover hätte sonst wahrscheinlich noch 50 Jahre auf dem Mars rumkraxeln können.
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25.05.2011 21:16 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+1 | -0
 
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dann habe ich das von dir nur missverstanden. Aber sind die Räder nicht trozdem das anfälligste? Drehende dinger mit feinem Sand drin... klingt echt nicht gut.

Aber wie du auch meintest hätte man sie mit paar Sachen besser ausstatten können. z.B. wenn die Solarpanel mit Sand voll sind einen Wischer oder so, dann muss man nicht auf die nächste Windhose warten.

Und bei dem "Tempo", wären da Ketten nicht eh besser gewesen? oder verbrauchen die wirklich so saumäßig viel mehr Energie?
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25.05.2011 22:12 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -3
 
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Man kann heutzutage schon Legierungen herstellen die so gut wie keinen Abrieb haben selbst wenn Sand zwischen kommt. Gleichzeitig kann man Laufwerke so konzipieren das sie geschützt sind.
In den Wüstenkriegen zb. waren die schadanfälligsten Bauteile die Teile die auf Luft angewiesen waren (Luftfilter,Gasturbinen), der Rest ist so ausgelegt selbst bei größten Verschmutzungen reibungslos zu funktionieren.

Nun bei den Solarpanelen würde ich denke mal eine bewegbare Folie die beim drehen sich selbst reinigt. Das hat dann den Vorteil das man mehr Folienfläche hat die eindrecken kann. Aber auch ein Wischer wäre vielleicht nicht verkehrt :)

Ketten würden das Gewicht und je nach Beschaffenheit der Kette auch den potenziellen Abrieb erhöhen und dementsprechend auch mehr Energie benötigen. Gleichzeitig könnte sich auch schneller kleine Steine in der Kette oder Laufrolle festhaken. Ich denke mal deswegen hat man auf Ketten verzichtet.

Zum rausheben aus Treibsand oder aufrichten wären bewegbare Arme mit großer Auflagefläche (um einsinken zu verhindern) nützlich.

Naja, es gäbe so einiges was man machen könnte :)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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25.05.2011 23:39 Uhr von Phyra
 
+2 | -0
 
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wie klug ihr doch alle seid, viel klueger als die experten der nasa :)

und nun denkt mal noch ein stueckchen weiter, was eure tollen vorschlaege so bedeuten wuerden:
1. Mehr Gewicht des Rovers und somit weniger Platz fuer Messeinrichtungen etc. (ja, das Gewicht ist bei Weltraummissionen ein entscheidender faktor)
2. scheibenwischer, hebel etc sind alles bewegliche teile die so weit wie moeglich vermieden werden, da diese immer am anfaelligsten fuer stoerungen sind
3. kommt der rove nur nciht aus dem treibsand raus, weil eben vorher die raeder ausgefallen sind

und nein, das anfaelligste ist nicht die elektronik, sondern wie schon gesagt die beweglichen teile.
Man kann darauf vertrauen, dass die experten der nasa die rover im optimalen kosten/nutzen*sicherheit - verhältnis gebaut haben.
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26.05.2011 11:07 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -1
 
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@Phyra du erzählst nichts neues.
Es macht einen Unterschied ob ich das Gerät hier auf der Erde einsetze oder dort wo alleine der Hinweg 3 Monate dauert. Je weiter entfernt um so mehr muss auf Ersatzsysteme geachtet werden und das geht nun mal nicht anders, es sei ich möchte ein Wegschmeißsystem. Und die Wahrscheinlichkeit das alle gleichzeitig ausfallen ist doch sehr gering. Diese Trägerraketen können weit aus mehr zum Mars bringen als nur einen Rover.

Und das mit der Elektronik stimmt nicht, Technik kann man entwickeln das sie unverwüstlich ist, Elektronik eben nicht, da alles sehr fein ist. Bisschen Staub auf der Platine und schon kann eine Überbrückung erfolgen die zu Spannungsabfall und anderen Fehlern führen kann.

Kosten/Nutzen/Sicherheit rechnet sich dann wiederum aus der Betriebsdauer.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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26.05.2011 11:24 Uhr von StrammerBursche
 
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@CoffeMaker: Wieso bist du eig. kein Raumfahrtingenieur geworden?
So ein Spezialist wie du, hätte sicher große Karriere gemacht.
Stattdessen bist du ein frustrierter Klugscheißer mit anscheinend zuviel Zeit?
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26.05.2011 19:53 Uhr von Phyra
 
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@Coffe: na du kennst dich aber aus ;)
natuerlich wurde nur der eine rover mit der rackete zum mars gebracht, richtig? <.<
glaub mir, wenn die eine mission starten, dann wird die vorhandene nutzlast bis zum letzten kilo ausgenutzt.

und deine behauptung, dass die mechanischen teile laenger halten als die elektronischen ist einfach nur falsch.
es hat schon seinen grund, warum darauf geachtet wird bei langwierigen missionen so wenig wie moeglich bewegliche teile einzubauen, und mal davon abgesehen, dass elektrisch leitender staub auf dem mars doch eher unwahrscheinlich ist, laesst sich elektronik sehr einfach und vor allem mit geringem gewichtaufwand sehr gut abschirmen.

Das der nutzen einer mission linear zur betriebsdauer steigt ist btw eine milchmaedchen-rechnung, die rover wurden an bestimmten, interessanten punkten abgesetzt, in deren umgebung messungen vorgenommen wurden. die verwertbaren daten, die man erhaelt nachdem die primaere mission abgeschlossen ist sind zwar immernoch wertvoll, kommen aber in wesentlich laengeren intervallen.

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