Russische Justizfarce: Michail Chodorkowskis Berufung vor Gericht erfolglos
Vor dem Moskauer Stadtgericht hatte der regierungskritische Unternehmer Michail Chodorkowski keinen Erfolg mit seiner Berufung gegen eine verhängte Gefängnisstrafe. Lediglich das Strafmaß wurde leicht von 14 auf 13 Jahre reduziert.
Wütende Prozessbeobachter riefen "Schande" nach dem Richterspruch. Der Angeklagte, der die gesamte Ölproduktion seines ehemaligen Konzerns Yukos gestohlen haben soll, sprach von einem Schandurteil. Es lasse Russland in der Welt lächerlich erscheinen.
Im In- und Ausland wurden die Vorwürfe als absurd angesehen. Das Verfahren wird allgemein als nicht rechtsstaatlich empfunden. Nach wie vor steht der Vorwurf im Raum, das Urteil sei von anderer Stelle diktiert worden.