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Schweinefleisch: Tierschützer fordern kein "Kastratenfleisch" mehr ab 2018

In Deutschland werden, wie in vielen anderen Ländern, die Ferkel automatisch zwangskastriert, da das Schweineschnitzel vom nicht kastrierten Eber angeblich "streng" schmecken soll. Diese Taktik wird schon seit Römerzeiten angewendet und ist den Tierschützern ein Dorn im Auge.

Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr 20 Millionen Ferkel ohne Betäubung kurz nach der Geburt kastriert. Aus Geld und Zeitgründen wird auf die Betäubung verzichtet. Rein rechtlich ist das erlaubt. Ethisch ist das aus der Sicht des Deutschen Tierschutzbundes nicht vertretbar.

Jetzt hat die Schweinebranche allerdings versprochen, bis 2018 ein Konzept auszuarbeiten, dass auf die Zwangskastration verzichtet. Fakt ist, dass lediglich etwa fünf Eber von hundert diesen "strengen" Geschmack und Geruch haben. Diese können allerdings vor dem Verkauf kaum aussortiert werden.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Debatte, Tierschützer, Kastration, Schweinefleisch, Ferkel
Quelle: www.greenpeace-magazin.de

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