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Griechenland ist das Damoklesschwert für den Euro

Angesichts der drohenden Staatspleite Griechenlands ist die Herabstufung anderer EU-Pleitestaaten wie Irland und Portugal auf Ramschstatus unausweichlich.

Bei der wahrscheinlichen Zahlungsunfähigkeit Griechenlands würden Spanien, Italien und Belgien zwar nicht auf Ramschstatus klassifiziert werden, aber außerordentlich an den Märkten unter Druck geraten. Ein fast unaufhaltsamer Dominoeffekt wäre die Folge.

Somit würden die Rahmenbedingungen für die EU-Mitgliedsstaaten und der Gemeinschaftswährung Euro denkbar schlechter, um einen ohnehin schon zweifelhaften Weg aus der Krise zu finden. Das Fortbestehen der EU scheint nun von der Rettung Griechenlands abzuhängen.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Griechenland, Pleite, Moody
Quelle: de.reuters.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2011 18:39 Uhr von K.T.M.
 
+15 | -1
 
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@Suisse: Das wäre keine Lösung sondern nur ein weiterer Weg um Zeit zu schinden.
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24.05.2011 18:49 Uhr von LLCoolJay
 
+14 | -0
 
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Und wenn Griechenland: überlebt?

Dann ist es nur eine Frage der Zeit bis Portugal oder ein anderes Land dran glauben muss.

Der Euro hätte nie so eingeführt werden dürfen. Nur stabile Länder mit einem ähnlichen Wirtschafssystem hätten dabei sein drüfen.
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24.05.2011 18:52 Uhr von LLCoolJay
 
+2 | -0
 
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Suiuisse: du denkst nicht weit genug.

Die absicht hinter einer solchen Inflation ist doch klar. Meinst du die Kreditgeber schaun sich das an?

Höhere Zinsen, keine weiteren Mittel, usw. wären die Folge. Und das bei einer Inflation die stark and den Anfang des vorigen Jahrhunderts erinnert.
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24.05.2011 19:17 Uhr von Xadramir
 
+6 | -0
 
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1-2 Monate dann sind wir schlauer: Also wir werden ja sehen wie es in 1-2 Monaten aussieht. Also ich bin ja wirklich interessiert wie es dann weitergehen soll.
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24.05.2011 19:31 Uhr von K.T.M.
 
+1 | -1
 
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@Suisse: "Die Staatsverschuldung - falls sie in Euro und nicht in US-Dollar besteht - wäre bald nullifiziert. "

Das bringt aber nichts. Wie bezahlen wir dann Rohstoffe/Produkte aus anderen Ländern? Wer nimmt dann noch unser Geld wenn wir massig davon Drucken und somit den Wert senken?

Wenn du nur Schulden abbauen willst würde es einen ganz einfachen Weg geben, der aber auch keine Lösung des eigentlichen Problems wäre. Man erhebt mal eben eine einmalige "Sonderabgabe" wo jeder 45% seines Geldvermögens abgibt. Schon wäre Deutschland schuldenfrei. Den 2 Billionen Euro Staatsverschuldung steht ein Privatvermögen von über 9 Billionen gegenüber. Davon sind 4,5 Billionen Geldvermögen und 4,8 Billionen Immobilien- und Sachvermögen.
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24.05.2011 20:10 Uhr von phal0r
 
+1 | -0
 
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Wieso andere Länder? Wir würden unser Geld selber nicht mehr nehmen und die, die eh wenig Geld haben, können sich dann gar nichts mehr kaufen. Eine enorme Wirtschaftskrise wäre die Folge, was dazu führt, dass extremistische Parteien extremen Zulauf hätten. Diese Kausalität ist früher aufgetreten und zeigt sich auch jetzt (siehe Finnland, Niederlande, Ungarn).

Die Frage ist, was passiert mit den Krediten, wenn Griechenland zahlungsunfähig ist. Eine Abwertung der Währung ist nicht möglich, da Griechenland kein Monopol auf die Währung ausübt. Werden die Zahlungen ausgesetzt oder wie soll man sich das vorstellen?
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24.05.2011 20:13 Uhr von spoonyluv
 
+5 | -0
 
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Geld drucken um Inflation anzukurbeln? Wer sowas schreibt, weiß glaube ich garnicht so genau, was das eigentlich bedeutet bzw. bedeuten würde.

Am besten noch zusammen mit den Amerikanern, oder? Dann wären die Währungsreserven der Chinesen nur noch gut zum Heizen. Und die Chinesen hätten bestimmt absolut kein Problem damit.

Dass das (gewollt) passiert, ist eigentlich auszuschließen. Vorher würden die stablien Länder aus der Währungsunion austreten. Und ich denke mal, dass das langsam der letzte Ausweg ist.

Aber für diese Misere können wir uns bei Einigen bedanken. Lassen Länder in die EU und dann auch noch in die Währungsunion, die absolut nicht die notwendigen Rahmenbedingungen dafür erfüllen. Masse statt Klasse. Man schleppt diese jahrelang mit und hofft, dass sie irgendwann ein solider und produktiver Teil der EU sein können. Warum niht erst solide und produktiv und dann der Beitritt? Der Sinn dahinter erschließt sich mir immernoch nicht so ganz. Länder wie Griechenland lässt man bewusst Zahlen fälschen und schließt dabei beide Augen (danke liebe CDU-Regierung unter Kohl).

Aber macht euch bitte nicht zu viele Sorgen liebe Politiker. Ausbaden, das müsst ihr ja nicht. Das dürfen hier die Dummen, wir "Normalbürger". Denn wenn Deutschland und andere Länder austreten aus der Währungsunion, dann wird man für das Ersparte niemals den reelen Gegenwert bekommen. Zweimal über den Tisch gezogen. Euroeinführung, Geldwert hat sich verschlechtert. Euroabschaffung, Geldwert wird sich wieder verschlechtern. Mann mann mann...lassen wir uns verarschen.

Was mir gerade einfällt. Selbst die Polen sagen, dass sie im Moment lieber ihre Währung behalten und nicht den Euro einführen wollen, das ist schon sehr bezeichnend. Aber mit Sicherheit keine dumme Entscheidung der polnischen Regierung. Schn wäre es, wenn wir auch in der gleichen Position wären.

[ nachträglich editiert von spoonyluv ]
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24.05.2011 22:33 Uhr von applebenny
 
+1 | -0
 
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geld drucken: nur mal so, ich dachte euro-länder können kein geld drucken, das wird doch alles zentral von der Europäischen Zentralbank geregelt
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25.05.2011 00:42 Uhr von lieberBiber
 
+1 | -0
 
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@Suisse: Dein Ansatz ist alles andere als eine Lösung.

Denn du willst die Wirkung bekämpfen, aber nicht die Ursache. Griechenland hat kein direktes Schuldenproblem. Die Griechen haben so dermaßen über ihre Verhältnisse gelebt, daß sie ihre Wirtschaft in den Ruin trieben. Schulden sind dabei die logische Konsequenz.

Jeder der jetzt noch meint, daß es mit "gebt den Griechen Geld" und ähnlichen Maßnahmen getan ist, versteht den Sachverhalt nicht. Selbst wenn Griechenland schuldenfrei wäre, würden die Griechen innerhalb kurzer Zeit wieder enorme Schulden aufnehmen, da die Wirtschaft zerstört ist. Mit einem starken Euro wird Griechenlands Wirtschaft sich auf keinen Fall erholen. Die Konsequenz ist also klar. Griechenland MUSS den Euro abschaffen.

Die Politik verschweigt diesen Fakt lediglich um die Spekulanten zu bremsen. Wer meiner Ausführung keinen glauben schenken will, kann ja mal den Politiker seines Vertrauens fragen ob dieser noch ein Grundstück/Haus in Griechenland kaufen würde. ;-)

[ nachträglich editiert von lieberBiber ]
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25.05.2011 01:39 Uhr von sicness66
 
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Quatsch: Das Fortbestehen der EU scheint nun von der Rettung Griechenlands abzuhängen.

Unsinn. Die Währung hat nichts mit dem politischen Status Quo zu tun...

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