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Verkehrsrecht: Autofahrer haftet nicht für die Beschmutzung von Fußgängern

Autofahrer müssen nicht für die Reinigung der Kleidung von Fußgängern aufkommen, wenn sie diese beim Durchfahren eine Pfütze bespritzt haben. Das Landgericht Itzehoe hat in seinem Urteil (Az. 1 S 186/10) den Autofahrer von der Haftung zur Reinigung der Kleidung freigesprochen.

Im speziellen Fall bespritzte in Büsum ein Autofahrer ein Fußgängerpaar beim Durchfahren einer Pfütze mit Wasser, woraufhin diese 39,60 Euro Reinigungskosten einforderten. Der Schaden hätte vermieden werden können, wenn das Auto mit Schrittgeschwindigkeit gefahren wäre, argumentierte der Kläger.

Die Richter des LG Itzehoe sahen das hingegen anders. Man könne die Autofahrer nicht grundsätzlich zu Schrittgeschwindigkeit verpflichten, da sonst bei entsprechenden Wetterlagen ganze Ortschaften nur mehr im Schritttempo durchfahren werden dürften. Die Fußgänger müssten sich entsprechend kleiden.


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WebReporter: Jolly.Roger
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Urteil, Autofahrer, Recht, Verkehr, Rechtsstreit, Schmutz
Quelle: auto.t-online.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2011 16:09 Uhr von StrammerBursche
 
+15 | -41
 
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24.05.2011 16:44 Uhr von Xeeran
 
+18 | -4
 
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Ich: würde einfach gegen die Stadt klagen. Die haben schließlich dafür zu sorgen, dass solche Wasseransammlungen nicht entstehen. Bei uns in der Stadt gibt es Stellen, da droht man mit einem PKW sogar stecken zu bleiben, weil die Absenkungen der Straße so groß sind, dass die Pfütze einem See gleich kommt.
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24.05.2011 16:46 Uhr von mysteryM
 
+10 | -11
 
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wie geil ein Freibrief....
gleich Urteil (Az. 1 S 186/10)
ausdrucken und auf Regen warten. LOL
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24.05.2011 17:13 Uhr von zhnujm
 
+4 | -5
 
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"Das Landgericht Itzehoe" weiter brauch man diese News nicht lesen.

Und was sind das für Leute, die für 40€ vor Gericht ziehen?
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24.05.2011 17:23 Uhr von Damasichthon
 
+29 | -2
 
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@StrammerBursche: was bist du eigentlich für ein vogel?
das ist wie gegens auto treten weil der eigene schuh nicht richtig sitzt oder den schlüssel am lack entlang ziehen weil einem das auto erst letztens geschnitten hat.

bah!
was ist den das für eine desoziale einstellung?

ja, natürlich habe ich als fußgänger damit zu rechnen dass ich, wenn es regnet, unter umständen nass werde weil ein auto an mir vorbei fährt. also mache ich eben einen bogen um eine pfütze am straßenrand.
aber genauso wie man als fußgänger ein wenig acht geben kann so kann man das als autofahrer auch!
man muss nicht mit 60,70km/h an einer bushaltestelle vorbei fahren um die wartenden personen im bushaus mit pfützendreckwasser zu bespitzen und man kann es als autofahrer ebenfalls unterlassen mir absicht auf die rechte spur zu wechseln nur um den in den regen geratenen fußgänger noch mal schön an das schlechte wetter zu erinnern indem man ihn noch einmal so richtig schön einsaut.

ein bisschen gegenseitige rücksicht und jeder wäre zufrieden!
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24.05.2011 17:32 Uhr von a.maier
 
+11 | -6
 
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@zhnujm: "Und was sind das für Leute, die für 40€ vor Gericht ziehen? "
.......
Leute die dafür hart arbeiten müssen! 40 Euro sind als Arbeiter nicht so schnell verdient. Als Banker oder Politiker würde ich 100 euro nicht mal merken.
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24.05.2011 17:39 Uhr von zhnujm
 
+13 | -1
 
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