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Gießen: Professor verweigert Antworten auf Studenten-Mails, die ihm zu flapsig sind

Juraprofessor Martin Gutzeit lehrt an der Universität Gießen und hat beschlossen, Studenten nicht mehr auf E-Mails zu antworten, die ihm zu flapsig formuliert sind.

Auf die Frage "Hi, Prof, wann schreiben wir Klausur?", können die Studenten in Zukunft keine Antwort mehr erwarten, das findet der Professor "unsäglich". Es stellt sich die Frage, ob die Umgangsformen zwischen Studenten und Professoren sich auch an bestimmte Konventionen richten sollten.

Die meisten deutschen Professoren wünschen sich jedoch einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander, das eine oder andere "Hallo" störe da weniger.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Student, E-Mail, Professor, Studium, Antwort, Gießen
Quelle: jetzt.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2011 12:52 Uhr von ChaosKatze
 
+12 | -1
 
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geb ich ihm recht: weil manche studenten meinen, der prof sei ihr kumpel, schon live miterlebt... ich find der prof reagiert nur passend
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24.05.2011 13:01 Uhr von Captain-Iglo
 
+10 | -0
 
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"hi prof": man sollte einem Professor schon mit etwas mehr Wertschätzung gegenübertreten, aber auch unter Studenten gibt es viele "Bauern"
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24.05.2011 13:40 Uhr von Decment
 
+3 | -0
 
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Gießen: ist auch eine sehr "legere" Stadt... muss er sich nicht wundern. :D
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24.05.2011 13:50 Uhr von Allmightyrandom
 
+3 | -0
 
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Sehr geehrter Herr Prof. xy,

leider habe ich mir den Termin für die bevorstehende Klausur nicht sorgfältig notiert, bitte teilen Sie mir den Termin erneut mit.

Hochachtungsvoll:

xy



Davon abgesehen gibts für sowas Listen die Aushängen und Informationssysteme der Unis/FHs die das idR auch wissen. Und zu guter letzt kann man auch Studienkollegen fragen. Wenn Studenten nicht mehr in der Lage sind ihre eigenen Klausurtermine zu recherchieren, dann sollten Sie exmatrikuliert werden! Und nicht die Professoren mit ihren Fragen aus reiner Bequemlichkeit heraus die Zeit stehlen.
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24.05.2011 14:17 Uhr von stufstuf
 
+4 | -0
 
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Naja, das machen unsere Dozenten auch. Da werden teilweise Mails nicht mal gelesen, wenn sie keine anständige Absender-Adresse haben (die kleineZuckermaus86 hat es dann halt schwer) oder kein Betreff angegeben ist.

Aber ich find das in Ordnung. Man ist schließlich an einer Universität, da sollte man gewisse Umgangsformen beherrschen.

Übertrieben find ich nur, wenn Dozenten nicht antworten, weil man einen ihrer vielen Titel in der Anrede vergessen hat (ist mir schon passiert).
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26.05.2011 08:15 Uhr von EdvanSchleck
 
+1 | -0
 
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@stufstuf: Dem Professor oder jedem anderen auch kann es doch mal scheissegal sein was für ne Mailadresse ich verwende um in Kontakt zu treten. Wenn ich nen vernünftigen Text bzw Frage formuliere sollte es auch für einen Herr Professor nicht zuviel verlangt sein auf "Antworten" zu drücken. Egal ob da eine "kleine Zuckermaus86" oder sonstwas steht.
Da ist ein flapsiges "Hi Prof" noch höflicher als so einer Mail aus solchen nichtigen Gründen die Antwort zu verweigern.
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31.05.2011 17:21 Uhr von Loxy
 
+1 | -0
 
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@ Allmightyrandom: "Hochachtungsvoll" ist eher negativ konnotiert und wird bei Mahn- und Behördenschreiben sehr gerne verwendet. Daher sollte man es nur benutzen, wenn man "böse" rüberkommen möchte.

"Mit freundlichem Gruß" oder "Mit freundlichen Grüßen" kann eigentlich nie was schief gehen ^_^
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06.06.2011 13:01 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@EdvanSchleck: Dem Professor kann es vielleicht scheissegal sein, was für eine Emailadresse Du verwendest, solange der Inhalt angemessen formuliert ist. Dir selber sollte es allerdings keinesfalls egal sein, denn logischerweise addiert sich der Wert, den man selber auf seine äussere Erscheinung legt, zum Gesamtbild.
Und jemand, der auf ein stimmiges und höfliches Auftreten keinen Wert legt, dem unterstellt man nicht unbedingt zu Unrecht, dass er auf andere Dinge, mit denen man ihn beauftragt, und die einem selbst wichtig sind, vielleicht auch wenig Wert legt.

Das flapsige "Hi Prof" ist an Unhöflichkeit und Unangemessenheit (auch schon Mitstudenten gegenüber, die nicht gerade zu den engsten Freunden zählen) nicht zu überbieten. So etwas darf in einem offiziellen Briefverkehr nicht vorkommen. Da müssen sich einem schon beim Schreiben die Fussnägel hoch rollen!

In einem Punkt hast Du allerdings Recht. Eine Antwort wäre dennoch notwendig. Und zwar ein massiver Einlauf, wie man es wagen könnte, so eine Formulierung an eine offizielle Stelle zu richten.
Und am besten erwähnt man es in der Vorlesung auch noch mal und zieht den Betreffenden als abschreckendes Beispiel durch den Kakao, damit auch andere nicht mehr auf solch dumme Ideen kommen.

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