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Trotz Aufforderung, niemanden durchfallen zu lassen: 307 schafften G-9-Prüfungen nicht

Die letzten G-9-Abiturienten haben ihre Prüfungen hinter sich und 307 Schüler haben nicht bestanden, obwohl die Devise lautete, niemanden durchrasseln zu lassen.

"An unserer Schule gab es sogar eine schriftliche Aufforderung, möglichst keinen G9er durchfallen zu lassen", so eine Ex-Referendarin.

Im September finden Nachtermine statt, wo die Schüler eine zweit Chance erhalten. Sollten sie wieder nicht bestehen, müssen sie ins neue G-8-System, wo es die meisten vermutlich schwer haben werden, sich zurechtzufinden.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schule, Abitur, G8
Quelle: www.sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2011 12:48 Uhr von Katzee
 
+28 | -2
 
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Bestehen um jeden Preis? Was soll das denn? Das Abitur soll die jungen Leute u.a. auf ein Studium vorbereiten. Wenn ihnen das intellektuelle Rüstzeug fehlt, werden sie spätestens im Studium auf die Nase fallen.

Das ist genauso dämlich wie die Anordnung, dass kein Kind mehr "sitzen bleiben" soll, weil eine Wiederholung der Klassen ohnehin nichts brächte.

Mich wundert es allmählich nicht mehr, wenn die Unternehmen kaum noch Auszubildende finden, weil unsere Kinder die Schule zu "dumm" verlassen. Für die Lehrer ist es so natürlich einfacher. Sie müssen sich bei schwierigen Kindern nicht mehr anstrengen und dürfen sich hinter den dämlichen "Anordnungen von Oben" verstecken. Vielen förderungsbedürftigen Kindern wird mit dieser "alles Durchwinken"-Mentalität aber die Chance auf eine gute Zukunft verbaut.
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24.05.2011 13:00 Uhr von ChaosKatze
 
+12 | -0
 
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@katzee: bin deiner meinung, man brauch sich heute nur an schulen umsehen: es gibt wenige lichtblicke, die dominieren dann den unterricht und der rest sitzt da und rallt nix... grade die, die nich hinterher kommen sollten aber das maß der dinge sein, damit ein gemeinsamer stand geschaffen werden kann womit man arbeiten kann...

andersrum neulich in meinem mathe-unterricht:
lehrer bemüht sich, den schülern was beizubringen:
1. durchgang: nur 3 leute schnallens, der rest schreit rum, dass sie es nicht verstehen, quatschen aber nebenher
2. durchgang: die 3 leute die es verstehen schalten auf durchzug, der rest quasselt wieder und schreit hinterher dass sie es nicht verstanden haben

der lehrer so gnädig, noch ein 3. mal erklärt, wieder hört keiner zu! weil is ja langweilig oder was weiss ich...
das problem ist: die müssen ALLE nachher fachabi schreiben... und da sehe ich wirklich duster...

ich weiss auch aus anderen schulen, dass mein kurs kein einzelfall ist sondern das scheinbar schon tagesordnung ist.. manche schüler sollten sich 3 mal überlegen, ob DSDS, GNTM und Big Brother oder irgendwelche Beziehungsprobleme wichtiger sind als ihre Zukunft ...
und da kann kein ministerium oder kein lehrer was für, wenn bei einer dauer-schwatzenden klasse keiner was peilt. das mal generell dazu...

einfach durchwinken ist keine lösung, aber wenn der schüler selbst nicht bereit ist etwas zu tun, dann kann ich nur noch mit den schultern zucken und sagen: selber schuld, jeder ist seines glückes schmied... und das sag ich nach 14 jahren schulkarriere...
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24.05.2011 13:30 Uhr von HansZ
 
+1 | -0
 
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Sorry: aber der erste Satz stimmt nicht. Hier in Baden-Württemberg zum Beispiel sind die letzten G9er erst nächstes Jahr dran, in einigen anderen Bundesländern auch.
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24.05.2011 15:05 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -4
 
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@chaoskatze: So da kann also kein Lehrer was für?

Wieso nur werden an unserer Hs in manchen Fächern die Noten besser nachdem der Prof gewechselt wurde. Und das bei gleichem Stoff und Aufgaben von gleicher Schwierigkeit.

Es gibt einfach Lehrer die hätten lieber was anderes machen sollen.

Es ist ein Unterschied ob die Klasse schwatzt weil der Lehrer nichts kann oder weil es Idioten sind. Und ich habe schon beides erlebt.
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24.05.2011 15:12 Uhr von AnotherHater
 
+1 | -0
 
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@ChaosKatze und Dracultepes: @ChaosKatze: Ich kann das von dir geschilderte Szenario nur bestätigen. Meiner Erfahrung kommt noch hinzu, dass "die drei" irgendwann permanent auf Durchzug schalten und dann ins Mittelmaß abrutschen. Ich kann jedem, dem es so geht, nur empfehlen durchzuhalten und nach bspw. dem Abschluss der Realschule auf´s Gymnasium zu wechseln und ggf. noch zu studieren - es wird sich lohnen.

@Dracultepes: Ich erlebe dieses Szenario zum zweiten Mal. Im ersten Fall war der Lehrer wirklich engagiert und kompetent, aber die Klasse hat einfach nicht mitgemacht. Im zweiten Fall ist der Lehrer ein Seiteneinsteiger und hat daher ein nicht allzu pädagogisches Händchen, ansonsten kann man aber nicht groß meckern.

[ nachträglich editiert von AnotherHater ]
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24.05.2011 17:58 Uhr von Maniska
 
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Bestehen um jeden Preis? Na klasse, das führ die Allgemeine Hochschulreife ad absurdum.
Warum muss man jemanden bestehen lassen der es einfach nicht kann?
Für die "armen" Durchfaller kann man theoretisch eine (ok, bei über 300 mehrere) Sammelklasse erstellen und noch einmal den Stoff nach dem alten Lehrplan erklären + eine auf G9 zugeschnittene Abi-Klausur am Ende.
Wer da nicht hin möchte kann immernoch versuchen sich im G8 zu integrieren.
Wenn die nochmal durchrasseln wars das sowieso mit Abi, das wäre eine einmalige Sache und eine riesen Chance für junge Lehrer.
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25.05.2011 07:20 Uhr von unomagan
 
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Das: Schul/ Bildungssystem ist sowieso fürn a...
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26.05.2011 00:27 Uhr von cyrus2k1
 
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Schulsystem ist im Eimer: Die modernen Möglichkeiten des Internets werden gar nicht genutzt. Die Gebäude sind vergammelt und Schäbig. Oft ist es in den Klassenzimmern viel zu dunkel und die Luft ist Schlecht. Lehrer sind Demotiviert, auf dem Schulhof herscht Gewalt. Das ganze System müsste komplett reformiert werden!
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29.05.2011 10:49 Uhr von TheRoadrunner
 
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Kommentar: In meinem Abiturjahrgang sind, sofern ich mich richtig erinnere, drei von rund 70 Schülern im Abi durchgefallen. Laut Quelle waren es hier bayernweit 0,8%, also deutlich weniger.
Mit anderen Worten: von einem typischen Abi-Jahrgang an einer Schule ist durchschnittlich einer durchgefallen, und das halte ich nun wirklich nicht für zuviel.
Wenn diese "Bestehen um jeden Preis"-Haltung unter der Hand schon vorher bekannt war, wird das die Lernmotivation auf der Kippe stehender Schüler kaum verbessert haben.

Und zu den letzten 3 Kommentaren:
Da wird sich sicher von heute auf morgen nichts verbessern. Man kann also meines Erachtens nur versuchen, das beste aus der Lage zu machen. Und das betrifft neben Lehrern vor allem auch Schüler und Eltern.

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