24.05.11 11:54 Uhr
 1.436
 

Währungskrise: Der Euro verliert rasant seine Glaubwürdigkeit

Innerhalb der EU macht sich zunehmend Hilflosigkeit breit. Schlechte Wahlergebnisse in Spanien und Deutschland der Regierungsparteien, fast wöchentliche Herabstufungen von EU-Schuldnerstaaten durch Ratingagenturen und unzählige, unwirksame Rettungspakete lassen massive Probleme des Euros erkennen.

Es kristallisiert sich immer stärker heraus, dass die Probleme des Euros von so grundlegender Natur sind, dass kurz- oder mittelfristige Lösungen nahezu ausgeschlossen gelten. Im günstigsten Fall kann eine Besserung der finanzpolitischen Situation der Euro-Länder in einigen Jahren erwartet werden.

Angesichts abrutschender europäischer Aktienindexes und einem Euro der auf historischen Tiefstständen taumelt, halten es vor allem außereuropäische Investoren nicht mehr für ausgeschlossen, dass die Euro-Zone auseinander bricht. Es wird hektisch ein Zweiklassen-Euro und über Umschuldungen diskutiert.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Währung, Ratingagentur, Glaubwürdigkeit
Quelle: www.welt.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Dakota-Pipeline: Donald Trump wird Baustopp wohl aufheben - Er hat Anteile
Sparmaßnahmen: Air Berlin streicht Flüge nach Mallorca
Umfrage: Personalchefs kritisieren Uni-Absolventen als unselbstständig

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
24.05.2011 12:03 Uhr von nightfly85
 
+34 | -0
 
ANZEIGEN
Und das traurige daran ist, dass die fetten, selbstgefälligen und gutbezahlten Verantwortlichen dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:07 Uhr von Major_Sepp
 
+28 | -2
 
ANZEIGEN
Und das noch: traurigere daran ist, dass sich keiner traut die Notbremse zu ziehen bevor es zu spät ist.
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:08 Uhr von CommanderRitchie
 
+18 | -4
 
ANZEIGEN
Wo bleiben denn die ganzen "pro EU" Kommentare ?? Noch vor einem halben Jahr standen bei Kommentaren, die den Verfall der EU zum Thema hatten lauter rot angeklickte Bewertungen auf Short-News......
Die Fragen /die Gedanken - was denn nach der EU kommen würde/könnte - ob die DM wieder zurück kommt, die Grenzkontrollen wieder kommen, usw. ... all das wurde als hirnloses Gedankengut minderbemittelter Bildleser abgetan.

Jetzt zeigt sich, wer sich der Realität stellen kann ...........
@Majo_Sepp
Das könnten auch die Gründe sein:
Bis Merkel und Co. kapieren was läuft - ist es längst zu spät......... diese falsch verstandene "historische Verantwortung" und die Geltungssucht unserer Minister reißt uns alle noch ins Verderben - man glaubt bis zum bitteren Ende an eine Sache (EU) festhalten zu müßen, nur weil man sich nicht eingstehen will, dass sich das "Europa-system" schon längst "totgelaufen" hat.

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:19 Uhr von Dennis112
 
+15 | -2
 
ANZEIGEN
Seltsam: Ich dachte eigentlich dass der Euro viel schneller den Bach runter geht, aber dass das jetzt so lange dauert.
Ein gutes hat die ganze Sache. Die ganzen Staaten die unbedingt in die EU wollen um den Euro zu bekommen überlegen sich das jetzt nochmal.
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:22 Uhr von Klassenfeind
 
+14 | -0
 
ANZEIGEN
Schlechtes Management: Bei der Einführung des € gab es keine einheitliche Wirtschafts -Steuer und Sozialpolitik, jedes Land hat einfach so weiter gemacht wie vorher und das Ergebniss sehen wir jetzt.
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:22 Uhr von Mass89
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
andere Sache: Kann eine Währung eine Glaubwürdigkeit haben? :>

Ich würde ja sagen Stabilität, Sicherheit oder Stetigkeit sind Attribute, die da passen, aber Glaubwürdigkeit?
Irgendwie fehlt da imho der Fit.
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:32 Uhr von vmaxxer
 
+12 | -0
 
ANZEIGEN
Tjaja aber der Dollar.. ja der... Hm. Mich wundert eher warum DER noch mit so einem Kurs gehandelt wird.
Gegen den ist der Euro immer noch Gold.
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:32 Uhr von trinito
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
@Mass89: "Glaubwürdigkeit" insofern, als dass der Euro nur noch aus politischer Motivation besteht, da er finanztheoretisch genau die von dir aufgezählten Attribute nicht (mehr) besitzt.


@vmaxxer
Die USA waren bereits über Goldman Sachs (alias PPT) tief in den griechischen Manipulationen beim EU-Beitritt verstrickt. Daher wäre es nicht verwunderlich, das die Amis, da sie ihre eigene Währung nicht mehr aufhübschen können, andere Währungen, wie nun den Euro, versuchen runter zu ziehen und sich damit selbst in ein vermeintlich besseres Licht stellen.

[ nachträglich editiert von trinito ]
Kommentar ansehen
24.05.2011 12:48 Uhr von Rechthaberei
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Deutschland, Luxemburg und Österreich sollten: aber ihre gemeinsame Währung behalten, ebenso Belgien und Holland als (Wieder-)Vereinigte Niederlande.




[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
Kommentar ansehen
24.05.2011 13:16 Uhr von Rechthaberei
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Problemfall Euro, Problemfall Italien: # Italien zählt neben Portugal, Irland, Griechenland und Spanien bereits zu den sogenannten »PIIGS-Staaten«; nicht gerade rühmlich für ein Land, das sich selbst zu den führenden Industrienationen rechnet.
# Rating-Agenturen bewerten Italien ähnlich negativ wie Irland, Malta und Portugal.
# Schon seit 20 Jahren balanciert das Land am Abgrund eines Staatsbankrotts.
# Italien sitzt auf dem höchsten staatlichen Schuldenberg Europas, dem dritthöchsten auf der ganzen Welt: 118,9 Prozent des BIP; 2010 betrug die Verschuldung 1,84 Billionen Euro. Damit sind die Staatsschulden höher als das Bruttoinlandsprodukt.
# Die Neuverschuldung beträgt 5,3 Prozent des BIP, doppelt so viel wie bisher.
# Mehr als 13 Prozent der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze.
# Die Arbeitslosigkeit ist hoch, sie beträgt zehn Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit ist noch höher.
# Italien hat mit Spanien die niedrigste Geburtenrate in Europa.
# Es gab in den verganenen Jahren katastrophale Einschnitte im Bildungs- und Gesundheitssystem.
# Bis 2012 sollen knapp 25 Milliarden Euro eingespart werden, vor allem bei Kommunen und Regionen. Auch die Staatsdiener müssen mit weniger Geld auskommen.
# Um das Drei-Prozent-Kriterium des Maastricht-Vertrages zu erfüllen, müssten Italiens Staatsausgaben um 37,6 Milliarden Euro sinken.
# Allein in diesem Jahr muss Italien aber etwa 273 Milliarden Euro frisch am Markt aufnehmen.
# Die exportorientierte Wirtschaft ist so hart getroffen, wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Kommentar ansehen
24.05.2011 13:53 Uhr von str8fromthaNebula
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
hat an den euro überhaupt mal jemand geglaubt? die die uns damit verarschen wollten wussten genau was passieren wird und , beispiel deutschland wurde über unsere kopf einfach hinwegentschieden und ich hab kein reeles gutes wort drüber gehört nirgendes...
nur die standart phrasen wie , dann kann ich ohne geldwechseln in anderen ländern bezahlen was nun wirklich der größte scheiß überhaupt is weil das mit dem wechseln tausch ich gern sofort gegen die alten preise und den alten wert der dmark haha ich weiß noch ganz genau wie ich vor 10 jahren im asyl heim mit bekannten ne staelliten schüssel angebaut habe und wir uns über die dmark unterhalten haben ...die haben einfach nur alle gesagt egal aus welchen land sie kommen deutschland is die absolute nummer 1 und die dmark is wertvoller als alles andere, und dann kam der euro
Kommentar ansehen
24.05.2011 14:38 Uhr von DrGonzo87
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Das Problem: Das wirkliche Problem mit dem Euro ist dass wir keine einheitlichen Pläne und Ziele mit dieser Währungsunion haben. Es braucht eine Art allumfassende Instanz die Wirtschaft der Länder kontrolliert....
Eine Gemeinschaft in der jeder macht was er will (auch Deutschland) kann nicht funktionieren. Da helfen auch die gelogenen Stammtischparolen unserer mal wieder inkompetenten Kanzlerin nichts.
Kommentar ansehen
24.05.2011 20:14 Uhr von LLCoolJay
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
DrGonzo87: und genau so ist das!

Genau aus diesen Gründen kann es ein Europa wie man auf politischer Ebene annimmt nicht geben.

Zuviele kulturelle, politische und gesellschaftliche Unterschiede gibt es da zu bewältigen.

Wie schon erwähnt könnten einige Länder gemeinsam durchaus eine gemeinsame Währung haben.
Frankreich, NL, Belgien, Deutschland, Luxembourg, Österreich.
Diese Länder passen zusammen und können etwas gemeinsam bewirken.

Die östlichen Länder können ebenfalls gemeinsam handeln. Aber eben utner sich.
Da sind die Anschauungen vielleicht auch nicht ganz so unterschiedlich.
Kommentar ansehen
10.06.2011 21:41 Uhr von neminem
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Was wollt ihr tun? Wenn Griechenland austritt, die freuen sich doch nen Ast! Boni abgesahnt, abwerten, Freizeitparadies werden.... Spanien, Portugal ziehen nach, die Urlauber sollen schließlich auch zu denen.
Die deutschen Banken sehen ihr Geld nicht wieder
und die Industrie kann ihre teuren Produkte nicht mehr im Ausland verscherbeln.
Wollt ihr das?
Ganz zu schweigen vom Zusammenhaltsgefühl. Stattdessen werden nur die Bevölkerungen gegeneinander aufgehetzt.
Deswegen lieber in die Zukunft verschieben... als erster baden zu gehen sieht immer doof aus.
Wenn die USA vor uns in die Knie geht, stehen wir wenigstens nicht als totale Deppen da.

PS: wie wärs wenn deutschland griechenland mal solaranlagen andreht, statt uboote? evtl auch über n joint implementation im rahmen des kyoto protokolls unter industrieländern?

außerdem muss man es schaffen, die hohen zinsen runterzuschrauben... sonst ist eh klar, dass die das nicht zurückzahlen können.

[ nachträglich editiert von neminem ]
Kommentar ansehen
10.06.2011 21:49 Uhr von neminem
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
letzteres: kann halt nur gehen, wenn sich ein AAA-Land dafür verbürgt und wir alle voll hinter der EU stehen... -_-


aber so wie rumpoy rumeiert ("den euro lassen wir uns nicht nehmen!"), ist eh klar, was die anderen von uns halten. schwäche.
das erinnert mich an den spruch von coca cola: vor der bionade haben wir keine angst!!!11 (natürlich nicht omfg -_-)

mehr kann man seine hosen nicht mehr runterlassen!

[ nachträglich editiert von neminem ]

Refresh |<-- <-   1-15/15   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?