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Aktuelles Bild über Neandertaler falsch: War er ein Raubprimat?

Der Autor des Buches "Them + Us", Danny Vendramini, behauptet, dass die humane Darstellung des Neandertalers, wie sie uns in der Schule gelehrt wird, falsch ist.

Er geht davon aus, dass es sich um einen aufrecht gehenden Primaten gehandelt hat, der seinerzeit das bestentwickelste Raubtier in der europäischen Eiszeit war. Er habe auch die sogenannten "Frühmenschen" gejagt. Erst dieser Konflikt hat uns so geformt wie wir heute sind.

"Die bekannten Rekonstruktionen von Neandertalern basieren nicht auf soliden wissenschaftlichen Beweisen, da weiches Gewebe, wie Haut, Haare, Pigmente oder Augäpfel nicht in Form fossiler Funde vorliegt. Ich bin davon überzeugt, dass Neandertaler gänzlich anders aussahen", so der Hobby-Anthropologe.


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WebReporter: SmittyWerben
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Bild, Neandertaler, Eiszeit, Raubtier, Primat
Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2011 09:37 Uhr von K.T.M.
 
+41 | -0
 
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Dinge die mir bei dem Bild spontan auffallen.

Die schwarze Hautfarbe. Der Neandertaler lebte im Norden unter kalten Bedingungen. Da ist eine schwarze Haut für die notwendige Vitamin-D Produktion äußerst hinderlich. Des weiteren wird vermutet das die Genmutation auf dem Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R) bei den heutigen Menschen mit roten Haaren vom Neandertaler stammen könnte. Menschen mit dieser Mutation haben rote Haare, helle Haut und können hauptsächlich nur Phäomelanin und kein Eumelanin produzieren. Eumelanin wäre aber für eine schwarze Hautfarbe unbedingt nötig.
Nächster Punkt die Nase. Für kalte Regionen wäre eine lange Nase vom Vorteil, damit sich die kalte Luft auf den Weg zur Lunge länger erwärmen kann, welches Vorteile beim Erhalt der Körpertemperatur hätte.
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24.05.2011 09:57 Uhr von Minka51
 
+17 | -1
 
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bei der quelle...

quatsch mit soße!
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24.05.2011 10:25 Uhr von FieteBumm
 
+14 | -1
 
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Ich sag nur "Hobby-Anthropologe". Da steht die Theorie natürlich auf einem soliden Fundament - bei der Quelle erst recht! :)
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24.05.2011 11:59 Uhr von Leeson
 
+23 | -2
 
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Nicht nur die Neandertaler! In Berlin und anderen Städten, gibt es immernoch Raubprimaten und das zieht sich durch alle Bevölkerungsgruppen :)
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24.05.2011 13:10 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -0
 
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Neandertaler: Neandertaler haben ihre Toten bestattet. Allein dies spricht m.E. schon gegen diese Raubtier-Annahme.

Na ja, auch Hobby-Forschung darf mal skurril sein. Wäre ich Hobby-Forscher, würde ich vielleicht prüfen wollen, ob die Aborigines Australiens möglicherweise die letzten Nachfahren der Neandertaler sein könnten. ;-) Zumindest optisch kämen diese den uns bekannten Neandertaler-Zeichnungen doch recht nah!?
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24.05.2011 14:24 Uhr von Klecks13
 
+8 | -1
 
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Ah ja, "Hobby-Anthropologe"...

"Danny Vendramini, behauptet, dass die humane Darstellung des Neandertalers, wie sie uns in der Schule gelehrt wird, falsch ist. "

Werkzeuge, Schmuck, Kleidungsreste usw., die sich nur marginal von denen des frühen Homo Sapiens unterscheiden, sind selbstverständlich nicht die Hinterlassenschaften einer Menschenform sondern die eines Raubtieres. Auch deutliche Hinweise auf die Pflege Hilfsbedürftiger und auf medizinsche Kenntnisse weisen eher auf ein Raubtier hin. ;-)

Manch einer ist wohl der Ansicht, die Abwesenheit jegliches Fachwissens durch den Vorsatz "Hobby-" ausgleichen zu können ;-)

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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24.05.2011 19:19 Uhr von CoffeMaker
 
+2 | -4
 
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@Klecks13 redest du von Neandertaler oder vom Homo Sapiens? Es wäre mir neu wenn der Neandertaler Schmuck hergestellt hat.

Hier wird sich am Begriff "Raubtier" aufgegeilt ohne zu wissen wie dieser Begriff eigentlich gemeint ist.
Gemeint ist damit das der Neandertaler fast ausschließlich fleischliche Nahrung zu sich nahm und somit in die Klasse der Räuber (ob Raubtier, Raubprimat oder sonstiges als Begriff genommen wird spielt keine Rolle).
In die Räuberklasse wandern alle Individuen die andere Individuen töten um sich von ihnen zu ernähren.

Im Prinzip ist das nichts neues vom Neandertaler und auch der Homo Sapiens ist und bleibt ein Räuber.
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24.05.2011 22:57 Uhr von Leeson
 
+1 | -0
 
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Fakt ist, fressen und gefressen werden.
Viele Lebewesen waren Raubtiere.
Es ist aber reine Spekulation, wenn man eine, in der Entwicklung stehende Art als Raubtier bezeichnet.
Der Homo neanderthalensis entwickelte sich vor 200.000 Jahren in Europa und der Homo sapiens vor 30.000 Jahren.
Also hatte der Homo neanderthalensis, 170.000 Jahre Zeit sich weiter zu entwickeln.

Schaut doch einfach mal den modernen Menschen an!
Wie haben wir uns in den letzten 2.000 Jahren verändert?
Früher waren die Menschen kleiner, jetzt etwas größer.
Aber Geistig haben wir uns wenig weiterentwickelt!
Kriege um Land und Macht werden immernoch geführt!

Ich denke, anfangs waren die Neandertaler brutal und "kriegerisch", aber mit der Zeit werden sie auch mitbekommen haben, dass es besser ist Freunde/Verbündete zu haben.

Und warum sollten die Neandertaler keinen Schmuck besessen haben?
Um Knochen auf Sennen zuziehen braucht man nicht viel Grips :) Von einem neandertalerischen Goldschmied ist ja nicht die Rede!?
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25.05.2011 02:42 Uhr von -= exo =-
 
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Autsch "bestentwickelste"...

das schmerzt!
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25.05.2011 10:51 Uhr von CoffeMaker
 
+0 | -1
 
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"Es ist aber reine Spekulation, wenn man eine, in der Entwicklung stehende Art als Raubtier bezeichnet."

Ein Fuchs der sich im Laufe der Evolution zu einen Hasen entwickelt bleibt trotzdem ein Räuber weil der Hase schon wieder ganz was anderes ist.

"Und warum sollten die Neandertaler keinen Schmuck besessen haben? "
Das ist eine Streitfrage ob man das als Schmuck bezeichnen kann oder ob es mehr symbolischer Natur ist um Jagderfolge zu zeigen.
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25.05.2011 14:30 Uhr von Klecks13
 
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@ CoffeMaker: Der Neanterthaler hat sich genauso wenig wie der "moderne" Mensch rein fleischlich ernährt; er ist also ein Allesfresser, kein reiner Räuber.

"Das ist eine Streitfrage ob man das als Schmuck bezeichnen kann oder ob es mehr symbolischer Natur ist um Jagderfolge zu zeigen."

Sich also mit seinen Jagderfolgen schmücken ;-)

Schmuck ist per Definition alles, was du am Körper trägst und primär keine praktische Funktion hat oder darüber hinaus geht.
Als Beispiel: Zum Wärmen würde ein einfaches Kleidungsstück (z.B. Wollmantel) genügen. Färben, eingewebte Muster, Stickereien, Applikationen usw. sind Schmuck.

Eine Halskette oder ein Armband (egal aus welchem Material) hat nunmal keine praktische Funktion; sowas kann im Gegenteil in manchen Situationen sogar eher Hinderlich oder gefährlich sein. Einzige Anwendungsmöglichkeit: Schmuck.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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25.05.2011 23:33 Uhr von CoffeMaker
 
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"Der Neanterthaler hat sich genauso wenig wie der "moderne" Mensch rein fleischlich ernährt; er ist also ein Allesfresser, kein reiner Räuber."

-->
Fundstätten von Jagdplätzen in Frankreich, im Kaukasus und bei Wallertheim im Rheinland belegen, „dass Neandertaler spezialisierte Jäger waren, die Bisons oder Mammuts auf ihren Wegen in Winterweidegebiete immer wieder an denselben Stellen auflauerten und erlegten.
......
Isotopenmessungen von Kollagen in Neandertalerknochen deuten zudem auf eine Ernährung hin, die überwiegend aus Fleisch bestand
<--

"Sich also mit seinen Jagderfolgen schmücken ;-)"

Nein, eher um eine Art Rangfolge (Rangabzeichen) zu zeigen. Der eben die größten Erfolge hatte war der Chef. :)
Aber spielt im Prinzip keine Rolle warum sie es taten, weil das sind wie du so schön sagst : Spekuationen.
Aber das ist denke ich mal unwichtig. Fakt ist aber das alleine schon durch die Eiszeit(kälte) und dem extrem kräftigen Körperbau der Neandertaler ein Räuber war und sich von Fleisch ernähren musste.

Es gibt sogar Thesen die darauf hinweisen das das Austerben mit der Dauer der Eiszeit und dem Futtermangel in Verbindung stehen könnte da der Neandertaler im Gegensatz zum Menschen extrem mehr essen musste um nicht zu verhungern (wegen dem Körperbau).

Der Mensch ist das Ergebnis der Perfektionierung der Natur. Schlank und schnittig wie ein Ferrari mit dem Verbrauch eines Mopeds und Vielstoffantrieb :)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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26.05.2011 11:45 Uhr von Klecks13
 
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@ CoffeMaker: "Isotopenmessungen von Kollagen in Neandertalerknochen deuten zudem auf eine Ernährung hin, die überwiegend aus Fleisch bestand"

Genau wie die des modernen Menschen während der Eiszeit. Fleisch war einfach leichter zu bekommen als für den Menschen verdauliche Pflanzen.

"Nein, eher um eine Art Rangfolge (Rangabzeichen) zu zeigen. Der eben die größten Erfolge hatte war der Chef. :) "

Auch Rangabzeichen sind eine Art Schmuck. Da wird nämlich eine Kleinigkeit gerne übersehen: Schmuck wird nicht nur zur Verschönerung getragen, er hat so gut wie immer eine symbolische Bedeutung; egal ob religiös, als Zeichen einer Gruppenzugehörigkeit, als Glücks-, Heils- oder Schutzbringer (z.B. Amulette), Darstellung des sozialen Ranges oder einfach nur zur Schau stellen des eigenen Reichtums.

"Es gibt sogar Thesen die darauf hinweisen das das Austerben mit der Dauer der Eiszeit und dem Futtermangel in Verbindung stehen könnte"

De widerlegt sind. Der Neanterthaler lebte nicht nur im eiszeitlichen Europa sondern auch im gemäßigten nahen Osten; er hat in seiner 300.000jährigen Geschichte 2 Eiszeiten und die dazugehörigen Wamphasen überlebt.
Dem "Futtermangel" steht ein immens großer Großwildbestand gegenüber. Als der Neanterthaler ausstarb, waren Bisons, Wollnashorn & Co. noch weit von diesem Schicksal entfernt. Denen hat erst der moderne Mensch den Rest gegeben ;-)
Abgesehen davon war der Energiebedarf im Durchschnitt nur unwesentlich höher. Ein 1,90m großer 100kg-Mann benötigt bei normaler Belastung nur geringfügig mehr Kalorien als ein zierliches 1,60m-Persönchen.

"Der Mensch ist das Ergebnis der Perfektionierung der Natur. Schlank und schnittig wie ein Ferrari mit dem Verbrauch eines Mopeds und Vielstoffantrieb"

Tja, gerade das war zur Eiszeit eher ein Nachteil.. Da war der Neanterthaler mit seinem wuchtigen Körper besser angepasst: Ein massiger Körper hat im Verhältnis zum Volumen weniger Oberfläche und erliert daher weniger Wärme.

Nein, so einfach lässt sich das Aussterben des Neanterthalers nicht erklären. Fest steht jedenfalls: Primitiver als wir war er nicht; das beweisen seine Hinterlassenschaften. Egal, ob er die Halskette zum Protzen oder als Rangabzeichen trug: Fest steht, er hat diesen Schmuck hergestellt, somit Kulturgut geschaffen. Ein primitives Tier macht so etwas nicht.

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