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Die Multiversum-Interpretation der Quantenmechanik

Über den Ursprung und die Natur des Universums existieren viele verschiedene Theorien, die sich zum Teil auf unterschiedlichen Interpretationen der Quantenmechanik gründen. Eine davon, die so genannte Viele-Welten-Interpretation, strapaziert die menschliche Vorstellungskraft besonders stark.

Ihre Kernaussage ist, dass auf Basis der unzähligen stattfindenden Quantenprozesse in jedem Moment ebenso viele Universen entstehen. Eine andere Theorie geht davon aus, dass sich unser Universum zusammen mit möglicherweise unendlich vielen anderen Universen innerhalb eines Multiversums befindet.

Leonard Susskind und Raphael Bousso vertreten in ihrer Multiversum-Interpretation der Quantenmechanik die Ansicht, dass diese beiden Theorien unter bestimmten formalen Bedingungen äquivalent sind. Ohne verifizierbare Vorhersagen geht dieser Denkansatz allerdings fast mehr in Richtung Philosophie.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Physik, Quantenmechanik, Interpretation, Paradoxon, Multiversum
Quelle: www.astropage.eu

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2011 06:09 Uhr von alphanova
 
+16 | -3
 
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Die genauen Bedingungen, bei denen die beiden Theorien äquivalent sind, werden in der Quelle beschrieben. Man müsste etwas weiter ausholen, um die Gedankengänge der Stringtheoretiker nachvollziehbar zu erläutern, was mit 900 Zeichen nicht ganz einfach ist *g*

Wirklich kurios sind aber die Konsequenzen der Viele-Welten-Interpretation: demnach gibt es irgendwo ein Universum, in dem Gutenberg nicht abgeschrieben hat und Schalke Meister geworden ist... ^^
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24.05.2011 06:47 Uhr von spliff.Richards
 
+6 | -1
 
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Doctor Who: Nachdem ich die vorletzte Doctor Who Folge(S6E4) gesehen habe, in der ein Planet besucht wird der außerhalb des Universums liegt, habe ich auch mal VERSUCHT mich in dieses Thema einzulesen .... mit eher mäßigem erfolg. Dabei hab ich meine Gehirnwindungen noch mehr verknotet, als sie ohnehin schon sind =)
Echt heavy komplexes Thema....
Allerdings finde ich diese ich diese Viele Wellen Interpretation höchst interessant .... Genau aus dem Grund, der im Autoren Kommentar genannt wird. Erzeugt jede unserer Handlungen ein neues Universum, dass das dann quasi sein eigenständiges Leben führt? .......
Schwer vorstellbar, aber trotzdem ein faszinierender Gedanke :D
Naja ... ist halt alles ziemlich "wibbly wobbly timey wimey" und "spacey wacey" ^^
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24.05.2011 08:11 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -7
 
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und was ist der punkt? wo ist die neuigkeit?

ich finde multiversums-theorien auch nicht besonders schwer vorstellbar.
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24.05.2011 08:30 Uhr von spliff.Richards
 
+5 | -1
 
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@Jesus: Neuigkeit besteht darin, dass die beiden Profs eine Theorie vorgestellt haben, die besagt das das Multiversum und die Viele-Wellen-Interpretation äquivalent sind.

Aber dein Nick scheint ja zu passen.
Unser Menschliches Gehirn kann sich nicht mal das gesamte Universum vorstellen und du kannst dir gleich die Multiversen vorstellen. Interessant.... erklär mal ;-)

Sry, konnt nich anders =)
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24.05.2011 08:31 Uhr von uhrknall
 
+3 | -1
 
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Die Theorien sind vereinbar Wenn man davon ausgeht, dass es unendlich viele Universen gibt, von denen jedes einmal entstanden sein muss, ist es sehr wahrscheinlich, dass ständig neue entstehen (wodurch auch immer). Wie diese angeordnet sind / "wo" sie sich nebeneinander befinden, strapaziert dann doch die Vorstellungskraft.

Aber damit ein Universum entstehen kann, muss vorher schon etwas da gewesen sein, also Zeit existieren (Physik ablaufen). Würde beim Urknall die Zeit erst entstehen, wäre es so, als würde ein Foto (ohne Zeitablauf und Raum/Physik) plötzlich real werden können. Von nichts kommt nichts, auch in der Quantenphysik.


Ein Plus für die News mit dem spannenden Thema von mir.
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24.05.2011 09:24 Uhr von jens3001
 
+2 | -2
 
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uhrknall: ich probier mich jetzt mal als Laie..

Ist es nicht möglich das eine Dimension, die Zeit, "überall" existiert und damit quasi als Grundlage für Multiversen dient?

Sozusagen ein noch nicht vorhandener Raum, gefüllt mit "Zeit" in dem ständig (durch welche Prozesse auch immer) neue "Universen" entstehen und bestehende sich ausdehnen.

Bildlich gesprochen stelle ich mir das jetzt mal wie einen Acker vor auf dem erstmal nichts wächst.
Mit der Zeit wird dort ausgesät und durch Wind, etc. Samen anderer Pflanzen gepflanzt.
Ist zwar räumlich gesehen nicht unendlich aber wie schon gesagt wurde ist das Thema für Menschen schwer vorstellbar.
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24.05.2011 10:05 Uhr von ThomasHambrecht
 
+7 | -1
 
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Da ist eine grobe Denk-Falle drin gäbe es 2-dimensionale Wesen, so würden diese über eine "theoretische" Höhe diskutieren. Die Wissenschaftler würden vorraussagen, dass es ihre Welt noch mehrmals gäben würde, für jeden theoretischen Höhen-Parameter unendlich mal. Sie würden den 3-dimensionalen Raum als Multiversum interpretieren.
Wir lachen darüber, weil wir die Welt als dreidimensional räumlich begreifen. Nur weil es unterschiedliche "Realitäten" gibt in der Quantenühysik, muss das Universum nicht unbedingt ein Multiversum sein. Wir kapieren nur einfach keinen 5-dimensionalen Raum.
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24.05.2011 11:35 Uhr von jens3001
 
+0 | -1
 
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Meine Güte: wieso "-"?

Ich hab das so dargestellt wie ich es mir vorstellen könnte und hätte gerne ein konstruktives Feedback.
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24.05.2011 11:46 Uhr von spliff.Richards
 
+1 | -1
 
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@jens: Das wirst du hier von den üblichen Minus-Klickern niemals bekommen.

Deine Meinung hat wie ich finde genauso bestand, wie jede andere auch .... und trotzdem bewegen wir alle uns noch auf dem "die Erde ist ne scheibe" - Niveau ;-)
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24.05.2011 11:53 Uhr von CoffeMaker
 
+2 | -0
 
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"Unser Menschliches Gehirn kann sich nicht mal das gesamte Universum vorstellen und du kannst dir gleich die Multiversen vorstellen. Interessant.... erklär mal ;-)"

Das ist simpel wenn man davon ausgeht das Größe relativ ist könnte man unser Universum als Teil eines noch viel größeren Konstrukt halten. Nehme dir einen Ball und zoom bis auf die atomare Ebene und stelle dir vor das jedes dieser Atiome in diesem Ball ein Universum beinhaltet. Durche eine unbekannte Reaktion berstet dieses Atom und zerlegt sich in unbekannte Bestandteile die wiederum miteinander agieren.
Auf einer (oder mehreren) der sich bildenen Verklumpung siedelt sich Leben an (was ebenfalls als Prozess angesehen werden kann).
Größentechnich gesehen wird man aber nie in der Lage sein auf die anderen Atome (Universen) sehen zu können geschweige denn hinzukommen und auch das "davor" also der Big Bang des Atoms (Universum) wird immer ein Rätsel bleiben da wir selbst aus dieser Materie entstanden und nur das erklären können was wir sehen.

Und schon hat man Multiversen. :)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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24.05.2011 20:27 Uhr von olli58
 
+0 | -0
 
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Gross A`Tuin, die Sternenschildkroete: Gross A`Tuin, die Sternenschildkroete, wandert durch das Multiversum.

http://www.youtube.com/...

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