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Körpereigenes Cannabis: Forscher entdecken Enzym zum Speichern des Botenstoffs

Cannabis ist seit Jahrhunderten als Heil- und Rauschmittel bekannt. Das Betäubungsmittel verhält sich wie die körpereigenen Neurotransmitter, die Endocannabinoiden, die das Schmerzempfinden und die Übelkeit senken und den Appetit ankurbeln. Ein Enzym regelt dabei die Ansammlung des Endocannabinoids.

In der aktuellen Ausgabe des "Journal of Biological Chemistry" präsentieren die Wissenschaftler vom ZMB der Universität Graz ihre neuen Erkenntnisse über das Enzym Monoglyzerid-Lipase, das nicht nur beim Fettabbau eine wichtige Funktion hat, sondern auch beim Endocannabinoid-Stoffwechsel.

Experimente zeigten, dass beim Fehlen des Enzyms das stark vertretene Endocannabinoid 2-AG nicht abgebaut werden kann, es bewirkt eine ständige Schmerz- und Übelkeitslinderung sowie Stimulierung des Appetits. Das Enzym könnte neue Therapien bei Alzheimer, Parkinson und Ähnlichem ermöglichen.


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WebReporter: handstand
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Cannabis, Enzym, Botenstoff
Quelle: g-o.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.05.2011 20:05 Uhr von Elementhees
 
+4 | -3
 
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Es ist unbegreiflich warum jetzt erst (auch die letzten 10 Jahre zähle ich mal zu jetzt) mit dieser Forschung begonnen wird.

Die Wirkungen und (z.T. positiven) Nebenwirkungen sind doch hinlänglich bekannt. Es hat schon vielen Chemo Patienten bei der Therapie geholfen, eben durch die übelkeitslinderende Wirkung.
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23.05.2011 20:18 Uhr von StefanBD
 
+0 | -1
 
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@Elementhees: ich sag nur aspartan, denk auch mal das sowas erstmal finanziert werden muss, und somit ist es ziemlich leicht dinge die man nicht haben möchte von vornherrein den stecker zuziehen
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23.05.2011 20:37 Uhr von 338LM
 
+2 | -2
 
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Beitrag: @Vorredner:
...die Forschungen auf dem Gebiet laufen schon sehr lange. Einer meiner Dozenten ist auf dem Gebiet der Cannabinoid-Rezeptoren einer der weltweit führenden Experten und forscht seit mehr als 20 Jahren daran.

Die Biochemie ist extrem komplex und es ist eine unglaubliche Leistung hier neue Enzyme zu entschlüsseln. Für Laien ist kaum nachvollziehbar, welche wissenschaftlichen Register hier gezogen werden müssen um bloß die Strukur eines Membranproteins darzustellen oder die Wirkungsweise eines Enzyms zu entschlüsseln.

Viele Substanzen die wir z.B. als Medikament zu uns nehmen (seit mehr als 100 Jahren) funktionieren zwar, aber noch ist längst nicht klar, wie (z.B. Paracetamol).
Anderen Stoffen wurden auch lange positive Nebenwirkungen zugeschrieben...so ist bspw. Heroin mal als Medikament entwickelt worden.

Bevor du also das nächste Mal der Forschung Untätigkeit vorwirfst und dich als Experte aufspielst, sei so gut und informier dich ein bisschen und verzichte auf Stammtischparolen á la: "Ich habs schon immer gewusst, aber niemand wollte auf mich hören" *mimimimi*
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23.05.2011 21:52 Uhr von Elementhees
 
+0 | -2
 
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23.05.2011 21:56 Uhr von str8fromthaNebula
 
+3 | -0
 
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kiffen is geil: meine meinung.
allerdings sollte man alles gute in maßen genießen und nur dort wo oder dann wenn es legal is ;)
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23.05.2011 22:30 Uhr von limasierra
 
+2 | -0
 
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@ dritter Poster: Ich denke es war kein Schuldzuspruch an die Wissenschaft, sondern eher eine Beschwerde darüber, dass Steuergelder für allen sinnlosen Scheiß ausgegeben werden, anstatt für Forschung.

[ nachträglich editiert von limasierra ]
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23.05.2011 23:08 Uhr von 338LM
 
+1 | -1
 
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@Elementhees: @Elementhees:

hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben...

Der Artikel auf den du verlinkst ist so voller inhaltlicher Fehler und so dermaßen präskriptiv aufgemacht, der wissenschaftliche Gehalt der Quelle kommt sicher locker an die Bild oder die Krone ran...

Trotzdem noch ein Wort zum Inhalt;

Mutterkornalkaloide wurden in der Medizin schon lange eingesetzt und LSD hat eine lange Vergangenheit als Medikament.

so long, schwach angefangen, stark nachgelassen
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23.05.2011 23:15 Uhr von 338LM
 
+2 | -2
 
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@limasierra: die Forschung in Deutschland wurde mal gut gefördert, heute muss man schon studiert haben, um sich nur durch die Anträge zu arbeiten...(wer mal einen DFG Antrag auf Fördermittel zur Forschung gestellt hat, weiß wovon ich rede), außerdem muss man sich quasi auf ein Gebiet festlegen und man wird mies bezahlt...fördert nicht gerade Innovationen oder Kreativität, in den USA läuft das etwas anders.

Zusätzliches Geld und weniger Hürden könnte die Forschung auf jeden Fall gut gebrauchen, und den Rest könnte man in Bildung und Lehre investieren.
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27.05.2011 09:14 Uhr von DrGonzo87
 
+3 | -0
 
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Unglaublich Im Jahre 2011 besitzt die Bundesregierung noch immer die Frechheit, uns eine PFLANZE zu verbieten, obwohl man weiß dass ihre Wirkung deutlich harmloser ist als die von Alkohol, obwohl sie zahlreiche erwiesene gesundheitsfördernde Wirkungen hat und eine andere Pflanze, die ausschließlich Nachteile für ihre Konsumenten bringt (Tabak) erlaubt ist.
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16.06.2011 16:35 Uhr von Mahoujin
 
+0 | -0
 
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@ erster Poster: Mit einer wie Unkraut wachsenden Pflanze kann die Pharma Industrie kein Geld machen, oder ?

Es geht denen in erster Linie doch nicht darum wie man Menschen am besten helfen kann, sondern wie man helfen kann und dabei maximalen Verdienst erzielt.

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