23.05.11 12:15 Uhr
 579
 

Zeitarbeitsbranche klagt über zu wenig Bewerber

Über Nachfrage kann sich die Zeitarbeitsbranche nicht beschweren - doch sie kommt offenbar hauptsächlich von den Arbeitgebern. Die Arbeitnehmer hingegen scheinen das Leiharbeitsgewerbe zu meiden. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der Diskussion um Mindestlöhne sowie ungleicher Bezahlung in Unternehmen.

In München, Frankfurt und Stuttgart, erklärt Randstad-Chef Jan Ole Schneider für sein Unternehmen gebe es bereits große Probleme, genügend willige Arbeitskräfte zu finden. Beim Schweizer Leiharbeiter-Konzern Adecco sind bereits 7.000 Stellen unbesetzt.

Dennoch glauben Ökonomen, der Zeitarbeitsboom werde neue Dimensionen erreichen und erwarten für den Sommer erstmals eine siebenstelllige Zahl von Leiharbeitern in Deutschland.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Firma, Bewerber, Leiharbeit, Zeitarbeit
Quelle: www.zeit.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.05.2011 12:15 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+16 | -0
 
ANZEIGEN
Der "Boom" dürfte zu 100% auf Zwangsmaßnahmen und Sanktionierungen der ARGEN durch Hartz-IV zurückgehen.
Kommentar ansehen
23.05.2011 12:50 Uhr von Bender-1729
 
+11 | -0
 
ANZEIGEN
Könnte es evtl. daran liegen, dass Zeitarbeit nichts anderes ist als die moderne Form der Sklaverei?

Zeitarbeit ist das allerletzte und ich finde es ist ein Unding, dass unser Staat so etwas auch noch fördert um seine Arbeitslosenbilanzen zu "verschönern". Ich war vor ca. einem Jahr für den Zeitraum von 4 Monaten arbeitslos und bin in dieser Zeit des öfteren vom Arbeitsamt zu solchen Firmen geschickt worden. Was man dort als ausgelernter Mensch mit guter Ausbildung an Lohn geboten bekommt ist eine absolute Unverschämtheit! Man würde wahrscheinlich mehr verdienen, wenn man sich 8 Stunden täglich mit der Gitarre in die Fußgängerzone setzt und das ist leider keine Übertreibung.

Diese Firmen nutzen den schlechten Arbeitsmarkt schamlos aus und profitieren von dem Leid anderer Menschen. Mich würde es nicht stören, wenn die gesamte Branche vor die Hunde gehen würde!
Kommentar ansehen
23.05.2011 13:14 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Hoffentlich: geht dieser Trend noch weiter.
Wer sich freiwillig zu einer Zeitarbeitsfirma begibt, der muss schon wirklich alle Hoffnung aufgegeben haben.
Lasst Euch nicht unterkriegen von diesen Ausbeutern und schaut lieber nochmals genauer nach, wo sich eine seriöse Firma um Mitarbeiter bemüht.
Die Firmen, welche auf Zeitarbeiter bewusst mittlerweile verzichten und dafür Festangestellte anwerben, werden nämlich auch immer mehr.

Eine viehzucht ist dagegen noch Zuckerschlecken.
Kommentar ansehen
23.05.2011 13:46 Uhr von Jlaebbischer
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn die Zeitarbeitsfirmen mal in sich gehen und EINIGE Dinge ändern würden... Allen voran die Entlohnung, dann könnten die sich zu sehr interessanten Unternehmen mausern. War mal 6 Monate bei so einem Unternehmen, bevor wir uns dann "getrennt" haben. Zum Abschied wollten die mir auch noch eine beim Amt reinwürgen. Das ging aber nach hinten los, da das Unternehmen in der Zeit gegen mehrere Gesetze verstiess. Leider verlief die Anzeige im Sande...

Danach hab ich mich immer geweigert, zu diesen Terminen bei einem "interessanten Unternehmen" zu erscheinen. Hat zwarf jedesmal eine Sperre bedeutet, aber dank vielen Freunden konnte ich jede Sperrzeit überbrücken, auch wenn ich das geliehene Geld noch jahre später zurückgezahlt
habe.

Aber alles in allem war es zumindest sehr interessant, mal in vielen Branchen ne Zeitlang zu arbeiten. Wobei da sowohl Jobs dabei waren, die mir sehr gefallen haben, wie auch solche, wo ich froh war, wenn der Einsatz dort beendet war.

[ nachträglich editiert von Jlaebbischer ]
Kommentar ansehen
23.05.2011 17:42 Uhr von Kojote001
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Die wundern sich das ein Bewerberrückgang stattfindet ?? Da würde ich mal empfehlen das manche "Sklaventreiber" ihr Geschäftsgebahren überdenken sollten.

Und gerade Randstat und Adecco, sie gehören zwar zu den Größten Leihfirmen in Deutschland, aber gerade dort wird gut und gerne gesagt das man nicht mehr zahlen kann als wie im Tarif steht. Und dann kommt noch die fadenscheinige Ausrede das der Kundenbetrieb nicht mehr zahlt. Aber am Ende des Geschäftsjahres Milliardengewinne einfahren. Ist schon irgendwie komisch, auf der einen Seite können sie nicht mehr zahlen da die Einnahmen durch den Kundenbetrieb es nicht zulassen aber auf der anderen Seite Millionen oder Milliardengewinne verkünden.

Ich weiß jetzt nicht genau wieviele von diesen Leiharbeitsfirmen in Deutschland existieren, lassen wir es mal so an die 300 sein, dann sind vielleicht 90 bis 100 von der seriösen Sorte die ihre Mitarbeiter nicht wie Vieh behandeln und nach ihrer Leistung/Qualifikation entlohnen.

Es gibt aber noch mehr Gründe warum da ein Rückgang zu erkennen ist. Die Leute die arbeit suchen erkennen langsam das in den meisten Firmen nur abgezockt wird und lassen dies mit sich nicht mehr machen. Und dies ist auch gut so, denn nur so merken die Firmen das man mit den Leuten, die einen eigentlich finanzieren, nicht nach Strich und Faden verarschen kann.

Mal ein kleines Beispiel. Ich hatte mich letztes Jahr bei so ner "Sklavenbude" vorgestellt. Erstmal hieß es ich soll nen Lebensdlauf mitbringen und als ich dann dort saß musste ich den berühmten Personalbogen ausfüllen. Nachdem ich einiges offen gelassen hatte, da dies schon im Lebenslauf stand bekam ich die erste doofe Frage gestellt wieso ich es nicht ausgefüllt habe. Dann kam die Frage nach meinen Gehaltsvorstellungen, also nannte ich diese ( gelernter Elektriker ) und sagte das ich Heimatnah nicht unter 9,50€ und Montage nicht unter 11€ arbeiten würde. Als Antwort bekam ich ein dämliches Grinsen und die Worte das man dies nicht zahlen könne. Bei Heimatnahen Einsätzen wären nicht mehr als 8,60€ und bei Montage nicht mehr als 9,60€ drinn. Aber im selben Atemzug sagte er das ich im Monat so oder so an die 2200€ NETTO verdienen würde.Mal ganz ehrlich verarschen kann ich mich selber, denn im Montagefall wären es gerade mal knappe 1500€ BRUTTO, also gute 1000€ Netto. Dazu wären dann noch 3,50€ Auslöse die Stunde gekommen wovon ich Unterkunft und Benzin hätte zahlen müssen.Also sagen wir 3,50€ mal 210 gearbeitete Stunden = 735€. Okay das klingt erstmal gut und rechnet man das zu den gut 1000€ Netto hinzu ist man schon bei ungefähr 1800€. ABER zieht man dann seine Kosten ab, z.B. 120€ Fahrtkosten pro Woche und 20€ pro Übernachtung ( also 80€/Woche ) sind wir bei 200€ Abzug pro Woche. Das macht auf den Monat mal die Kleinigkeit von 800€, geht natürlich auch mehr.Also bin ich unterm Strich der gearschte da ich immer Geld mitbringen muss um zu arbeiten.

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Merkel warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr in Deutschland
Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?