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"Marshall-Plan": Produktionsverlagerung nach Griechenland statt nach Asien

Griechenlands Staatskassen sollen in weniger als zwei Monaten leer sein (ShortNews berichtete). Es ist offensichtlich, dass die Griechen Geld brauchen, aber woher soll es kommen, ist die aktuelle Frage in der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor einer denkbar einfachen Umschuldung.

Auch der Finanzminister Wolfgang Schäuble sprach sich gegen eine Umschuldung aus. Allianz-Vorstandschef Michael Diekmann hat da eine ganz andere Idee, er ist der Meinung, dass man eine Art Marshall-Plan für Griechenland benötigt.

Dazu sagte er, "es müsste Arbeit und Produktion aus ganz Europa in das Land verlagert werden. Was spricht dagegen, Fabriken nach Griechenland statt nach Osteuropa oder Asien auszulagern? Das würde den Griechen enorm helfen."


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WebReporter: Captain-Iglo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Plan, Asien, Vorschlag
Quelle: www.focus.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.05.2011 18:36 Uhr von Captain-Iglo
 
+40 | -6
 
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1. Vernünftiger Vorschlag: So kann man dem Land effektiv helfen, ohne die Steuerzahler in der EU zu belasten. Mir ist es lieber, dass die Arbeitsplätze, die eh verlagert werden, in Europa bleiben und nicht nach China und Co. gehen.

[ nachträglich editiert von Captain-Iglo ]
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22.05.2011 18:38 Uhr von ZzaiH
 
+28 | -7
 
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jawohl: wir haben hier in zentaleuropa soviel arbeit - wir wissen garnicht wohin damit, niemand ist arbeitslos und es regnet geld - da können wir doch ein paar lächerliche mio jobs verzichten und es den armen griechen geben
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22.05.2011 19:00 Uhr von CoffeMaker
 
+8 | -1
 
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"So kann man dem Land effektiv helfen, ohne die Steuerzahler in der EU zu belasten."

Das geht so oder so auf die Steuerzahler, ob du nun hier die Arbeitslosen hast oder in Griechenland. Dieses System flickt nur noch und versucht sich mit aller Macht am Leben zu halten statts das man sich mal den Kopf macht die Gesellschaftsordnung zu wechseln bzw. zu verbessern.
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22.05.2011 20:10 Uhr von Highmaster
 
+12 | -0
 
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und in Bremen gewinnen die Grünen, da können wir die Arbeit bald mit dem Fahrrad nach Griechenland bringen. Armes Deutschland, ich muss hier irgendwie schnell weg.
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22.05.2011 20:11 Uhr von :raven:
 
+6 | -2
 
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Theoretisch könnte dieser Vorschlag funktionieren: leider entbehrt er grundlegend jeden Ansatz von Realität.

So könnten die Griechen vielleicht die nächste Währung retten, aber der Euro ist schon tot. Nur der politische Wille hält diese Mißgeburt einer Währung noch am leben, volkswirtschaftlich und finanztheoretisch schüttelt man schon seit langem den Kopf.
Eine europäische Einheit hätte über einen langen Zeitraum zusammenwachsen müssen und nicht von einigen wenigen im Hauruckverfahren durchgeprügelt werden dürfen. Schon gar nicht mit dem Euro als "Wirtschaftsentschädigung" an alle EU-Länder mit Deutschland als Zahldeppen und willkürlich und völlig undemokratisch eingesetzten EU-Chefs!

Aber noch verteilen unsere Politiker deutsche Steuergelder in alle Himmelsrichtungen, wieder mal gegen den allgemeinen Volkswillen, aber das zählt ja schon lange nicht mehr...
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22.05.2011 20:25 Uhr von Aviator2005
 
+6 | -1
 
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Armes Griechenland 50% Arbeitslose und 50% streiken.

Wie sollen die jemals wieder auf den grünen Zweig kommen??

So auf jeden fall nicht.

Erst Sparmassnahmen ankündigen, versuchen dann diese durchzusetzen und nach erhaltener Zahlug durch die EU geben die wieder kräftig Geld aus (alleine schon, um Bürgeraufstände zu verhindern).

Die Griechen müssen raus aus dem Euro, genauso wie die Portugiesen, Spanier, Italiener etc...

... Uuupss.. dann bleibt zum Schluss nur noch?

Deutschland...

.. und was sagt uns das?

Wir treten aus dem Euro aus und kehren wieder zur guten alten DMark zurück.

//realitätsmode wieder ON

ephemunch -- Du hast vollkommen recht. Uns fehlen leider die cojones, um uns als Volk durchzusetzen.
Wir sind halt Herdentiere und warten darauf, bis uns mal wieder einer "führt".
Hoffentlich kommt es nicht soweit.

[ nachträglich editiert von Aviator2005 ]
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22.05.2011 20:26 Uhr von trinito
 
+3 | -1
 
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So ein Schwachsinn! Griechenland schafft es seit über einem Jahr nicht Reformen auf den Weg zu bringen, und dann soll das so schnell gehen, dass Griechenlands Pleite in acht Wochen abgewendet werden kann.

Unsere Politiker und Wirtschaftsverbrecher sind inzwischen so verzweifelt, dass die unmöglichsten Vorschläge auf den Tisch kommen.
Vor allem Allianz-Vorstandschef Michael Diekmann hat allen Grund zur allergrößten Sorge. Alle Allianz-Produkte wie Lebensversicherungen, Riesterrenten und langfristigen Sparpläne sind in gefährlichem Umfang auch in griechische Staatsanleihen investiert. Jeder Schwachkopf kann sich an zwei Fingern ausrechen, wieviel von seinem Riestervertrag übrig bleibt, wenn Griechenland pleite geht.
Übrigens bedeutet der Neusprech unserer Politiker "teilweise Umschuldung" das gleiche wie Pleite!
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22.05.2011 20:27 Uhr von Fischgesicht
 
+3 | -4
 
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ich habs immer gesagt: der gyros wird den menschen ersetzen
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22.05.2011 20:43 Uhr von Perisecor
 
+9 | -5
 
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@ ephemunch: "Die streiken seltener als wir"

Das stimmt doch gar nicht.

Der letzte Generalstreik in Deutschland war 1948, auch schon vor 2008 waren in Griechenland Generalstreiks völlig normal.


"Das sind die unfähigen Politiker, die das Geld in eigene Tasche tun und dann von Sparen reden."

Auch. Vor allem aber ist das Problem, dass Produktivität in Griechenland ein Fremdwort ist. Arbeitszeiten? Unwichtig. Termine? Das sind eher so grobe Richtlinien.
Mit den ständigen Streiks wird dann auch noch die Tourismus-Branche geschädigt - das einzige, was Griechenland so wirklich zu bieten hat.

Aus Griechenland kommen keinerlei Innovationen und investiert wird dort vom "Westen" wenig. Die Gründe haben andere und ich genannt.

Es sind auch nicht (nur) die bösen Politiker schuld - dort zahlt nämlich quasi keiner Steuern und Schwarzarbeit ist absolut üblich.

"Der Deutsche ist nur zu faul Massendemonstrationen zu organisieren bzw. bei einer mitzumachen."

Nein. Der typische Deutsche weiß, dass es ihm unglaublich gut geht und er in einem der stabilsten und besten Länder lebt - sei es Infrastruktur, Bildungs- und Arbeitsstrukturen oder Mentalität.
Es sind die Kleinigkeiten, die Deutschland so viel besser machen. Ordentliche Straßen, Energie quasi immer rund um die Uhr, eine vollständige Kanalisation, sauberes Wasser, eine Mischung aus schönen Landschaften und größeren Städten. Und keine ständigen Naturkatastrophen. Große Waldbrände? Nie. Hochwasser mit epischem Ausmaß? Nie. Erdbeben, die ganze Städte plätten? Nie. Und wenn mal was passiert, dann sorgen die strengen deutschen Richtlinien und die deutsche Gründlichkeit dafür, dass das Zeug halbwegs in Ordnung bleibt.
Während in anderen Ländern Häuser schnell zusammenfallen, baut ihr Deutschen Gebäude für die Ewigkeit.

Wofür also soll in Deutschland jemand auf die Straße gehen? Was genau sollte man verbessern?
Einen allgemeinen Reichtum wie in Liechtenstein oder Luxembourg kann man mit 81 Millionen Menschen sowieso nicht erreichen, genau so kein Sozialsystem wie
Öl-Staaten wie Norwegen es aktuell noch haben.

"Die ignorieren die Wahlen und demonstrieren stattdessen."

Deswegen ist ihr Land auch so verdammt scheiße! Warst du mal in Spanien? Selbst die Touristenhochburgen sind eine infrastrukturelle Katastrophe.

Spanien bietet ebenfalls kaum Innovationen, wenig Industrie, viele Konflikte innerhalb des Landes. Auch dort ist Tourismus das absolute Zauberwort, welcher aber immer wieder durch Skandale geschädigt wird.

Abseits von Innenstädten oder an entlegenen Gebieten ist Strom keine Selbstverständlichkeit - genau so wie Kanalisationen oder Straßen, die auch ohne Kettenantrieb problemlos befahren werden können.

"Hier in Deutschland gibt es Massendemonstrationen nur, wenn es um Atomkraft geht. "

Nö. Massendemonstrationen bedeutet dann doch schon etwas mehr als ein paar zehntausend Leute.
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22.05.2011 20:46 Uhr von Perisecor
 
+1 | -8
 
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Und immer dieser Hetze gegen den Euro von Leuten, die ihr Wissen aus irgendwelchen bescheuerten YouTube Videos ziehen.

Die D-Mark war lange nicht so stabil wie es der Euro ist und im Gegensatz zur D-Mark ist der Euro eine Weltwährung.

Wer glaubt, dass durch den Euro alles teurer wurde, hat vergessen, dass man mit 0,5 Pfennig (also 1/200DM) 1975 beim Bäcker noch ein Bonbon bekommen hat, ein Brötchen für 4 Pfennig.

Was habt ihr denn 2000 für ein Brötchen gezahlt? Falls ihr da schon in dem Alter wart, wo man Brötchen selbst gekauft hat und die nicht von Mami brav auf den Tisch gestellt wurden.
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22.05.2011 20:59 Uhr von Julian73
 
+4 | -0
 
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Es ist das Problem der Investoren: Jeder sollte ehrlich zu sich selbst sein. Jegliche Hilfe und Hilfsgelder dienen dazu, daß die Investoren ihr Geld nicht verlieren. Es geht nicht um Griechenland sondern um die Investoren. Es ist deren Problem und nicht das Problem aller Bürger, so wie die Bundeskanzlerin das darstellt.

Aber Frau Merkel sitzt nun in der Falle und sucht eine Lösung, die es nicht gibt:
http://www.start-trading.de/...
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22.05.2011 20:59 Uhr von certicek
 
+1 | -1
 
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"Das deutsche Wirtschaftswunder: Heinrich bekommt € 4,18 pro Stunde"

http://www.duckhome.de/...
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22.05.2011 21:46 Uhr von GLOTIS2006
 
+1 | -3
 
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so ein unsinn: Ja aber sicher. Das Risiko würde auch sicher jeder Unternehmer momentan eingehen. In welcher Welt lebt der Knilch eigentlich? Als wenn man Produktionen einfach von einem auf den anderen Tag auslagern könnte. Dazu kommt noch die nun auch politische instabilität des landes.
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22.05.2011 23:04 Uhr von Serverhorst32
 
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vernünftiger Vorschlag ??? Anscheinend hat da jemand vergessen, dass wir die DDR überwunden haben und der Staat seinen Bürgern eben nicht mehr vorschreiben kann/darf wo man investieren MUSS.

Welcher Unternehmer steckt freiwillig Geld in so einen maroden Staat? Wer soll da investieren wenn das Land vor der Pleite steht?

Da kann man dann zwar ne Fabrik bauen, aber es wird keiner arbeiten weil die Leute so angepisst sind, dass sie nur noch demonstrieren oder bald alles anzünden. SUUUPER

Unglaublich, dass Leute wie Merkel für solche geistigen Dünnschiss soviele tausende € jeden Monat bekommen.
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23.05.2011 01:36 Uhr von hofn4rr
 
+3 | -1
 
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woher soll es kommen >> Es ist offensichtlich, dass die Griechen Geld brauchen, aber woher soll es kommen... <<

von den banken natürlich, die griechenland erst mit in das schlamassel gebracht haben.

zuerst sollten die banken haften, und nicht wieder die steuerzahler.

wie bei allen anderen geschäften trägt die bank das risiko wenn geld verliehen wird.
wer ohne sicherheiten massenhaft geld verleiht ohne aussicht darauf jemals etwas davon wieder zu sehen
hat in der freien wirtschaft nichts verloren.

die produktionsverlagerung als lösungsvorschlag kann nur als schlechter witz gewertet werden.

im gegensatz zu politikern können unternehmen rechnen und werden eine standortverlegung nur dann in erwägung ziehen wenn es sich lohnt.
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23.05.2011 09:12 Uhr von dagi
 
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wozu soll ich griechenland: unterstützen?? das sie sich mit lug und trug in die EU geschlichen haben?? das sie mit betrug den euro bekommen haben ?? das sie mit weiterem betrug die eu milliarden kassieren ?? und weitere kredite wollen um die raten zu bezahlen?? das land kann nichts , aber auch gar nichts , mit eigenen mitteln bestreiten und bettelt weiter um geld wie ein 3. weltstaat!!! es soll auf der stufe bleiben wo es ist !!! 3.welt !!!

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