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Soziale Unruhen: Die "Spanische Revolution" nimmt Fahrt auf

Die spanische Jugend ist nicht länger bereit, sozialen Kahlschlag im Schatten staatlicher Bankenrettungen hinzunehmen. Trotz schlechtem Wetters und Demonstrationsverbot protestierten am Mittwoch erneute Tausende gegen die von den großen Parteien ausgegebene Losung, die Beschneidung sozialer Rechte sei alternativlos.

Ein Protestzentrum der friedlichen Kundgebungen war die Puerta del Sol im Herzen Madrids, wo Demonstranten ein Zeltdorf errichteten. Auf einem Transparent war zu lesen: "No somos antisistema, el sistema es antinosotros", übersetzt: "Wir sind keine Systemgegner, das System ist gegen uns".

Doch auch in den großen sozialen Netzwerken des Internets solidarisieren sich zunehmend mehr entpolitisiert geglaubte Jugendliche mit der sogenannten "Spanischen Revolution". Möglicherweise, so glaubt Ex-Premierminister Felipe González, wachse hier eine neue politische Kraft heran.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spanien, Demonstration, Revolution, Fahrt
Quelle: www.badische-zeitung.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.05.2011 07:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+25 | -0
 
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In Leserbriefen spanischer Zeitungen zeigt man sich geradezu fassungslos bzgl. der Untätigkeit deutscher Arbeitnehmer, die – anders als in Spanien - bereits das 11. Jahr in Folge mit Lohn-, Sozial u. Rentenkürzungen für ein System gerade stehen, welches vor allem Sie für Fehlspekulationen und hemmungslosen Neoliberalismus in Regress nimmt. "Helft Heinrich" ist der Slogan einer belgischer Gewerkschaft, die zur Solidarität mit lohngedumpten deutschen Arbeitnehmern aufruft (http://is.gd/...).
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20.05.2011 08:24 Uhr von Earaendil
 
+6 | -13
 
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spanische revolution ist etwas hochgegriffen...dass hätte man wohl gern,wird aber nicht passieren :)

definition revolution : Eine politische Revolution ist die durch friedliche oder militante Mittel erzwungene grundlegende Änderungen einer bestehendenden staatlichen Ordnung und ist meist auf die Einführung eines neuen politischen Systems, Staatsform und/oder des personalen Wechsel der Inhaber der Staatsgewalt ausgerichtet. Der Wandel vollzieht sich außerhalb der vorgesehenen Rechtsformen des alten Systems, d. h. nach dessen Definition illegal und kann von relativ zahlenmäßig kleinen Gruppen ausgehen. (Wiki)

ein paar demos als revolution zu bezeichnen ist also fast lächerlich.
zudem stellt sie den sachverhalt nicht richtig dar.
es werden ja noch nicht mal klare forderungen gestellt,es gibt keine ziele dieser bewegung..nur protest und das unbestimmte gefühl doch ganz "pööööse" behandelt zu werden.

kann ich nur lachen,wirklich...auch das in ägypten war keine revolution..sondern ein internationales aushebeln ,eine gemeinschaftsarbeit vieler länder...
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20.05.2011 08:28 Uhr von Kodiak82
 
+2 | -3
 
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20.05.2011 09:01 Uhr von CoffeMaker
 
+10 | -1
 
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@Earaendil umgangssprachlich kann "Revolution" auch "die Weigerung bestimmte Sachen weiter hinzunehmen" bedeuten, und zwar aus der gefühlten Sicht der Obrigkeit.

"
http://neodemokraten.blogspot.com/ "

Sehr interessante Sache.
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20.05.2011 09:06 Uhr von usambara
 
+14 | -0
 
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vor dem Reichstag ist auch eine schöne große Wiese- aber die Bannmeile verhindert ja, das die Herrschenden ihr Volk nicht sehen müssen...
@Earaendil
in Spanien ist es schon eine kleine Revolution, wenn die 2-Parteienherrschaft ausgehebelt wird, die regelmäßig andere Parteien verbieten lassen.


[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.05.2011 09:08 Uhr von nyquois
 
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Hat: aber lange gedauert, bis mal jemand darüber berichtet. Soviel dazu, dass es keine Zensur gibt.
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20.05.2011 09:22 Uhr von :raven:
 
+10 | -0
 
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@nyquois: "lange gedauert, bis mal jemand darüber berichtet"

Den gleichen Gedanken hatte ich auch...

Anderereseits könnte man dem Michel den "Revolutionsgedanken" mehrmals täglich ins Gesicht prügeln und er würde leider nur denken... "wie, neue DSDS-Staffel???!?!?!!!"...

Ich frage mich immer öfters, wie wir der nachfolgenden Generation erklären wollen, dass wir, die Bevölkerung, nichts unternommen haben.
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20.05.2011 12:40 Uhr von bummerlunder
 
+1 | -0
 
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klar - man will: uns ja auch nicht auf dumme gedanken bringen. allzu lange ists auch nicht mehr hin, dass es hier vermehrt demos geben wird. zwar scheinen mir die deutschen schwer mobilisierbar, aber wenn nicht bald mal ein vernünftiger mindestlohn geregelt wird und die soziale absicherung immer weiter schrumpft reichts vielen. und irgendwo haben auch wir deutsche ne grenze. hoffe ich mal ;)
cheers
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20.05.2011 13:03 Uhr von Klecks13
 
+2 | -0
 
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@ bummerlunder: leider erst, wenn der Bierpreis erhöht wird..
http://de.wikipedia.org/...

;-)
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20.05.2011 13:14 Uhr von bummerlunder
 
+2 | -0
 
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lol jaha aber ganz erhlich: dann würd ich höchst persönlich die steine vom vorplatz des bundestags aufsammeln und auf diesen schmeißen.

nee spass. aber die lebenmittelpreise und tabakwaren sind ja schon wieder verteuert worden.

[ nachträglich editiert von bummerlunder ]
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20.05.2011 14:36 Uhr von Ginseng
 
+2 | -0
 
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So sind wir Deutschen: Kaum hat ein AKW Schnupfen, stehen auch schon 500000 Gutmenschen mit "Rettet die Wale" Plakaten auf der Strasse. Die Plakate sind zwar noch von der letzten Sinnlosdemo, aber man hat´s den Politikern mal so richtig gezeigt. Der Gipfel der Blödheit sind doch diese Schwaben, nur weil sie mal X-Milliarden gehört haben, sind sie plötzlich alle gegen Stuttgart 21, dabei ist dieser Bahnhof dringend nötig für die Region.

Dabei ist es dringenst nötig dieser unfähigen und korrupten Bande in Berlin mal ihre Grenzen aufzuzeigen! Dort laufen doch nur noch Lobbyisten des großen Geldes herum und geben Befehle an ihre Erfüllungsgehilfen. Spuren diese nicht, gibts keine Parteispenden mehr und der Wahlkampf ist Essig. Ergo ein Verbot von Parteispenden und Lobbyisten muß her, was aber mit unseren Volkstretern völlig aussichtslos ist!
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20.05.2011 15:20 Uhr von bummerlunder
 
+2 | -1
 
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ja da stimme: ich dir zu, an dem parteispenden system muss sich was ändern. auch bin ich für eine volksabstimmung bei wichtigen sachen, ähnlich wie iner schweiz. schade dass es keine ernsthafte partei gibt, die solche dinge mal in angriff nimmt. andererseits, wählen die meisten eh immer spd und cdu im wechsel. und die meisten informieren sich nicht genau über parteiprogramme alternativer parteien. mit alternativen parteien mein ich jetzt nicht, irgendwelche ökufreaks, kommunisten oder so. obwohl diese parteien schon einige gute ansätze haben.
zu stuttgart 21: die riesongroße sauerei war ja, dass da milliardenausgaben geplant waren und die bevölkerung keinerlei mitsprache recht hatte.

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