Soziale Unruhen: Die "Spanische Revolution" nimmt Fahrt auf
Die spanische Jugend ist nicht länger bereit, sozialen Kahlschlag im Schatten staatlicher Bankenrettungen hinzunehmen. Trotz schlechtem Wetters und Demonstrationsverbot protestierten am Mittwoch erneute Tausende gegen die von den großen Parteien ausgegebene Losung, die Beschneidung sozialer Rechte sei alternativlos.
Ein Protestzentrum der friedlichen Kundgebungen war die Puerta del Sol im Herzen Madrids, wo Demonstranten ein Zeltdorf errichteten. Auf einem Transparent war zu lesen: "No somos antisistema, el sistema es antinosotros", übersetzt: "Wir sind keine Systemgegner, das System ist gegen uns".
Doch auch in den großen sozialen Netzwerken des Internets solidarisieren sich zunehmend mehr entpolitisiert geglaubte Jugendliche mit der sogenannten "Spanischen Revolution". Möglicherweise, so glaubt Ex-Premierminister Felipe González, wachse hier eine neue politische Kraft heran.