20.05.11 07:21 Uhr
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Trumpf startet revolutionäres Arbeitszeitmodell - Arbeiten, so lange man will

Maschinenbauer Trumpf will ab den 1. Juli ein einzigartiges Arbeitszeitmodell einführen. Bei dem revolutionären Modell können Arbeitnehmer zuerst wählen, wieviel Stunden sie pro Woche arbeiten wollen. Sie können mindestens 15 und dürfen höchstens 40 Stunden arbeiten.

Weiterhin gibt es ein Zeitkonto, welches 1.000 Stunden umfasst. Dieses kann man so lange befüllen, wie man möchte. Auszeiten von bis zu sechs Monaten sollen für den Arbeitnehmer somit jederzeit möglich sein. Beispielsweise kann eine Weltreise unternommen werden.

"Damit geht das Unternehmen auf die unterschiedlichen Interessen in verschiedenen Lebensphasen ein. Wer auf den Hausbau spart, hat andere zeitliche Wünsche als jemand, der Angehörige pflegen muss", sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Arbeitsmarkt, Arbeitszeit, Arbeiten
Quelle: www.bild.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.05.2011 07:36 Uhr von Lord_Prentice
 
+95 | -4
 
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Genial mehr kann man dazu nicht sagen!

Ich wünscht das würde im Grundgesetz verankert damit endlich nicht mehr die Arbeit unser leben bestimmt sonder wir wieder unser leben bestimmen!
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20.05.2011 07:58 Uhr von achjiae
 
+32 | -3
 
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So lange: die Qualität der Ware nicht drunter leidet und der Arbeiter/Angestellte selber entscheiden darf, ist das eine sehr gute Idee.

Wer hat sich hier noch nicht drüber geärgert, bzw. davon gehört, wenn das Zeitkonto gegen Ende des Jahres noch was drauf hat, man die Überstunden aber nicht nehmen kann und die Zeit somit verfällt?
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20.05.2011 08:01 Uhr von shriker
 
+4 | -4
 
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Sehr geil! KWT
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20.05.2011 08:02 Uhr von xyr0x
 
+15 | -0
 
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Das Lobe ich mir....
Es sollten mehrere Firmen nachziehen und das gleiche Model ebenfalls erproben.

Jedoch ist es mir rätelshaft wenn ein Arbeiter die 40 Stunden arbeitet, was ja das Maximum ist was die Firma zulässt wie man dann die 1000 Stunden für eine 6 monatige Weltreise zusammen bekommen soll. Es handelt sich ja um einen 2-3 Schichtbetrieb wo man nach 8 Stunden dann quasi abgewechselt wird.
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20.05.2011 08:06 Uhr von Okardius
 
+7 | -5
 
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@xyr0x: Wieso sollte das nicht gehen die 1000 Stunden in 6 Monaten zu bekommen ?

40h * 26 Wochen (6 Monate) = 1040 Stunden.

Klappt doch ;-)
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20.05.2011 08:21 Uhr von One of three
 
+25 | -1
 
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@ Crushial: Machst Du eine Art "Qualitätsoffensive"?

Du schaffst es selbst aus einer Müll-Quelle eine sehr gut geschriebene und wirklich interessante News zu zaubern - das hast Du jetzt mehrfach bewiesen.

Respekt dafür!

Warum dann der restliche eklige Schrott? Nur der Quantität wegen?
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20.05.2011 08:22 Uhr von Mehrsau
 
+5 | -16
 
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20.05.2011 08:26 Uhr von xyr0x
 
+4 | -0
 
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@Okardius
das ist soweit in Ordnung. Aber hier ist doch die Rede von 1000 Überstunden mit denen man dann 6 Monate frei machen kann.

Nach 6 Monaten = 40 Überstunden müsste ein Arbeiter 13 Jahre arbeiten um dann für 6 Monate auf Weltreise gehen zu können. (Wenn ich mich in den frühen Morgenstunden ohne Kaffee nicht verrechnet habe)

Ob das so viele erreichen? Aber der Grundgedanke ist schonmal ein guter Weg für eine mitarbeietrfreundliche Firma.

[ nachträglich editiert von xyr0x ]
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20.05.2011 08:39 Uhr von Crushial
 
+3 | -2
 
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@xyrox: Die beiden Zauberwörter heißen "bis zu" sechs Monate (steht auch in der News).
Die 1.000 Stunden auf dem Zeitkonto müssen nicht erreicht werden. Man kann frei machen, wann man möchte. Beispielsweise auch nur sechs Wochen ;).

[ nachträglich editiert von Crushial ]
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20.05.2011 08:47 Uhr von xyr0x
 
+0 | -1
 
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@Crushial
ja natürlich. Verständlich. Aber wir gehen ja einfach mal vom Optimalfall der 6 monatigen Weltreise aus :)
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20.05.2011 09:07 Uhr von Finalfreak
 
+4 | -0
 
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Bitte auch in meinem Betrieb: Hier ist noch das alte Modell der sturen 40 Stunden Woche.
Immer die gleichen Arbeitszeiten, immer die gleichen Pausenzeiten ...
Als junger Arbeitnehmer kaum zu ertragen, man möchte auch mal Abwechselung, das könnte die Motivation enorm steigern.
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20.05.2011 09:37 Uhr von jens3001
 
+7 | -1
 
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Dieses revolutionäre Arbeitszeitmodell: heißt "Gleitzeit" und ist in vielen Firmen weltweit bereits eingeführt.

Ich verstehe nicht was daran neu sein soll. Jede Firma mit Gleitzeit handled das so.
Die Anzahl der Stunden die man maximal + oder - haben darf kann sich jede Firma selbst aussuchen.

Allerdings ist es halt auch so das die Angestellten / Arbeiter dann selber auch vernünftig damit umgehen müssen.
In einem Büro mit 20 Leuten können nicht 15 nach 6 Stunden heimgehen und die anderen 5 nach 12.

Es muss da also schon Vorgaben geben.

Oder auch was die Produktion betrifft. Was hilft es wenn von 1000 Fliessbandarbeitern 500 um 6 Uhr anfangen, 300 um 22 Uhr und 200 um 18 Uhr?
Das muss gesteuert werden.

Oder Kundenkontakt. Wen sollen die Kunden erreichen wenn die Angestellten auf einmal beschliessen es ist viel besser um 5 Uhr anzufangen und um 10 Uhr Schluss zu machen?


@Okardius:
"Wieso sollte das nicht gehen die 1000 Stunden in 6 Monaten zu bekommen ?

40h * 26 Wochen (6 Monate) = 1040 Stunden."

Die 1000 Stunden für die Weltreise müssen dann aber auf dem Pluskonto stehen.
Das was du vorgerechnet hast ist die Regelarbeitszeit...

Du müsstest also erst einmal 1000 Stunden zusätzlich erarbeiten.
Oder alternativ 1000 Stunden Minus machen und dann aufarbeiten.


Ich sehe die Neuheit bei diesem Modell nicht ganz. Kann mich da einer aufklären?
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20.05.2011 10:04 Uhr von liwona90
 
+4 | -0
 
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... nun, in einer großen Firma wie Trumpf kann man ein solches Modell deswegen einführen, weil dort genügend Mitarbeiter beschäftigt sind. Klar wird es welche geben, die dann lieber weniger machen, aber auch genug, die in genau der Zeit mehr machen wollen.

Und ja, sicher rechnen die Personalplaner auch mit Leiharbeitern, aber wenn unsere Regierung endlichen mal einheitliche Löhne festlegen würde, wäre das kein Problem.

Im übrigen für alle, die sich fragen, wie man 6 Monate frei machen soll, wenn nicht mehr als 40 stunden in der Woche gearbeitet werden soll: Das gilt für die REGELARBEITSZEIT! Überstunden werden immer wieder gemacht werden müssen.

Das revolutionäre daran sehe ich nur, dass sie wohl im Falle eines Falles dem Arbeitnehmer frei stellen, auch mehr als 2-3 Wochen überstunden abzubauen. Aber es gibt auch das Modell des Sabbatjahres, das ich ebenfalls gut finde und in Punkto Weltreise auch nicht schlecht ist.
Hierbei arbeitet man 2 Jahre "gewohnt" weiter (Vollzeit z.B.) für 2/3 des Gehaltes. Das dritte Jahr ist das "Sabbatjahr" in dem man nicht arbeitet trotzdem 2/3 des Gehalts bekommt. Man spart sich sozusagen das Jahr zusammen.
Das geht auch auf 7 Jahre angelegt, wenn man nicht auf 1/3 des Gehalts verzichten kann, sondern nur auf 1/7.

Diese Methode machen Lehrer sehr oft (also ich habe in meiner Schulzeit 2 kennengelernt) und wird jedem höheren Beamten angeboten. Voraussetzung: Mind. 10 Jahre dienstzeit.

Aber auch in der Wirtschaft gibt es Firmen, die das ihren Mitarbeitern anbieten. Finde ich besser als den Druck, unbedingt Überstunden aufbauen zu müssen bis zu einem bestimmten Datum, weil man dann auf Weltreise möchte ...
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20.05.2011 12:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Das funktioniert aber dann nicht - wenn 5 Leute zusammen arbeiten müssen
- Anrufzeiten für Kunden bestehen (8:00 - 16:00)
- Das Projekt einen engen Termin hat
- verschiedene Abteilungen terminlich zuarbeiten müssen
- teure Arbeitsmaschinen ausgelastet sein sollen
- Schichtdienst besteht ....

Wäre doch mal spannend, wenn der Sicherheitsdienst um 14:00 Uhr Feierabend nach Gleitzeit macht und die Büros schliesst - statt um 18:00 Uhr.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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20.05.2011 12:25 Uhr von freax
 
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Man kann: ja auch eine 30 Stunden Woche als Basis nehmen, heisst, es werden eben nur die 30 Stunden bezahlt. Tatsächlich arbeitet man aber die vollen 40 Stunden und bekommt so jede Woche 10 Stunden auf das Überstundenkonto. Somit hätte man die vollen 1000 Stunden nach 100 Wochen, also ca. 2 Jahren, erreicht. Das ist eine überschaubare Zeit, wenn eine Weltreise der größte Wunsch ist. Voraussetzung ist, man kommt mit 75% seines Gehaltes aus. Dann könnte man sogar alle 2-3 Jahre für 6 Monate aussteigen. Eigentlich eine ziemlich geile Vorstellung finde ich.

Bei dem Teilzeitmodell in meiner Firma ist es so, dass ich dann eben pro Woche weniger arbeite, was auch toll ist, aber eben keine so langen Auszeiten möglich macht. Andererseits kann ich, wenn mein Chef das genehmigt, auch unbezahlten Urlaub nehmen. Wenn ich ansonsten voll arbeite, könnte ich das Modell auch so abbilden. Bin dann aber vom Goodwill meines Chefs abhängig.
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20.05.2011 12:57 Uhr von Chuzpe87
 
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Direkt mal bewerben ^^
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20.05.2011 14:23 Uhr von Alice_undergrounD
 
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ganz toll: und wie halten sie es mit arbeiten so kurz man will?
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20.05.2011 16:45 Uhr von jens3001
 
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Aufklärung: Es scheint hier ein Missverständnis zu geben.


Man kann natürlich NICHT entscheiden wie lange man arbeiten möchte.

Es bedeuted nur, das man Minus, bzw. Plusstunden aufbauen kann ohne das diese verfallen oder es sonstwelche Konsequenzen nach sich zieht.

Plusstunden (und auch Minus) bleiben auch über den Jahreswechsel hinweg erhalten.

So kann man beispielsweise in der Hochsaison Überstunden aufbauen ohne Angst zu haben das man die umsonst macht und sie irgendwann gestrichen werden.

Und natürlich kann man dann an Tagen / in Wochen in denen weniger los ist früher gehen anstatt seine Zeit abzusitzen.

Es bedeuted nicht das man nur noch 30 Stunden pro Woche arbeitet weil man auf mehr keinen Bock hat.
Man kann das natürlich tun, muss aber irgendwann mal die Stunden nachholen.
Bzw. sicher wird die Firma auch nicht erlauben das man einfach geht wenn noch Arbeit offen ist, bzw. Kunden anrufen, die Tagesproduktion nicht erreicht ist, etc.

Aber dieses Modell gibt es seit Jahren in vielen Firmen. Aus Banken kenne ich das schon seit mind. 6 - 7 Jahren.
In meiner Firma wurde das vor 3 Jahren eingeführt.

Mir persönlich gefällt das sehr gut. Ich kann je nachdem wie die Arbeit an meinem persönlichen Arbeitsplaz anfällt selbst entscheiden wann ich anfange.
Wenn ich sage es ist für mich besser um 7 Uhr anzufangen dann ist das so.
Und wenn nichts zu tun ist gehe ich auch mal um 14 Uhr ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Natürlich kommen auch andere Zeiten in denen ich schonmal bis 20 oder 21 Uhr im Büro bleibe..

Und wenn sich das nicht die Waage hält, kann ich die Überstunden als zusätzlichen Urlaub abfeiern.
Minusstunden sind aber im Gegensatz nicht zu meinen Ungunsten.
Im schlimmsten Fall, wenn die Minusstunden tiefer fallen als die vereinbarte Maximalgrenze (was bei Triumph ja fast unmöglich ist) dann bedeuted es ich bin nicht ausgelastet und bekomme mehr Arbeit, bzw. eine anderen Aufgabenbereich.
Was aber zum Glück nicht der Fall ist bei mir ;)
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20.05.2011 19:20 Uhr von kotffluegel
 
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organisation ist alles: ich mein es ist bestimmt nicht so, dass man sagt heute hab ich kein bock ich geh nur 3 h arbeiten.. dass muss man bestimmt schon vorher etwa ansagen.... damit "schichtpläne" erstellt werden können..

ich würd aufjedenfall im sommer nur 5-6h arbeiten dafür bei schlechtem wetter 8-10h ...

es wird halt bestimmt auch davon ausgegangen, dass der arbeitnehmer auch selbst einschätzen kann, jetzt hab ich ein projekt in der abwicklung, ich mach jetzt mal ne periode länger danach kann ich auch mal kürzer treten.. ich denke eine art von selbsteinschätzung und verantwortungsbewusstsein für das was man da tut, sind da vorraussetzung...

klar gibt es bereiche wo sowas nicht funktioniert, aber wenns geht, warum nicht...
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20.05.2011 23:31 Uhr von Sensai-RW
 
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gibts bei uns schon lange: so eine regelung gibt es bei uns schon lange.

offiziell haben wir die 40 stunden woche. da wir zur schichtübergabe 15 min früher am abreitsplatz sind, git das schon mal 75 min aufs konto. dann kommt zur zeit alle 3-4 wochen mal nen samstag mit 6 stunden. sind dann im monat 11 stunden auf´m konto.

hab selbst momentan um die 280 stunden auf´m konto. wenn ich frei will, muss ich das mit dem abteilungsleiter abstimmen. gab bisher noch nie probleme.

damit spare ich wervolle urlaubstage :-)

achja minusstunden gehen bis -40, plusstunden sind aktuell auf 500 stunden begrenzt.

man kann aber auch hingehen und sagen: chef, alles was über 80 stunden ist, bitte auszahlen. wenn man dann bei 85 stunden ist, werden 5 ausbezahlt, der rest bleibt auf der uhr
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24.05.2011 00:05 Uhr von Mat_h
 
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Reine eigen PR Die Trump sitzt im Aufsichtsrat vom Axel Springer Verlag...

Kein Wunder das die von der Bild so hochgelobt wird...

http://www.bildblog.de/...

[ nachträglich editiert von Mat_h ]

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