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Stasi verscherbelte in großem Stil geraubte DDR-Kunst im Westen

Immer wieder ließ die Stasi DDR-Kunst bei Auktionen im Westen versteigern, um so an die begehrte D-Mark zu kommen. Selbst vor naziähnlichen Methoden schreckte man nicht zurück, indem man Kunstwerke zunächst bei den rechtmäßigen Eigentümern pfändete und dann in der BRD verkaufte.

Bei einem Symposium in Potsdam kamen nun etliche erschütternde Vorfälle ans Licht der Öffentlichkeit. Unter dem Vorwand von Steuerschulden nahm man Künstlern ihre Sammlungen ab. Über eine Tarnfirma wurden die Kunstwerke dann westlichen Galerien und Auktionshäusern angeboten.

Zwischen 30 und 40 Millionen Mark nahm die DDR dabei jährlich an D-Mark ein. Aber auch die Westsammler hätten sich zumindest moralisch mitschuldig gemacht. Nie fragten sie nach der zweifelhaften Herkunft der Raubkunstwerke.


WebReporter: pirata
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kunst, DDR, Stasi, Westen, Stil
Quelle: www.tagesspiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2011 20:14 Uhr von pirata
 
+3 | -1
 
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Krass: Das ist ne ziemlich heftige Sache, die nicht einfach aufzuarbeiten ist, wenn man an die lange Geschichte um die Rückgabe geraubter Nazikunst denkt. Moralisch verwerflich, aber rechtlich kaum zu greifen.
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19.05.2011 20:25 Uhr von Klassenfeind
 
+10 | -5
 
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Hallo !!! Was ist mit den Auktionshäusern, wieso haben die solche Sachen überhaupt versteigert ?..also ebenso Schuldig..

Erst kommt das Geld, dann die Moral...
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19.05.2011 20:31 Uhr von pirata
 
+3 | -1
 
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Stimmt eigentlich wenn ich auf dem Flohmarkt ein geklautes Fahrrad kaufe, bin ich ja auch nicht der rechtmäßige Eigentümer, weil ich ja Hehlerware mir andrehen ließ.
Dumm nur, wenn staatliche Stellen der Hehler sind und auch noch von der Staatsanwaltschaft oder Gericht einen Pfändungsbeschluss mit Stempel bekamen.

[ nachträglich editiert von pirata ]
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19.05.2011 20:34 Uhr von CoffeMaker
 
+8 | -5
 
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Solche Nachrichten sollte man vorsichtig genießen. In der DDR gab es garantiert auch Steuersünder unter den Künstlern, das muss jedem klar werden der sich die Steuertabelle der DDR ansieht (Steuersatz bis zu 90%).
Nur weil die Stasi die Steuern eingetrieben hat heißt es noch lange nicht das die Steuersünder schuldfrei waren, aber man macht es ja gerne mit Geschichten aus der DDR, wo selbst der Gang zur Toilette verbrecherisch war.....
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19.05.2011 20:37 Uhr von certicek
 
+7 | -1
 
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Das ist keine News. Die KoKo-Abteilung der Staatssicherheit war dafür hauptverantwortlich. Kopf des ganzen war der Herr Schalck-Golodkowski. Dieser machte sich nach der Wende aus dem Staub - Ziel BRD. Dort hatte er mächtige Freunde.
Er war auch ein persönlicher Freund der Familie Strauß.
Ein Auslieferungsantrag der DDR-Generalstaatsanwaltschaft wurde abgelehnt. Im Januar 1990 zog das Ehepaar Schalck-Golodkowski nach Rottach-Egern am Tegernsee.

Den großen Rest und mehr, weiß das Internet.
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20.05.2011 07:51 Uhr von DerMaus
 
+0 | -2
 
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Naban tausenden von "Hach die DDR war so schön"-shows und "So schlimm wars drüben doch garnicht"-talks schreibt zumindest jemand nochmal was tatsächlich Relevantes über das Terrorregieme in der DDR.

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