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Wegen Warnstreik: "Süddeutsche Zeitung" muss am Freitag Notausgabe veröffentlichen

Am kommenden Freitag werden Leser der "Süddeutschen Zeitung" wohl mit einer abgespeckten Ausgabe ihrer Tageszeitung Vorlieb nehmen müssen. Grund ist ein Warnstreik, der von 600 Journalisten, Verlagsleuten und Druckern durchgeführt werden soll.

In einer "historischen Tarifrunde" soll über die Zukunft der Nachwuchsjournalisten verhandelt werden. Diese müssten nämlich drastische Kürzungen bei Gehalt und Altersvorsorge, eine Streichung des Urlaubsgeldes bei weniger Urlaub und ein Heraufsetzen der Arbeitszeit durch die Verleger in Kauf nehmen.

"Journalisten waren immer da, wenn man sie brauchte, sieben Tage die Woche, sie gingen erst nach Hause, wenn die Zeitung fertig war. Dafür wurden sie ordentlich entlohnt. Das war der Konsens. Den kündigen die Verleger jetzt auf", so der Geschäftsführer des Deutschen Journalistenverbandes.


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WebReporter: maude
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Zeitung, Journalismus, Süddeutsche Zeitung, Tarifverhandlung, Warnstreik
Quelle: www.spiegel.de
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19.05.2011 17:12 Uhr von pirata
 
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Der Streik ist voll gerechtfertigt: bei jungen Journalisten soll der Lohn um 25 Prozent gekürzt werden.
Allerdings hatte die Süddeutsche schon vor zwei Wochen einen Warnstreik und Tagsdarauf sah die Zeitung aus wie eh und jeh. Die Resortleiter haben einfach ein paar Agenturmeldungen mehr abgedruckt. Wenn diesmal die Drucker mit machen, sollten in erster Linie die Anzeigenseiten bestreikt werden. Bei Abo-Zeitungen spüren die Verleger sonst ja keine Einbußen.

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