19.05.11 06:12 Uhr
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Vagabunden im All: Neue Planetenklasse ohne Zentralstern

Ein internationales Forschungsteam berichtet in einer neuen Studie von der Entdeckung vagabundierender Planeten. Die Objekte besitzen demnach keinen Heimatstern, an den sie gravitativ gebunden sind, sondern umkreisen den galaktischen Kern der Milchstraße, weswegen sie eine neue Planetenklasse bilden.

Die Wissenschaftler machten sich den gravitativen Mikrolinseneffekt zunutze, um in der zentralen Ausbuchtung der Milchstraße nach Planeten zu suchen. Durch Auswertung geringer Helligkeitsunterschiede der Hintergrundsterne beim Vorbeiziehen eines Objektes im Vordergrund fanden sie zehn Exemplare.

Die Objekte haben eine mit dem Jupiter vergleichbare Masse und vagabundieren ohne Zentralstern durch die Galaxie. Berechnungen ergaben, dass allein in unserer Galaxie 400 Milliarden dieser Vagabunden existieren könnten und sie unter gewissen Bedingungen sogar in der Lage wären, Leben zu beherbergen.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Entdeckung, All, Planet, Milchstraße
Quelle: www.astropage.eu

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2011 06:12 Uhr von alphanova
 
+23 | -5
 
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Die 400 Milliarden sind eine Schätzung, die auf verschiedenen Faktoren basiert. Sie sind schwer nachzuweisen, weil sie im interstellaren Raum nicht das Licht eines nahen Sterns reflektieren oder durch Gravitation ein "Wackeln" bei einem nahen Stern auslösen.. sie haben ja kein Zentralgestirn. Die Hoffnung liegt auf neuen leistungsfähigeren Teleskopen und Instrumenten.
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19.05.2011 07:39 Uhr von RaumSpray
 
+8 | -3
 
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Ich weiß ja nicht wer bei solchen News ein Minus vergibt, also ich finde solche News interessant.

Gute News, weiter so alphanova!!
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19.05.2011 08:30 Uhr von Phyra
 
+2 | -4
 
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wahrscheinlich einfach nur ausversehen daneben geklickt^^
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19.05.2011 09:26 Uhr von jens3001
 
+4 | -2
 
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RaumSpray: vermutlich weil die Quelle angeblich vom Autor selbst ist.

Ob es stimmt kann ich nicht sagen aber selbst wenn ist Alpha hier die große Ausnahme von der Regel.

Seine News sind so interessant und verständlich gesschrieben das ich mich für ein "-" schämen würde.
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19.05.2011 09:26 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+2 | -5
 
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Wäre doch mal: was cooles.
Statt eines Kometen fliegt mal eben ein ganzer Planet vorbei.
Oder wenn der noch auf einen anderen Planeten in unserem Sonnenssystem trifft wäre das ein mega spektakel.

Könnte es nicht sein das dieser "Planet X" oder "Nibirium" genau ein solcher Vagabund ist und damals vorbei geflogen ist?
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19.05.2011 09:58 Uhr von brainbug1983
 
+4 | -1
 
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@AlphaTierchen1510: Megaspektakel ist gut, ich bezweifel das da viel von uns übrig bleiben würde, spätestens wenn die Trümmer in unsere Richtung kommen wärs vorbei.
Mich würd eher mal Interessiere wo die herkommen. Hatten die mal nen System in dem sie gekreist sind und sind dann beim Sterben des Sterns durch die fehlende Anziehung einfach "rausgewandert"?
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19.05.2011 10:16 Uhr von unomagan
 
+1 | -1
 
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Tippe mal: Teils teil, teils weil Planeten in einem "stabilen" System rausgekicked wurden, zum anderen weil sie mit dem Universum "entstanden" sind. Aber halt kein stabiles System von Anfang an waren.
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19.05.2011 10:35 Uhr von alphanova
 
+2 | -1
 
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@brainbug1983: da gibt es mehrere Möglichkeiten:

- der Planet ist fernab von einem Sonnensystem ähnlich wie ein kleiner Stern entstanden, aber weil die Masse der kollabierenden Gas- und Staubwolke nicht sehr groß war, kam am Schluss nur ein einsamer Planet dabei raus

- der Planet entstand zusammen mit einem Zentralstern (und anderen Planeten) in einem Sonnensystem und wurde durch gravitative Wechselwirkungen, zB mit einem anderen vorbeiziehenden Stern aus seinem Sonnensystem herauskatapultiert
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19.05.2011 13:26 Uhr von alphanova
 
+4 | -0
 
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@Mr Science: Die News besteht in dem Fall darin, dass es sich bei den 10 Objekten um Planeten mit ungefähr Jupitermasse handelt und in der neuen Schätzung der gesamten Anzahl solcher Objekte in der Milchstraße.

die NASA spricht dabei übrigens auch von einer neuen Klasse jupitergroßer/schwerer Planeten

ach ja.. das Minus da bei dir ist nicht von mir*g*

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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19.05.2011 14:02 Uhr von bummerlunder
 
+1 | -0
 
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und inwiefern kann: darauf leben existieren. gibt doch keine sonne die dort den planeten erwärmt. oder strahlt der planet dann konstante wärme aus? und wenn hier mal einer vorbeischaut der bewohnt ist, könnten wir so unseren ersten echten alien kontakt haben. mh interessante idee.
bestimmt auch interessant auf so einem planeten zu leben, als zivilisation mein ich. immerhin ist es wie ein großes raumschiff. würd mal gerne noch wissen, wie schnell die durchs universum fliegen...
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19.05.2011 14:10 Uhr von Sopha
 
+1 | -0
 
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bummerlunder: Ziemlich schnell, aber sofern sie eine Atmospähre haben merkst du davon nix. Immerhin rasen wir auch mit etlichen hundert Km/s durchs all, wenn du die Rotation der Milchstraße und den Galaxienhaufen beachtest.

Aber deine Idee kam mir auch zuerst, wie kann sich eine habitable Zone ausbilden wenns kein Zentralgestirn gibt. Eine Möglichkeit wäre zumindest innere Radioaktivität...
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19.05.2011 14:21 Uhr von alphanova
 
+2 | -0
 
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@bummerlunder & Sopha: in der Quelle wird es etwas genauer erklärt. Wenn die Atmosphäre eine bestimmte Zusammensetzung hat, wirkt sie wärmespeichernd und kann theoretisch sogar flüssiges Wasser auf der Oberfläche ermöglichen.

der Gedanke mit der Zivilisation auf so einem vagabundierenden Planeten erinnert mich grad ganz stark an die SciFi Serie Mondbasis Alpha aus den 70er Jahren. da wurde der Mond durch einen Unfall aus der Erdumlaufbahn geschleudert und trieb danach inklusive Mondbasis einsam durchs All. (Klasse Serie übrigens)
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19.05.2011 18:28 Uhr von farm666
 
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ein vagabundplanet: für vagabunden?

Für Sci-Fi Autoren sicherlich interessant.

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