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Philipp Lahm rät schwulen Fußballern ab, sich öffentlich zu outen

Der FC Bayern-Profi Philipp Lahm hat sich in einem Interview zum Thema Homosexualität im Fußball geäußert und sagte, er habe keinerlei Probleme damit.

Von einem Schritt in die Öffentlichkeit würde er schwulen Spielern allerdings abraten: "Für denjenigen, der es tut, würde es sehr schwer werden. Ein offen schwuler Fußballer würde Schmährufen ausgesetzt sein", so Lahm.

Damit widerspricht er DFB-Präsident Theo Zwanziger, der vor kurzem homosexuelle Bundesligaspieler dazu ermunterte, sich zu outen.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Spieler, Homosexualität, Philipp Lahm, Outing
Quelle: www.welt.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.05.2011 13:23 Uhr von sesh
 
+9 | -1
 
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Ist leider wahr. Für Zwanziger wäre es sicher von Vorteil, wenn Schwule in der Bundesliga sich endlich outen würden, denn Einer muss ja mal den Anfang machen, damit es leichter werden kann.

Aber für den betreffenden Spieler wäre es die Hölle. Im allerbesten Falle würde das so gerade eben toleriert werden, und er würde sich selbst als allergrößter Superstart nicht mehr im Ausland verkaufen können.

Im schlimmsten Falle wäre er sofort und für immer weg vom Fenster. Philipp Lahm hat völlig Recht.

Übrigens gibt es eine regelrechte Kleinindustrie von Pseudofrauen schwuler Bundesligaspieler. Ich hoffe, dass es in ein paar Jahren mal Ex-Profis gibt, die sich NACH ihrer Karriere outen können. Mehr ist derzeit leider nicht drin.
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18.05.2011 15:41 Uhr von omar
 
+5 | -4
 
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Bitte nicht falsch verstehen aber ich finde es "normal", dass man seine sexuelle Gesinnung nicht öffentlich zur Schau stellt. Das sind ja keine Schwesterwellen und Wowereits...
Daher sollte jeder das für sich behalten. Outing ist etwas für die Familie und Freunde und nicht die Fußballfans...
Und ganz ehrlich:
So tolerant die Gesellschaft auch ist:
Auf dem Platz herrscht Konkurenzkampf und Testosteronüberschuss. Da vergreift man sich schnell im Ton mit Schimpfwörtern wie "Sch*uchtel" oder "T*cke". Und die Folgen wären dann doppelt peinlich für beide Seiten.
Dass die Fans kein Blatt vor den Mund nehmen ist allseits bekannt. In Italien machen manche Fans sich z.B. über Farbige lustig (Affengeräusche, wenn die auflaufen). Man braucht dann schon eine ganz schön dicke Haut um mit sowas klar zu kommen und die Fassung zu behalten.
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18.05.2011 16:10 Uhr von cheetah181
 
+4 | -1
 
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omar: "aber ich finde es "normal", dass man seine sexuelle Gesinnung nicht öffentlich zur Schau stellt. Das sind ja keine Schwesterwellen und Wowereits..."

"seine sexuelle Gesinnung nicht öffentlich zur Schau stellen" heißt in diesem Fall nie zusammen mit dem Partner gesehen zu werden. (Was meines Wissens nach übrigens auch bei Westerwelle nicht anders war. Was der zur Schau gestellt hat war nur seine Inkompetenz...)

Findest du es da etwa "normaler" sich die von sesh beschriebene Pseudofrau anzuschaffen?

"Auf dem Platz herrscht Konkurenzkampf und Testosteronüberschuss. Da vergreift man sich schnell im Ton mit Schimpfwörtern wie "Sch*uchtel" oder "T*cke"."

Und ach so harte Fußballer haben keine Möglichkeit mit Beleidigungen umzugehen? Wenn nicht, sollen wir besser auch keine schwarzen Spieler mehr einstellen...

"Und die Folgen wären dann doppelt peinlich für beide Seiten."

:D Und auf die Seite mit "Testosteronüberschuss" sollte man besondere Rücksicht nehmen?
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18.05.2011 18:17 Uhr von omar
 
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@cheetah181: Natürlich ist es nicht in Ordnung, Leute zu diskriminieren.
Die Realität ist aber nunmal so, dass Minderheiten und Randgruppen ständig mit Anfeindungen (aus welchem Grund auch immer) konfrontiert werden.
Wenn jeman "offensiv" mit seiner sexuellen Gesinnung an die Öffentlichkeit geht, braucht er sich nicht wundern, wenn er auch negatives Echo erhält. Wenn er damit umgehen kann/will, dann von mir aus. Aber dass trifft sicher nicht auf alle zu. Und auch wenn eine Null-Tolleranz-Politik gegenüber Diskriminierung richtig ist, so denke ich, dass jeder selbst entscheiden muß, ob er den "offensiven" Weg wählen will (mit all den traurigen Konsequenzen), oder ob er lieber sich nur im privaten Kreis outet und es nicht an die große Glocke hängt, um weniger Streß im Job zu haben.
Schwul zu sein ist zwar heutzutage keine Todsünde mehr, aber es wird noch immer bei großen Teilen der Bevölkerung als "nicht normal" angesehen. Gerade deshalb gibt es ja noch den CSD, etc....
Just my 2 cents...
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18.05.2011 19:47 Uhr von cheetah181
 
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omar: Da stimme ich dir voll zu. Ich wollte nur anmerken, dass kein "zur Schau stellen" nötig ist, wenn es sich um eine berühmte Person handelt. Das übernehmen die Medien dann schon.

Und ich frage mich auch, ob es soviel weniger schmerzhaft ist sich in der Öffentlichkeit so extrem zu verstellen (Stichwort Spielerfrau). Diese Spieler müssen den Sport und/oder ihr Gehalt echt lieben...

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