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Russland: Kritischer Blogger muss vor Gericht

Alexej Nawalnyj ist russischer Rechtsanwalt und Betreiber eines regierungskritischen Internetblogs. Er versucht "Parasiten des Establishment" in Russland zu entlarven und wenn möglich hinter Gitter zu bringen. Die Kreml-Partei Vereinigtes Russland bezeichnet er als Partei der "Gauner und Diebe".

Der russische Präsident Medwedew komme mit seinen Reformen nicht über den virtuellen Raum hinaus und sei der "Kanarienvogel der bösen Jungs", mit dem diese die anderen täuschen wollen. Managern der Ölfirma Transneft weist er nach, Milliarden unterschlagen zu haben.

Nawalnyj meint, das Geld gehöre den "russischen Rentnern und Schulen". Transneft nennt ihn einen erbsenzählenden Dummkopf. Die russische Staatsanwaltschaft hat jetzt den kritischen Anwalt mit fingierten Vorwürfen belastet.


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WebReporter: Kabeltrommel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Russland, Klage, Blogger
Quelle: www.faz.net

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.05.2011 14:58 Uhr von Kabeltrommel
 
+3 | -1
 
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Chodorkowski riet ihm vergeblich, das Land zu verlassen, da er nicht wirklich etwas verbrochen haben muss, um als kritischer Geist im Gefängnis zu landen.
Nawalnyj lässt sich nach eigener Aussage auch nicht durch das Schicksal der in Haft umgekommenen Regierungskritiker Magnitzki und Kaschin abschrecken.
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17.05.2011 15:28 Uhr von Theo_B
 
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Hut ab: vor so viel Courage. Hoffentlich endet er nicht wie Chodorkowski. Er weiß, was auf ihn zukommen kann, und kneift trotzdem nicht. Hochachtung. Vielleicht kann mit soviel Unbeugsamkeit auch in Russland eines Tages das Gute siegen.
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17.05.2011 15:32 Uhr von hugo_strasser
 
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vielleicht: hätte er aber doch besser das land verlassen. oder wenigstens das angebot angenommen, abgeordnetenstatus zu erlangen, um sich dadurch der strafverfolgung zu entziehen.
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18.05.2011 04:30 Uhr von KamalaKurt
 
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Was nützt ihm, wenn er die Wahrheit sagt und das Unrecht aufdeckt, wenn ihn die, die Unrecht nun verurteilen? Der hätte auf alle Fälle das Land verlassen müssen.
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18.05.2011 10:05 Uhr von Theo_B
 
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man darf: gespannt sein, ob das "unabhängige" Gericht auch diesmal wieder per Zettel Hinweise von oben erhält, wie ein "gerechtes" Urteil auszusehen hat.
Man denke nur an die Schmierenkomödie im Fall Chodorkowski.

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