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Nur noch mit Behelf lässt sich US-Staatsbankrott vorerst vermeiden

Theoretisch sind die Vereinigten Staaten von Amerika bereits insolvent. 14,3 Billionen US-Dollar legte das Parlament als zulässige Schulden-Obergrenze fest und diese wurde bereits überschritten. Ein paar Behelfslösungen verschaffen dem Finanzminister jedoch noch ein paar Wochen Zeitaufschub.

Zu den Maßnahmen zählen ein Stopp des Verkaufs bestimmter Anleihepapiere, das Aussetzen von Renteneinzahlungen von Staatsbeschäftigten oder das Einfrieren von Investmentfonds. Auch könnten die USA noch einen 50-Milliarden-Dollar-Notfonds anzapfen, der in den 1930er Jahren eingerichtet wurde.

Als weiterer Ausweg bliebe noch der Verkauf von Staatseigentum, vor allem von Unternehmensanteilen. Doch Finanzminister Timothy Geithner warnte bereits, dass man derzeit nur mit Verlust verkaufen könne. Erhöht das Parlament den Kreditrahmen nicht, so wären die USA spätestens am 2. August bankrott.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Wirtschaft, Pleite, Schulden, Finanzminister, Verschuldung, Staatsbankrott
Quelle: www.spiegel.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.05.2011 07:28 Uhr von LLCoolJay
 
+12 | -1
 
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und: wie sähe die Konsequenz daraus aus? Was passiert wenn die USA tatsächlich Insolvent geht?

Das mit den Renteneinzahlungen erinnert mit irgendwie ein bisschen an Russland.
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17.05.2011 07:52 Uhr von no_trespassing
 
+15 | -1
 
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@LLCoolJay: >>wie sähe die Konsequenz daraus aus? Was passiert wenn die USA tatsächlich Insolvent geht?

So genau kann das niemand wohl voraussehen...wäre eine Art Novum in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte.

- Der Dollarkurs würde noch deutlicher einbrechen (wahrscheinlich so auf 0,49).

- Rohstoffpreise würden anziehen ohne Ende (Gold und Silber würden durch die Decke)

- Aktienkurse würden vielfach dramatisch einbrechen (v.a. Autoindustrie).

- Privatanleger und andere Staaten, die vielfach Dollar halten würden evtl. mit bankrott gehen.

- Es kommt evtl. zu Ost-West-Konflikten mit China/Japan, v.a. mit Japan, da die die zweitgrößten US-Devisenreserven halten und ebenfalls am Tropf hängen.

- Die USA würden auf Jahre hinaus keine Staatsanleihen mehr verkaufen können.

Wohin das alles führt, weiß niemand so genau. Noch heute ist Lehman Bros. nicht abgewickelt, noch heute arbeiten tausende Wissenschaftler und Banker rund um die Welt an der Aufarbeitung dieses Zusammenbruchs, wie es dazu kommen konnte, Szenarien, usw.

Was passiert wenn die USA pleite gehen, das kann einfach niemand vorhersagen. Konnte bei Lehman auch niemand.
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17.05.2011 07:58 Uhr von kochtopf1
 
+15 | -2
 
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Und: Europa geht mit den Bach runter. Griechenland Irland Portugal Bald Spanien und Italien. Danach haben wir Bürgerkrieg. Na Gratuliere
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17.05.2011 08:07 Uhr von _Illusion_
 
+13 | -0
 
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Tja: Sie haben es alle gewusst, es war unvermeidlich. Getan haben sie nichts, nun wird noch mit Gießkannen versucht, den Großbrand im Zaum zu halten.

Schaumer mal, was passiert. Ich hoffe es geht glimpflich ab. Wenn man jedoch die Geschichte nachliest, waren die Bürger bei Finanzcrashs ziemlich die Dummen.

Das einzigste, was mir keine Angst macht: Mein Geld kann ruhig wertlos werden, der Verlust ist zu verkraften *lach
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17.05.2011 08:16 Uhr von Rechthaberei
 
+8 | -0
 
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Sie können auch das noch Abgeben: http://costofwar.com/...



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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17.05.2011 08:33 Uhr von :raven:
 
+2 | -1
 
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Wäre doch für die USA von Vorteil: wenn der Euro vorher crasht...
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17.05.2011 09:07 Uhr von jens3001
 
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no_trespassing: Danke für die Erklärung. Mir war auch nicht ganz klar wie das aussehen würde / könnte.

Aber bedeuted das nicht gleichzeitig auch eine chance?

Momentan sind viele Technologie-Unternehmen, Pharmaunternehmen, etc. in den USA angesiedelt.

Könnte man die Chance nicht nutzen um sie nach Deutschland zu holen?
Der Zusammenbruch würde für die US-Bürger wohl am Schlimmsten sein.
Aber für die EU? ich weiss nicht... wir sind auf keine Importe aus USA angewiesen.
Gold und Silber kommen hauptsächlich aus Afrika (oder?).

Ich kann mir auch denken, das die USA zwar zerfallen aber die einzelnen Teilstaaten sich zu einem neuen Staatenbund vereinigen.
Vielleicht eher Ost / West-Amerika (statt wie früher Nord / Süd)?
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17.05.2011 09:08 Uhr von MC_Kay
 
+4 | -3
 
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Krieg! Die USA müssten wieder einen Krieg führen und Länder ausplündern um so Geld zu bekommen. So haben es auch die Spanier, Portugiesen, Engländer, Deutschen, .... etc. (eigentlich jeder) gemacht!

Bin mal gespannt, gegen wen die USA den nächsten Krieg führen werden. :D
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17.05.2011 09:34 Uhr von K.T.M.
 
+2 | -1
 
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@no_trespassing: "- Rohstoffpreise würden anziehen ohne Ende (Gold und Silber würden durch die Decke)"

Müssten nicht rein theoretisch die Preise fallen? Bei einer Insolvenz der USA würde man Rohstoffe nicht mehr in US-$ handeln. Die Insolvenz an sich hätte doch große negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft, das führt doch zu einer Verringerung der Rohstoffnachfrage, welche dann in tieferen Preisen münden müsste. Bei Edelmetallen würde allerdings die Nachfrage als "sichere" Anlage steigen, aber der Rest müsste doch billiger werden oder?
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17.05.2011 10:00 Uhr von Ludoergosum
 
+4 | -0
 
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@K.T.M. nein die Preise würden steigen, insbesondere für Gold und Silber. Wenn die Währung zusammenbrechen würde, würden sich viele Menschen auf Gold stürzen, da es als stabile Wertanlage gilt.

Die Nachfrage nach Gold und anderen Edelmetallen würde also dramatisch ansteigen und das Angebot könnte diese Nachfrage nicht befriedigen, daher würden die Preise sehr schnell steigen.
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17.05.2011 10:00 Uhr von Wurstwasserpfeiffe
 
+0 | -0
 
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Die Nachfrage nach: Rohstoffen würde bei den Amis ohne Ende ansteigen, um wenigstens die letzten Dollars zu retten.
Was zu einer erhöhten Nachfrage führen würde.
Da die meisten Rohstoffe in Dollar berechnet werden, würden andere Währungen demnach ebenso "anziehen".
Meine Meinung.
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17.05.2011 10:39 Uhr von Nobody-66
 
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deutschland: sollte ganz schnelle alle auslandsschulden auf dollar umstellen ( wenn es nicht sogar schon so ist ). im falle eines zusammenbruchs des dollars wären die schulden dann auch um ein vielfaches kleiner. eine chance für deutschland ;)
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17.05.2011 10:49 Uhr von lossplasheros
 
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wär ich Fan von Verschwörungstheorien könnte man ja fast glauben das die Amis was davon hätten wenn Dominique Strauss-Kahn im Knast vergammelt und der Euro den Bach runter geht
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17.05.2011 10:54 Uhr von dagi
 
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wir: könnten usa zu europa einbürgern (ist hier üblich bankrotte staaten aufzunehmen) und einen neuen rettungsschirm basteln!! der deutsche bürger macht gerne ein paar überstunden und verzichtet auf seine rente und lebensversicherung damit es dem ausland gut geht!!!
die beste nachricht : griechenland bekommt eine formel 1 strecke für ca. 100mil. und hier ist kein euro da für die strassenausbesserung!!!!
unsere wirtschaft läuft top, mehr steuereinnahmen von 134 milliarden, aber des geld ist schon verplant für bettelstaaten!!!
also schön fleisig arbeiten und steuern bezahlen damit es dem ausland gut geht!!! ironie off!!
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17.05.2011 11:18 Uhr von derSchmu2.0
 
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Das is ne invers exponentiell ansteigenende Kurve. s geht noch nach oben, aber immer flacher, irgendwann gehts nich mehr weiter ( in der Realitaet).
Irgendwie scheint doch (fast) jedes Land verschuldet ohne Ende. Diese Schulden haben andere als Guthaben bei ihren Schulden mit eingerechnet. Aber diese Schulden werden sich, wie in den Staaten die Kredite auf Immobilien, als Luftblasen entpuppen. Demnach ist jeder Insolvent und das ganze System muesste eigentlich zusammenbrechen...vieleicht ist es naechstes Jahr soweit und man wird feststellen, dass Banknoten und Aktienpapiere nicht wirklich nahrhaft sind...
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17.05.2011 11:58 Uhr von Leeson
 
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Dann Spenden: wir doch einfach für die Untergangsherbeirufer!!!

Vielleicht hatten sich die Majas doch etwas verrechnet ;)
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17.05.2011 12:02 Uhr von no_trespassing
 
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@jens3001: >>Momentan sind viele Technologie-Unternehmen, Pharmaunternehmen, etc. in den USA angesiedelt.
Könnte man die Chance nicht nutzen um sie nach Deutschland zu holen?

Dann dürften die aber nicht mehr zollfrei in den USA/Mittelamerika verkaufen. Viele europäische Firmen müssen sich in den USA ansiedeln, weil sie sonst hohe Zölle bezahlen müssen. Die USA haben mit Mittelamerika die NAFTA, eine Freihandelszone. In der darf nur zollfrei verkaufen, wer dort auch Werke unterhält. Deshalb baut Daimler die M-Klasse in Alabama.

>>Der Zusammenbruch würde für die US-Bürger wohl am Schlimmsten sein. Aber für die EU? ich weiss nicht... wir sind auf keine Importe aus USA angewiesen.

Ja, würde ich auch erst mal so sehen. Ich wüsste spontan auch keine Produkte, die nicht von anderen Ländern aufgefangen werden könnten. Vielleicht bei Medikamenten und einigen Spezialtechnologien.

>>Gold und Silber kommen hauptsächlich aus Afrika (oder?).

Ja, Rohstoffe importieren wir hauptsächlich aus Russland, China (Seltene Erden) und Afrika.

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@K.T.M.

>>Müssten nicht rein theoretisch die Preise fallen? Bei einer Insolvenz der USA würde man Rohstoffe nicht mehr in US-$ handeln.

Für Erdöl gilt das auf jeden Fall, da wird der Preis fallen. Fraglich ist nur wie lange sich die OPEC-Staaten die Dollarbindung dann noch gefallen lassen.

>>Die Insolvenz an sich hätte doch große negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft, das führt doch zu einer Verringerung der Rohstoffnachfrage, welche dann in tieferen Preisen münden müsste.

Das sind die Szenarien, die keiner vorhersehen kann. Die USA reagierten auf eine Rezession immer mit Investition in Rüstungsgüter (Militär).

Wohin die Reise geht, das steht wirklich in den Sternen.
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17.05.2011 12:16 Uhr von jens3001
 
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no_trespassing: "Dann dürften die aber nicht mehr zollfrei in den USA/Mittelamerika verkaufen"

Werke werden sie vermutlich weiterhin in den USA (oder Kanada, Mexico, etc.) haben.
Aber ihre Firmenzentralen ziehen vermutlich eher woanders hin.

In den USA sitzt sehr viel Geldadel. Könnte mir vorstellen das dieser nach Europa zieht.

Muss nicht unbedingt positiv für uns sein, immerhin sind es ja diese Geldgeier die das Chaos erst verursachen.
Aber die Produktion von Spezialtechnologien, wissenschaftliche Forschungslabore, etc. sind hier in Deutschland gerne gesehen.
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17.05.2011 14:05 Uhr von sicness66
 
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Deja-vu: Wirtschaftskrise - Inflation - Staatspleiten - Religionsgruppe am Pranger - aufstrebende Rechte...
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17.05.2011 23:19 Uhr von bigpapa
 
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Ist doch alles so einfach kompliziert :): Die USA sind schon seit Jahren insolvent weil sie einfach ihre laufenden Kosten nicht bezahlen können.

Also machen sie das wie jeden normale Geschäftsmann, sie rennen zu Bank oder wer sonst was hat, und leihen sich Geld. Nur dafür müssen sie Zinsen zahlen. Nun kommt es zu den Effekt das die Zinsen irgendwann einmal das was man als Einnahmeüberschuss bezeichnet auffressen. Das nennt man dann "Leben auf Pump".

Nun hat die Regierung noch eine Notlösung. Sie hat das Recht Geld zu drucken. Dies ist so witzig das klingt, die schlechteste Lösung. Denn je mehr Geld auf den Markt ist, je höher sind die Preise, weil jeder was davon ab haben will.

Den das führt zu einer galoppierenden Inflation. Ich verweise da mal auf die Nachkriegszeit in Deutschland, wo das Gehalt von 100 Millionen Reichsmark was man morgens bekommen hat, am Abend nix mehr wert war, und wo es dann preiswerter ist, sich mit 1 den Millionscheine den Popo abzuwischen, als Geld für Klopapier auszugeben.

Und genau da liegt es z.Z. begraben. Die Jungs im Kongress sind auch nit alle dumm. Sie wissen, das wenn sie die "zulässige Schulden-Obergrenze" noch weiter nach oben schieben, es zu Inflation kommt.

Normalerweise wäre das alles nicht unser Problem. Aber ;) die meisten Produkte werden in US-Dollar bezahlt. Also auch ÖL. Was dann wieder alles teuer macht, besonders, Sprit und Kunststoffe. (Plastik, Verpackungen und Klamotten mal als Beispiel)

Leider würde ein Wechsel zum Euro als Weltwährung auch nix bringen, denn der Euro ist genau so krank wie der Dollar.

Wir machen den USA doch schon seit den Krieg alles nach, sogar die Schulden. :)

Gruß

BIGPAPA

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