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"Engineered by Porsche in Germany" genügt - Porsche plant in China zu produzieren

Porsche denkt über die Verlegung von Produktionskapazitäten nach China und in die USA nach. Nach Worten von Porsche-Chef Matthias Müller genüge es, wenn auf den Sportautos "Engineered by Porsche in Germany" vermerkt ist.

Mit dem Schritt leiten die Schwaben möglicherweise eine Paradigmenwechsel ein. Bislang wurden die PS-Boliden ausschließlich in der Bundesrepublik produziert. In China wie in den USA denkt Porsche offenbar darüber nach, seine Luxus-Sportwagen in den Werkshallen von VW herzustellen.

In Atlanta (USA) beginnt Porsche noch in diesem Jahr mit dem Bau einer repräsentativen Zentrale für rund 100 Millionen US-Dollar, für China ist ähnliches angedacht. Mit den Schritt in den fernen Osten hoffen die Zuffenhausener Einfuhrzölle und Währungsschwankungen zu umgehen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: China, Porsche, Produktion, Verlagerung
Quelle: www.ftd.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.05.2011 10:25 Uhr von Allmightyrandom
 
+33 | -3
 
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Kaum: gehört Porsche zu VW gehts bergab um kosten zu sparen - und das bei absoluten Luxusgütern.
Dem Namen Porsche wirds nicht gut tun!

Sollen Sie gleich draufschreiben:
Porsche - Engineered by Volkswagen!

Ich warte schon auf den Ersten 911er mit 1.2 TSI Motor ^^
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14.05.2011 10:28 Uhr von Odal
 
+25 | -1
 
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Ich denke, dass das ein Schritt in die falsche Richtung ist. Gerade Menschen die Porsche fahren verbinden doch gewisse Attribute mit der Marke. Darunter fällt in meinen Augen eben auch Made in Germany.
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14.05.2011 10:46 Uhr von kadinsky
 
+8 | -17
 
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scheiß drauf: ich weiß nicht was der quatsch soll, in ein paar jahrzehnten gibt es kein öl mehr, dann steht ein haufen sinnloser schrott auf den straßen rum, aber der mensch lernt eben nicht, es ist schon lächerlich, wie dumm gerade die erfolgreichen sind, wobei erfolg hier gleichzusetzen ist mit gier....
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14.05.2011 11:22 Uhr von F. I. Mad Axle
 
+6 | -2
 
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Engineered stammt wohl eher von "to engineer sth.": was damit auch "Entwickelt" heißen kann. Und das ist nunmal keine Lüge.

Für viele Verbraucher zählt ein "Made in Germany" viel. Und dann "Engineered in Germany" daraus zu machen ist schon clever, weil viele über solche feinen Unterschiede schon gar nicht mehr nachdenken.
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14.05.2011 11:24 Uhr von rolf.w
 
+2 | -7
 
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Unsinn: Nur weil Porsche in China gebaut werden soll, soll ihn keiner mehr kaufen??? Wer erzählt denn solchen Unfug? Überlegt mal, wie viele Prestigeobjekte in China und "angrenzenden" Ländern produziert werden. Wichtig sind nur Name und Preis. Ob das nun Schuhe, Kleidung, Handys, Fernseher oder halt Autos sind, ist dabei egal. Solange man den Preis entsprechend hoch lässt, bleiben das Luxusartikel von Markenherstellern. Und das zählt.
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14.05.2011 12:07 Uhr von salud
 
+6 | -2
 
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bei tempo 300, fällt dir die karre auseinander,weil die chinamänner das wort qualitätsmanagement nicht kennen.klasse porsche.ferdinand würde sich im grab umdrehen, was die jetzt aus seiner firma machen.
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14.05.2011 12:41 Uhr von rolf.w
 
+1 | -3
 
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@Siel: Ob Du sie als Prestige-Objekte ansiehst bleibt Deine Meinung, auf den Schulhöfen sind es solche.
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14.05.2011 12:48 Uhr von rolf.w
 
+1 | -1
 
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@salud: "...,weil die chinamänner das wort qualitätsmanagement nicht kennen."

Das Qualitätsmanagement bekommen sie aus Deutschland geliefert. Das ist kein Problem. Die Produktion läuft dann in China so ab, wie sie es in Deutschland auch ablaufen würde. Nur sind eben die Lohnkosten und Umweltauflagen andere, ebenso die nicht vorhandenen Importgebühren.
Unterm Strich wird somit günstiger produziert, der Verkaufspreis aber gehalten, was im Ergebnis bedeutet, es bleibt weiterhin ein Produkt für die Wohlhabenderen, also Luxus. Und damit auch ein Statussymbol.

Nimm doch nur mal als(zugegeben, leicht hinkendes Beispiel) die Marke FIAT. Früher wurde man belächelt wenn man in Deutschland einen fuhr. Fährst Du heute aber mit einem Ferrari vor, lächelt kaum einer.
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14.05.2011 13:08 Uhr von rolf.w
 
+5 | -0
 
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@Siel: Du übersiehst einfach nur die Relation. Natürlich wird kaum ein Schüler mit einem Porsche vorfahren, aber darum geht es auch gar nicht.
Es geht allein darum, dass ein Produkt günstig hergestellt aber teuer verkauft wird. Der von Dir benannte Schuh erfüllt zB genau diese Kriterien. Der Schuh kommt aus der gleichen Gegend, wie der nur einen Bruchteil kostende von Deichmann. Der Deichmann-Schuh trägt aber nicht das Markenlabel.
Oder nimm den Adidas-Schuh. Hat er 3 Streifen heißt es "Boahr", hat ein Schuh 2 oder 4 Streifen trägt man "Assi-das".

In diesem speziellen Vergleich wird der Schuh zum Statussymbol, weil eben nicht alle das Geld haben, um den teuren Schuh zu kaufen.
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14.05.2011 13:15 Uhr von sicness66
 
+0 | -0
 
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Paradigmenwechsel ? Entschuldigung. Ein echter Paradigmenwechsel wäre es, wenn man in den Managementetagen endlich mal begreift, dass die Nachfrage an Autos in Asien rohstofftechnisch nicht möglich ist. Und damit meine ich nicht Öl. Hier sollte man neue Wege beschreiten...
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14.05.2011 14:00 Uhr von artefaktum
 
+5 | -0
 
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@rolf.w: "Das Qualitätsmanagement bekommen sie aus Deutschland geliefert. Das ist kein Problem."

Ganz so einfach ist das nicht. Da ist schon so mancher Unternehmer reumütig zurückgekehrt.
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14.05.2011 14:22 Uhr von Actraiser
 
+2 | -0
 
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eine absolute frechheit
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14.05.2011 15:23 Uhr von Il_Ducatista
 
+3 | -2
 
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na endlich: der Traum vom begehrenswerten deutschen Auto ist damit endlich ausgeträunt. Wieder eine Erleicheterung.
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14.05.2011 19:05 Uhr von rolf.w
 
+1 | -0
 
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@artefaktum: Ich schrieb nur, das es kein Problem ist, ich schrieb nicht, dass es einfach wird.
Ich glaube, hier wird noch viel mit dem Vorurteil gelebt, China=billig=Ramsch. Das die Chinesen aber eben nicht mehr auf den Bäumen wohnen will der eine oder andere nicht wahrhaben.
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14.05.2011 19:17 Uhr von rolf.w
 
+2 | -0
 
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@Siel: "Doch darum geht es! Wenn wir von einem Auto sprechen, oder von einem PORSCHE, dann sprechen wir von einem High-Tech Produkt!"

Denkst Du wirklich, in China gibt es kein High-Tech? Meinst Du, der Chinese sei unfähig Maschinen zu bedienen und Handarbeit zu leisten?
Meinst Du, die sind nicht in der Lage Bleche zu stanzen, zu falzen und zu lackieren? Die Leute dort wohnen auch schon lange nicht mehr auf Bäumen.
Wichtig ist doch nur, entsprechende Gerätschaften aufzubauen, das Personal anzulernen und genau auf die Qualität zu achten.
Und das ist der Witz bei der Sache, wo man hier in Deutschland händeringend(angeblich) Fachkräfte sucht, lernst man da einfach die Leute an. Ganz davon abgesehen, dass es dort auch Facharbeiter gibt. Einzig zur Kontrolle setzt man wieder Ingenieure ein und die kommen dann wohl aus Deutschland.

China hat bei uns noch mit dem Image der vergangenen Zeit zu kämpfen, wo auf jedem Billig-Plastikspielzeug "Made in China" drauf stand. In den Köpfen der Manager ist diese Image aber gewichen, denn die haben begriffen, dass dort Menschen arbeiten, genauso wie hier, nur um ein Vielfaches günstiger

"Diese Schuhe so wie diese dort hergestellt werden, erfüllen den hiesigen Qualitätsstandards nicht!"

Schau mal nach, wo Adidas, Nike und Co. produzieren lassen und dann stellt sich mir die Frage, welchen Qualitätsstandart sie NICHT erfüllen.

Natürlich ist die Kopierfreudigkeit eine Problem, aber das hat mit der Sache selbst nichts zu tun. Die Leute dort wären ja dumm, würden sie sich nichts abschauen.
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14.05.2011 20:05 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Ob Produktion oder Versorgung die Unternehmen konglomerieren immer mehr.

"Zentrale Produktionstätten" in den Ländern, in denen man die Ausbeutung maximal betreiben kann (Porsche hat bereits im Werk Leipzig überwiegend mit Zeitarbeitern und Niedriglöhnern produziert) und "zentrale Versorgungsstätten" wie beispielsweise Aldi oder Lidl, wo es vom Brötchen bis zum Homecomputer alles gibt.

Was ich mich allerdings dabei frage:
Wenn es doch Griechenland oder Portugal eh so "dreckig" geht und dort Milliarden an Subventionen hingeschickt werden - warum lässt man nicht in diesen Ländern stattdessen produzieren und führt einen Teil der Lohnsteuer hierzulande ab?

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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14.05.2011 23:26 Uhr von rolf.w
 
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@Siel: "Die Chinesen produzieren quer durch die Bank in einer Qualität die unterirdisch ist,...."

Genau das ist falsch. Richtig ist, die Importeure in Deuschland kaufen den Ramsch, um ihn hier teuer an den Mann zu bringen. Sie könnten auch etwas anderes einführen, aber das schmälert dann den Ertrag.

"Wären diese dazu in der Lage, dann müssten diese langsamer produzieren und würden zwangsläufig auch mehr Geld verlangen."

Auch das stimmt nicht, denn die Chinesen können 4 mal soviel Arbeiter einsetzen und wären bei den Lohnkosten immer noch günstiger als rein deutsche Produzenten.

"...moderne Arbeitssklaven wie wir diese aus China kennen begehen ehr Selbstmord als Qualität abzuliefern, wie wir es von Foxcon wissen müssten (scheiße ist das!)"

Moderne Arbeitssklaven heißen in Deutschland Leiharbeiter. Du findest Sie auf jeder größeren Produktionsstätte. Und die Selbstmorde sind zwar Scheiße, da gebe ich Dir recht, aber für jeden toten Arbeiter kommen 2 neue. Wirklich grundsätzlich hat sich nichts geändert. Selbst der nun bei Foxcon gezahlte Lohn ist ein Witz, gegen hiesige Löhne.

"Eine Fachkraft kann man nicht eben anlernen ..."

Oh doch, 1.siehe Leiharbeiter, 2. wer tagein/tagaus immer die gleichen Handgriffe ausführt, muss nicht 3 Jahre in die Lehre gehen.

"Die arbeiten mit anderen Methoden ..."

Genau das habe ich doch gesagt, aber das ändert nicht an der möglichen Qualität des Endprodukts.

"Qualität kommt durch deutsche Ingenieure ALLEIN auch nicht zu Stande!"

Doch, denn diese setzen den Standard fest, nach dem produziert wird. Wer Mist baut, wird leicht ersetzt.

"Die benutzen dort Chemikalien die man hier in der Produktion nicht benutzen darf."

Und was hat das mit der Qualität des Endproduktes zu tun? Nichts!

Ich sage nicht, dass die Produktionsumstände den deutschen Standards entsprechen, ich sage nur, dass das Produkt den hiesigen Standards entspricht.

"Mein nächster Sportschuh kommt entweder von New Balance ..."

Dann achte aber auch darauf, wo deren Produktionsstätten liegen. So stand früher beim Commodore Amiga auch drauf, Made in Germany, dabei wurde in Deutschland nur das Kunststoffgehäuse gefertigt und die Platine eingesetzt. Die Platine, also die eigentliche Technik, wurde im asiatischen Raum gefertigt.

"Die westliche Welt ist dabei einen Staat zu einer Wirtschaftsmacht aufzubauen ..."

Wo ich gerne widersprechen möchte, aber nicht kann, weil es auch meine Ansicht ist. :-)
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15.05.2011 03:19 Uhr von DieHunns
 
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@ Siel: Du glaubst doch wohl nicht wirklich, das GUTE Sachen aus Europa kommen? Fast alles, wie dein PC / Laptop, deine Klamotten, deine Möbel etc. werden in Asien und oder in Ost Europa hergestellt (Möbel werden, auch wenn man das nicht glaubt, vermehrt in Polen und CO. hergestellt für allesamt Deutsche Möbelhäuser zu Billiglöhnen) aber die Qualität ist die gleiche!


Kleines Beispiel, und bitte nicht Arrogant verstehen!!

Ich habe mir vor 2 Wochen nen kleinen Schrank für die Diele gekauft, für 980 Euro .. ja ich weis, hört sich unglaubwürdig und dumm an (da steht auch nur das Telefon und ne Schale für die Schlüssel drauf) .. aber um auf den Punkt zurück zu kommen ... dieser kleiner Schrank .. oder auch Komode wurde in Polen hergestellt für nur einen Bruchteil dessen, was ich bezahlt hatte.

Die Qualität selber ist einzigartig, Robust, sauber verarbeitet und wirklich stabil, das Ding wackelt kein Stück, im ggt. man denkt das Ding ist angebohrt.

Und deswegen kann man nicht davon reden, das im Ausland alles schlechter ist, ganz und gar nicht, es tut zwar der Deutschen Wirtschafft nicht gut in Punkto Arbeitsplätze, aber ein Pole oder Chinese kann 100% haar genau das in gleicher Qualität nachbauen, wie jedes andere Land auch, und dort sind die Mitarbeiter noch fleißig, was die meisten, und das ist ja keine Lüge - nun einmal nicht sind. Hier wird alles selbstverständlich betrachtet, dort nicht, deshalb lernen die schnell und arbeiten auch haar genau, wenn die Firma das vorgibt. Und das wird Porsche (VW) natürlich machen, deswegen finde ich es falsch zu behaupten, das die Karren bald bei Tempo 300 auseinanderrechen, weil Chinesen das Auto gebaut haben, so einfach ist das!

[ nachträglich editiert von DieHunns ]
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15.05.2011 20:41 Uhr von K-rad
 
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Da gehen sie dahin die Arbeitsplätze Aber es ist natürlich lukrativer in China zu produzieren. Da bekommen dann alle Arbeiter zusammen pro Jahr nicht soviel wie ein einzelner Manager von Porsche hier.
Aber es ist ja nicht nur Porsche , fast alle großen deutschen Firmen leben davon das sie Billiglohnländer ausbeuten. VW ist da sowieso spitzenreiter. Ziehen in Brasilien ein Werk hoch und zahlen den Arbeitern Hungerlöhne. Das man auch von der Steuer befreit ist muss da wohl nicht eigens erwähnt werden.
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16.05.2011 10:16 Uhr von Zephram
 
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ohje: Kurzsichtig wie immer, erstmal: Wenn sich schon Porsche nach China verkaufen muss, müssen sich Porsche und alle anderen Autobauer ja nicht wundern wenn chinesische Autobauer bald auch noch mit Sportwagen Konkurrenz machen ^^ Wie wir wissen muss eine Firma ja in China einen kompletten Striptease machen ^^
Dann muss man sich über andere Sachen auch nicht wundern wenn man den Chinesen Know-How zum Thema Hochleistungsmotoren, Fahrzeugleichtbau und deutschem Qualitätsmanagement frei haus liefern tut ^^
Und drittens, freu ich mich schon, falls ich irgentwann mal mit nen Schnösel der Porsche fährt aneinandergeraten sollte, ihm zu erklären das er einen Chinaböller fährt, der in der Produktion 3000 Euro gekostet hat *hrr hrr*


jm2p Zeph

PS: By the Way, da wird eigentlich nur unser technologischer Vorsprung von einigen Firmen im Höchsttempo abgefackelt um ein paar lumpige % Gewinn für einige Quartale mehr herrauszuschlagen, das nenn ich dumm...

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