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Verbraucherzentrale Bundesverband fordert das Recht auf digitale Privatkopien

Eine Reform des Urheberrechts hat jetzt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gefordert. Insbesondere sollte dabei ein Gleichgewicht zwischen den Rechteinhabern und den Konsumenten wiederhergestellt werden.

Bis jetzt gingen sämtliche Änderungen am Urheberrechtsgesetz immer zulasten der Endverbraucher. Selbst beim privaten Kopieren digitaler Medien gibt es oft Einschränkungen.

Die vzbv legte auch gleich ihre Vorstellungen bei einer Neugliederung des Urheberrechts vor. Darunter zählt zum Beispiel ein größeres Recht auf Privatkopien. Digitale Werke müssten auch weiterverkauft werden können. Eine weitere Forderung ist, die Abmahngebühren drastisch zu senken.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Recht, Verbraucherzentrale, Bundesverband, Privatkopie, vzbv
Quelle: www.gulli.com

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14.05.2011 09:49 Uhr von HellboyXS
 
+18 | -1
 
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Zeit: wird es dafür auf jeden Fall,
manche Gängelungen bei den Spielen... sind schon jenseits von Gut und Bös und machen nur dem ehrlichen Käufer Probleme. Wer kopiert ist fein raus keine Kopierschutzsysteme die einem reinfunken wenn man z.B. nen harmloses Brennprogramm installiert hat...
Aber für ein Gleichgewicht muss mehr getan werden als hier in diesem Artikel beschrieben wird, weit mehr.

Zu den Abmahngebühren kann man nur sagen,
man muss nicht drauf reagieren.
Siehe Abmahnwahn-Dreipage (google ist dein Helfer)

[ nachträglich editiert von HellboyXS ]
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14.05.2011 10:17 Uhr von Allmightyrandom
 
+8 | -1
 
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Ich denke: da eher an die Möglichkeit, private Filmsammlungen über ein NAS laufen zu lassen.

Netzwerkplayer für Filme gibts zu tausenden, immer mehr Leute nutzen einen und begehen dafür "illegale Handlungen", die aber (solange man nur eigene Filme auf eigene Platten kopiert) niemandem schaden.

Die Industrie baut und verkauft Produkte, die ohne Urheberrechtsverletzung in der jetzigen Form niemand einsetzen kann... da stimmt doch was nicht ;)

Das mit dem deutschen Abmahnrecht irgendetwas nicht stimmt ist doch seit Jahren bekannt. Briefkastenfirmen arbeiten mit Pseudo-Anwälten zusammen um Millionen mit Abmahnungen zu machen. Dabei geht es nicht um grobe Rechtsverstöße, sondern in der Regel um absolute Kleinigkeiten, welche direkt mit mehreren tausend Euro "geahndet" werden, plus Unterlassenserklärung.

Wenn das Abmahnrecht sinnvoll geändert wird haben wir innerhalb kurzer Zeit viele neue Onlineshops von "kleinen Leuten", ich glaube genau deshalb ist die Lobby der Großen dagegen - denn die haben eine große Rechtsabteilung, die Berät. Und durch das Abmahnrecht wird kleine Konkurrenz blitzschnell ausgeschaltet - effektiv und "rechtlich gesichert". Pfui!

[ nachträglich editiert von Allmightyrandom ]
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14.05.2011 10:32 Uhr von HellboyXS
 
+3 | -0
 
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@Allmightyrandom: Tja nur haben die geforderten Abmahn-Kosten keine wirkliche rechtliche Grundlage, weshalb diese Betrüger es mit Einschüchterung im Schreiben versuchten, wer zahlte war dann für die eine Kuh die man melken kann, wer es ignorierte hatte nichts weiter zu befürchten.

Ich lese mir mittlerweile die Urheberrechtshinweise nemme durch habe ich nur ganz am Anfang gemacht, mir sind die mittlerweile egal, kaufe ich mir ein Spiel, so patche ich es erst und danach kommt der Crack drauf dass die Gängelungen nicht mehr existieren. Vieles was ich mache zwingt mich auch das Urheberrecht mit Füßen zu treten, denn es gängelt mich nur noch. Will man mal seine CD auf den MP3 Player spielen darf man das ja auch nicht......
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14.05.2011 11:22 Uhr von Mario1985
 
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Suisse: Was damit sicherlich gemeint ist, ist dass auch die Schadenersatzforderungen gedeckelt werden sollte. Mich haben die erwischt ich sollte 390Euro zahlen... Naja mein Anwalt regelt das... Aber da is auch schon seit fast 6 WOchen Funkstille, wobei die Frist, dass die Gegner was sagen könnten schon seit 3 Wochen abgelaufen ist.... Naja vielleicht wollten die nur ne Melkkuh.... Wenn der sich wehrt dann lassen wirs gut sein, wenn der sich nicht wert dann schaun mer ma was wir daher kriegen.. Deswegen immer zu erst zum Anwalt mit solchen Dingern... Auch wenn es im dem Anschein nach teurer wird... Die vorgefertigte Unterlassungserklärung hat es in sich.... Da stecken Risiken ungeahnten Ausmaßes hinter, so dass man alleine hier schon eine modifizierte Erklärung abgeben sollte. und 150+MwSt sind dafür net zuviel...
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14.05.2011 11:36 Uhr von rolf.w
 
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Seltsame Forderung: Zum einen fordern sie, das Gesetz so zu ändern, dass private Kopien legal bleiben. Zeitgleich fordern sie, die Abmahngebühren zu deckeln(was ja schon längst geschehen ist).
Nun würden Abmahngebühren aber nur dann fällig, wenn man illegal handelt. Und genau diese Illegalität wollen sie abschaffen, was ich durchaus befürworte.
Nur, wenn man die Illegalität abschafft werden die Abmahngebühren hinfällig. Bei kommerziellem Kopieren haben die Abmahngebühren eine untergeordnete Rolle, hier wird Straf- und Zivilrechtlich vorgegangen.

Setzt man also die eine Forderung um, entfällt automatisch der Bedarf, die zweite Forderung zu erfüllen.
So bin ich der Meinung, sie sollten nicht beide Forderungen stellen, sondern sich darauf konzentrieren, die Illegalität abzuschaffen.
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14.05.2011 11:46 Uhr von rolf.w
 
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@Mario1985: "...schon eine modifizierte Erklärung abgeben sollte."

Diese modifizierten Erklärungen findet man leicht im Internet, da kann man sich sämtliche Anwaltsgebühren ersparen.
Zusätzlich bekommt man noch Tipps zum Versand der Erklärung und zur Fristwahrung.

Und ja, Du hast Recht, die vorgefertigten Unterlassungserklärungen der Abmahnanwälte haben es in sich. So bedenken viele nicht, dass sie für jeden einzelnen Titel abgemahnt werden können. Saugt sich also jemand zB die Bravo CD, so kann er nicht nur für die Bravo CD abgemahnt werden, sondern für jeden einzelnen enthaltenen Titel einzeln. Und bei gut 20-30 Titel kämen da auch bei nur 100 Euro Gebühr einiges zusammen.
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14.05.2011 16:56 Uhr von Hawkeye1976
 
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Hmmm: Wir haben schon ein sehr tolerantes Recht auf Privatkopien im Vergleich zu anderen westlichen Ländern (sie §53 UrhG). Ich frage mich, wie man da - vielleicht abgesehen von der Definition von "wirksamen technischen Maßnahmen" beim Kopierschutz - wie man da noch freizügiger werden kann, ohne dabei die Urheber (nicht die Industrie, sondern die Urheber!) zu sehr zu benachteiligen.

= (Weiter-)Verkauf von digitalen Werken =
Wie soll man da zu einer Lösung kommen? Ich kann Urheber und Industrie da verstehen, wenn sie sich mit Händen und Füssen dagegen wehren.
Das Problem ist ja, das gewährleistet sein muss, dass die Datei/das digitale Werk nur vom jeweiligen Besitzer und auch nur einmalig weiterverkauft werden kann. Ansonsten wären dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet.
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15.05.2011 01:15 Uhr von rolf.w
 
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@Hawkeye1976: Der Witz ist doch, Du kannst alle möglichen Waren privat als gebraucht verkaufen, nur bei Medien soll das nicht gehen?!

Es war schon immer so, dass beim Verkauf eines Originals jede verbleibende Kopie illegal wurde, daran hat sich und wird sich nichts ändern. Aber wenn Du ein Buch ausgelesen hast, sollst Du es nicht verkaufen dürfen?! Wenn Du ein Spiel durchgespielt hast, sollst Du es nicht verkaufen dürfen?! Wenn sich Dein Musikgeschmack geändert hat, sollst Du Deine alten CDs nicht verkaufen dürfen?! Wenn Du einen Film schon x-mal gesehen hast, sollst Du die DVD nicht verkaufen dürfen, selbst dann nicht, wenn Du Dir den Film bereits auf Blu-Ray gekauft hast?!

Die Industrie kann ja gerne das Urheberrecht für sich beanspruchen, das Recht an dem eigentlichen Datenträger aber sollte sie schon dem Käufer zugestehen. Wie gesagt, es geht rein um den Verkauf des gebrauchten ORIGINALEN Datenträgers, nicht um die exklusiven Nutzungsrechte.

In diesem Zusammenhang, und nur darum geht es, kann ich Deinen Satz "Ich kann Urheber und Industrie da verstehen, wenn sie sich mit Händen und Füssen dagegen wehren. " nicht nachvollziehen.
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15.05.2011 04:54 Uhr von Hawkeye1976
 
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@rolf.w: Es geht ja um digitale Waren, also zum Beispiel heruntergeladene MP3s.
Beim Buch ist klar, dass es weg ist, wenn du es verkaufst, aber bei einer digitalen ware sieht das schon anders aus.
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16.05.2011 22:32 Uhr von Hawkeye1976
 
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@Zeus35: Du verstehst anscheinend immer noch nicht, was ich meine.

Ich rede von solchen Medien, die per Download als reine Dateien erworben wurden und nicht z.B. von einem Spiel, das auf CD/DVD gekauft wurde.
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17.05.2011 14:58 Uhr von Hawkeye1976
 
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@Zeus35: Das sehe ich auch so. Deswegen ja auch die Problematik.

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