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Russischer Anwalt deckt riesigen Betrugsskandal auf und stirbt im Gefängnis

Der russische Anwalt Sergej Magnitski deckte 2009 einen gewaltigen Betrugsfall auf, in den wahrscheinlich höchste Kreise verwickelt sind. Er wurde daraufhin ohne rechtlichen Grund verhaftet und starb in einer Zelle im Moskauer Butyrka-Gefängnis.

Magnitski hatte entdeckt, dass etwa 160 Millionen Euro veruntreut wurden. Beteiligt war die Leiterin einer russischen Steuerbehörde, zudem muss es Mitwisser im Kreml oder der Regierung gegeben haben.

Präsident Medwedew hat einen unabhängigen Untersuchungsbericht angefordert, der noch im Mai veröffentlicht wird. Schon jetzt ist klar, dass die Inhaftierung Magnitskis rechtlich unhaltbar war. Allerdings untersteht die Aufarbeitung des Falles den gleichen Leuten, die Magnitski ins Gefängnis warfen.


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WebReporter: Kabeltrommel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Gefängnis, Betrug, Anwalt
Quelle: www.welt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.05.2011 16:12 Uhr von Kabeltrommel
 
+6 | -0
 
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Magnitski sah sich selbst als "Geisel". Er durfte in der Haft keinen Besuch empfangen. Er starb, weil ihm ärztliche Hilfe vorenthalten wurde. Schweizer Behörden ermitteln nun, da Einlagen in Schweizer Banken betroffen sind
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11.05.2011 16:40 Uhr von ZzaiH
 
+8 | -0
 
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wird allenfalls ein bauernopfer gehenkt - mehr passiert da nicht, da engagierten ermittlern das gleiche blüht