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2010: Wegen Betrug musste jeder dritte Geldautomat ausgetauscht werden

Rund 60 Millionen Euro Schaden gab es im Jahr 2010 durch den Einsatz gefälschter Bankkarten. Die Methoden werden immer raffinierter, um an Daten der Bankkunden und deren Karten zu gelangen. Montierte Kameras und Tastatur-Attrappen (Bild) sind nur einige Methoden, so das BKA.

Jeder Dritte Geldautomat musste daher im Jahr 2010 ausgetauscht werden. Das sind 2.500 Automaten, die zur sogenannten Cash Group gehören, einem Zusammenschluss der Deutschen Bank und der Commerzbank.

Einige Banken gehen mittlerweile sogar soweit, dass sie die automatischen Türöffner, die den Zugang zur Bank außerhalb der Geschäftszeiten gewähren, abmontiert haben.


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WebReporter: George Taylor
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bank, Betrug, Geldautomat, EC-Karte
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.05.2011 10:34 Uhr von Klassenfeind
 
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Wird es da nicht langsam mal Zeit: das die Banken sich was besseres zum Schutz der Kunden ausdenken, statt die Verantwortung dafür eben diesen zuzuschieben ?

ZB. ist auf jeder Karte ein Chip, den man Codieren könnte, dann könnte das Eingeben einer Pin wegfallen...zusätzlich muß sichergestellt werden, das nicht nur im Ausland kein Geld mit einer Blankokarte gezogen werden kann..zb. mit bestimmten Merkmalen der Karte, die der Geldautomat lesen kann..aber das kostet ja wieder Geld..

..aber damit wäre dieses Geschäft zumindest empfindlich gestört..
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11.05.2011 11:16 Uhr von w0rkaholic
 
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Schwierig Es werden ja verschiedene Methoden verwendet um die Daten abzugreifen, einmal mit einem aufgeklebten zusätzlichen Kartenlesegerät zum Kopieren der Bankkarte und dann in der Regel entweder eine Kamera, die die Eingabe der PIN abfilmt oder ein gefälschtes PIN-Feld, welches die Eingaben gleich protokolliert. Das ist in der Regel so gut gemacht, dass man es wirklich fast nicht bemerkt, Kameras filmen durch stecknadelgroße Löcher, kaum zu entdecken und die Aufsätze sehen aus wie Original, wenn sie entsprechend angebracht wurden.

Eine Idee die ich beim letzten Lesen dazu hatte, ist die Eingabe der PIN nur noch über einen Touchscreen an der gleichen Stelle wo vorher das Eingabefeld saß vorzunehmen. Das Abfilmen wird zwar nicht verhindert, aber die meisten halten ohnehin bereits eine Hand über die andere um Blicke oder Abfilmen zu vermeiden. Ein Touchscreen würde sich meines Wissens nur sehr schlecht unbermekt überkleben lassen, wie es bei dem normalen Eingabefeld doch schon eher möglich ist.

Eine weitere Alternative wäre, dass 2x täglich jemand die Automaten auf Manipulation kontrolliert, bei 60.000.000 EUR Schaden kann man davon locker 1.000 Mitarbeiter gut bezahlen, die nichts anderes tun als den ganzen Tag Automaten kontrollieren. Die Kunden fühlen sich sicherer, Arbeitsplätze wurden geschaffen und die Banken haben keinen Verlust (Plus / Minus Null) gemessen am Schaden der bisher entsteht. Denn soweit ich gelesen habe, wurden alle bisher geprellten Kunden von der Bank entschädigt.

Weitere Lösungsmöglichkeiten, die natürlich auch alle Nachteile haben (können):
- Bargeld nur noch gegen Fingerabdruck statt PIN (oder beides)
- Bargeldautomaten in Polizeistationen aufstellen
- Selbstüberwachende Automaten, beispielsweise durch Lichtschranken oder Wärmebildkameras, die Veränderungen am Automaten erkennen können


Alle Änderungen, besonders die technischen erschweren natürlich nur den Aufwand der Betrüger, unmöglich ist nichts.
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11.05.2011 11:18 Uhr von Fireproof999
 
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@Klassenfeind: In wie weit kann eine Codierung auf dem Chip den PIN ersetzten? Der PIN dient zur Benutzerauthentifizierung und kann höchstens durch ein Fingerabdruck, Netzhautscan oder DNA Profil ersetzt werden.

@workaholic
geb mal eine PIN auf einem Touchscreen ein ohne hinzuschauen. Da verdeckst du dir wortwörtlich die "eigene Sicht"

[ nachträglich editiert von Fireproof999 ]
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11.05.2011 11:33 Uhr von w0rkaholic
 
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@Fireproof999: Ich erkenne den Unterschied zum normalen Pad (da verdecke ich mir doch auch die Sicht) nicht, außer dass man dort natürlich die Felder fühlen kann. Aber selbst das Fühlen lässt sich mit entsprechenden Touchscreens ja realisieren, in dem man die Glasscheibe an den nötigen Felder etwas hervorhebt.

Wenn man seine Hand so hält, dass eine theoretisch oben montierte Kamera (ist wohl der häufigste Trick) das Bedienfeld nicht sehen kann, kann man trotzdem von schräg oben seitlich (der normale Blickwinkel eines davor stehenden Menschen) das Bedienfeld sehen, egal ob Touchscreen oder normale Eingabe - glaube ich zumindest! Falls ich was übersehen habe am besten nochmal Bescheid sagen, man lernt ja nie aus ;-)
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11.05.2011 12:06 Uhr von Zisch
 
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wie soll man das auch erkennen. Wär mir zu blöd ständig erst zu prüfen.

Mir würde es schon reichen wenn jeder Geldautomat gleich aussehen würde, und absolut glatt ist. Sprich man es merken würde wenn ein Aufsatz drauf ist, einfach weil dadurch eine Unebenheit entsteht... oder halt irgendwie sowas :D
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11.05.2011 20:04 Uhr von NoGo
 
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Kommentare Die Kommentare hier sind ja unterirdisch. Es gibt bereits eine nahezu perfekte Lösung für das Problem + zusätzliche Lösungsansätze, was die Automaten angeht.

Das Hauptproblem ist, dass beim sog. Skimming an Geldautomaten der Magnetstreifen kopiert wird. Das löst man, indem man den Magnetstreifen einfach weglässt. Wären die Banken nicht so verdammt träge, uneinsichtig und dumm, hätten sie dass schon längst veranlasst. Aber nein, jemand könnte ja im Ausland (Ja klar, die Diebe natürlich) mit seiner Karte Geld abheben wollen und da kann eben nicht jeder Automat mit dem Chip auf der Karte umgehen.
Genau der ist aber die Lösung des Problems: Er lässt sich so gut wie gar nicht kopieren (Einige Wissenschaftler haben das vor kurzem mal demonstriert, aber die Hardware ist zu groß, um sie an einen Geldautomaten zu klemmen und zu aufwändig zu benutzen). Außerdem kann man die Chips weiterentwickeln (bessere Verschlüsselung, aufwändigere Kommunikation mit dem Automatencomputer, ...), den Magnetstreifen aber nicht. Der Automat braucht dafür nur ein Softwareupdate.
Einige Banken, wie z.B. die Sparkasse haben an ihren Automaten Bügel oder durchsichtige Kunststoffvorbauten, die man praktisch nicht überbauen kann, ohne dass es jemand merkt. Und auch die Tastatur ist durch Bleche, die die Sicht verdecken zumindest halbwegs vor Tastaturüberkleben und Kameras gesichert.

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