09.05.11 06:29 Uhr
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Landung in Methan-Ozean auf Titan ist Ziel einer möglichen NASA-Mission

Die NASA hat kürzlich drei Vorschläge für eine zukünftige Forschungsmission ausgewählt, deren konzeptionelle Weiterentwicklung nun mit jeweils drei Millionen Dollar finanzieller Unterstützung vorangetrieben werden soll. Die Auswahl der Projekte fand im Rahmen des Discovery-Programms der NASA statt.

Eines der drei Projekte, TiME (Titan Mare Explorer), sieht vor, in einem Methan-Ethan-Ozean Titans zu landen und ihn dann schwimmenderweise zu erforschen. Das zweite Projekt, GEMS (Geophysical Monitoring Station), würde sich mit der inneren Struktur unseres Nachbarplaneten, dem Mars, beschäftigen.

Das letzte Projekt in der engeren Auswahl, Comet Hopper, zielt auf die detaillierte Analyse der chemischen Zusammensetzung von Kometen ab. Welche Mission durchgeführt wird, entscheidet sich zu einem späteren Zeitpunkt. Die Kosten der finalen Mission werden (ohne Start) maximal 425 Millionen Dollar betragen.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: NASA, Mission, Ziel, Landung, Titan, Ozean, Methan
Quelle: www.astropage.eu

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.05.2011 06:29 Uhr von alphanova
 
+5 | -1
 
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Hm ich finde, dass alle drei Projekte ihren Reiz haben, wobei ich persönlich zu der Mars-Mission oder der Titan-Mission tendieren würde. Neben den Konzeptstudien der Forschungsmissionen hat die NASA übrigens auch drei neue technologische Entwicklungen ausgewählt, dafür hat der Platz in der News nicht mehr ausgereicht.

Die Illustration zeigt die vorgeschlagene Geophysical Monitoring Station der Mars-Mission.
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09.05.2011 09:05 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -6
 
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Warum wohl ausgerechnet der Mond? Ich vermute stark, dass zu einem gewissen Teil die Ölmultis ihre Finger im Spiel haben. Schließlich ist Methan ein sehr guter Brennstoff mit einer recht hohen Energiedichte.

Ist zwar noch ein weiter weiter Weg bis die Menschheit "Bergbau" auf anderen Planeten, Monden, Kometen, etc. vornehmen kann, aber mit dem passenden Kleingeld ist das bestimmt auch nicht sooo weit hergeholt.

[ nachträglich editiert von MC_Kay ]
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09.05.2011 09:40 Uhr von K.T.M.
 
+5 | -1
 
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@MC_Kay: "Ich vermute stark, dass zu einem gewissen Teil die Ölmultis ihre Finger im Spiel haben. Schließlich ist Methan ein sehr guter Brennstoff mit einer recht hohen Energiedichte."


Das wäre wirtschaftlich so dermaßen unrentabel, dass es definitiv kein Grund ist. Alles was wir brauchen ist Energie. Und da prasselt pro Jahr völlig kostenlos 3,9*10^24 J bzw. 1,08*10^18 kWh auf uns nieder.


Trotzdem wäre eine Mission zum Titan sehr interessant. Wobei mich auch Missionen zu den Eismonden, inklusive Bohrungen zu dessen flüssigen Ozeanen interessieren würde.
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09.05.2011 11:51 Uhr von MC_Kay
 
+0 | -0
 
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@K.T.M. Das es "unrentabel" ist, kann stimmen.
Vor einigen Jahren wurde noch gesagt, dass man niemals Öl aus Ölschiefer oder Ölsand benötigen wird, weil die Gewinnung als äußerst unproduktiv galt. Heutzutage ist es schon rentabler geworden und wird auch angewendet.

Als Methanerz auf dem Meeresboden entdeckt wurde, hat ein Ölkonzern (BP oder Shell .... weiß es nicht mehr genau) eine Studie in Auftrag gegeben, was rentabler und "zukunftssicherer" ist. Dabei wurde die Förderung des Methanerzes mit der im Weltraum (Kometen, Monden (auch Titan), etc.) verglichen und es kam heraus, dass der Kostenunterschied nicht soviel unterschiedlich ist.

Der normale Mennschenverstand würde erstmal behaupten, dass es nicht sein kann/wird, aber die Geschichte hat uns auch gezeigt, dass sehr viele Profezeihungen nicht ganz richtig waren. ;)
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09.05.2011 12:41 Uhr von K.T.M.
 
+2 | -1
 
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@MC_Kay: Ölsand/Schiefer wird rentabel ab einen Rohölpreis von 40$/Barrel. Kohleverflüssigung wird rentabel ab einen Rohölpreis von 25 $/Barrel. Die Förderung, Transport und Lagerung von Rohöl kostet ca. 14 $/Barrel. Wenn man sich also nicht tausend Sachen ausdenken würde, damit der Rohölpreis an der Börse so hoch ist, wären beide Alternativmethoden immer noch unrentabel.

Methanhydrate als Energiequelle wurde zwar mal diskutiert ist aber im Prinzip totaler Schwachsinn. Die eigentliche Idee dahinter war auch nicht die Methangewinnung sondern die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in den Klathraten. Dabei wird dann Methan freigesetzt, CO2 gespeichert und das CH4 könnte man nutzen. Aber als reine Energiequelle sind Methanhydrate absolut ungeeignet, da gibt es wesentlich billigere und nachhaltige Methoden zur Methangewinnung.

Kohlenwasserstoffe in welcher Form auch immer als Rohstoffquelle von fremden Himmelskörpern wird es niemals geben, da es genügend Alternativen auf der Erde gibt (Chemie und Biotechnologie lässt grüßen). Anders sieht es da bei anderen Rohstoffen, wie Metallen aus. Das wäre sinnvoll und auch irgendwann notwendig, da unsere Vorkommen begrenzt sind und man Metalle auch nicht auf biotechnischen oder chemischen Weg herstellen kann wie Kohlenwasserstoffe.

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