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Vorsätzliche Täuschung: Karl-Theodor zu Guttenberg von Uni Bayreuth beschuldigt

Die Universität Bayreuth hat nun ihre Untersuchungsergebnisse im Fall der plagiierten Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg bekannt gegeben. Die Universität hat keinen Zweifel daran, dass der Ex-Minister vorsätzlich getäuscht und "wissenschaftliche Standards grob verletzt" habe.

In der gesamten Doktorarbeit finden sich Stellen, die zweifelsfrei Plagiate sind, so die Erklärung der Universität. Als Beispiel nannte man die Verwendung der Arbeit des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Bereits am 23. Februar hat die Uni dem damaligen Minister den Doktortitel aberkannt.

Aufgrund der Plagiatsaffäre nahm zu Guttenberg seinen Hut als Verteidigungsminister. Eine Mitschuld des Doktorvaters Peter Häberle sieht die Uni nicht. "Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus", so Guttenberg nach Bekanntwerden der Vorwürfe.


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WebReporter: noflowers
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Uni, Universität, Karl-Theodor zu Guttenberg, Plagiat, Bayreuth, Täuschung
Quelle: www.spiegel.de

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06.05.2011 15:51 Uhr von VinceVega78
 
+34 | -2
 
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jeder mit ein bischen ahnung darüber, wie eine doktorarbeit entsteht und was für einen bockmist guttenberg gebaut hat (bauen lassen), dem ist klar, dass das vorsatz sein musste, gut, jetzt ist es offiziell.
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06.05.2011 16:34 Uhr von Guschdel123
 
+16 | -1
 
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Die Frage ist doch: Was geschieht jetzt mit der Universität Bayreuth??
Letztendlich ist es auch ihr Fehler, dass dieses Plagiat veröffentlicht werden konnte.
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06.05.2011 16:43 Uhr von Schwertträger
 
+9 | -4
 
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Dass der Doktorvater nichts wusste, nehme ich ihm nicht ganz ab.
Mindestens aber war er faul und hat die von Guttenberg eingereichten Manusskripte nicht nachrecherchiert, wie es seine Aufgabe gewesen wäre.
Wenn Journalisten herausfinden, dass Guttenbergs Arbeit abgekupfert ist, dann müsste das ein in der Materie bewanderter Prof eigentlich auch können.

Wichtig ist jetzt auf jeden Fall, dass es ein Betrugsverfahren gibt und das möglichst medienwirksam verbreitet wird, damit im Ausland der deutsche Doktortitel nicht noch mehr Schaden erleidet.
Das wäre nämlich ein handfester wirtschaftlicher Nachteil.
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06.05.2011 17:07 Uhr von Hartz IV
 
+14 | -1
 
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Schwertträger: nein, die tatsache, dass der doktorvater das nicht heraus gefunden hat, bedeutet eigentlich folgendes: er hat die arbeit nur oberflächlich gelesen. der inhalt war ihm egal. er hat sich von guttenberg oder von seinem adelstitel blenden lassen.
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06.05.2011 17:54 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -4
 
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@HartzIV: Darum habe ich ja auch in meinem zweiten Satz genau diese Möglichkeit beschrieben. :-)

Dafür müsste er aber auch gehörig eins auf den Deckel kriegen, denn es ist seine Aufgabe, mehr als oberflächlich dort rein zu schauen.
Doktorväter in wissenschaftlichen Bereichen müssen sich ja auch fachlich mit den Arbeiten ihrer Zöglinge auseinandersetzen und sie -- teils mehrfach -- lesen und beurteilen, alleine schon, um sie vernünftig betreuen zu können.
Warum also sollte es ein Prof. da im geisteswissenschaftlichen Bereich einfacher haben, sein Geld zu verdienen?

Außerdem ist der Prof ja kein Jungspund mehr. Da sollt eihm schon bewusst sein, dass auch oder gerade ein junger Adliger es genauso faustdick hinter den Ohren hat.


Und die Stoiber-Tochter sollen sie auch dran kriegen.
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06.05.2011 19:12 Uhr von KnochenAnspitzer
 
+4 | -2
 
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sehe ich genauso: wofür sind "Lehrer" da, wenn sie die Tests bzw. Arbeiten nicht korrekt prüfen?
Der "Doktorvater" hat eindeutig nicht das gemacht, was er machen sollte, prüfen ob er würdig ist einen Doktortitel zu tragen und prüfen ob die geleistete Arbeit rechtens ist !!!
Die Schuld sehe ich eindeutig nur beim "Doktorvater", ein durchgefallen hätte die Sache korrekt bewertet.
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06.05.2011 21:11 Uhr von Botlike
 
+5 | -1
 
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Komische Angelegenheit Wir mussten selbst im ersten Semester (Jura) unsere Hausarbeit als Word-Dokument hochladen, damit mit einem Programm nach Plagiaten gesuht werden konnte. Schon sehr komisch, dass die Uni Bayreuth nichts davon wusste...
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07.05.2011 00:53 Uhr von shadow#
 
+2 | -0
 
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Na, dann hört der ganze Zirkus hoffentlich mal auf: Sogar im aktuellen Stern sind noch Leserbriefe abgedruckt in denen sich ein paar Unions-Vollidioten über manipulierte Internetmeinungen und den "Sozialneid" echauffieren, der einige dazu treibt es nicht zu akzeptieren, dass man wenn man in der richtigen Partei ist, seinen Doktortitel auch ganz ohne eigene Leistung bekommen sollte.
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07.05.2011 01:18 Uhr von Falap6
 
+2 | -1
 
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@einige Vorredner: Also ich habe micht nicht mit diesem konkreten Fall beschäftigt, aber generell ist es nicht so trivial festzustellen, ob eine Doktorarbeit korrekt erstellt wurde, wie ihr euch das anscheinden vorstellt. Die Arbeit wurde von einer oder mehreren Personen gelesen und eine Person kennt nicht alle Veröffentlichgunen. Mit Sicherheit sollten mal stichprobenaritg einie PAssagen überprüft werden, es ist aber mit SIcherheit nicht Aufgabe des Doktorvaters jedes Zitat zu überprüfen.

@schwertträger
Nicht Jorunalisten haben die Auffälligkeiten endeckt, sondern ein Rechtsiwssenschaftler.

@Matthias
Wer sagt denn, dass die Doktorarbeit insgesamt scheiße war? Es kann ja gut sein, dass das, was da stand, gut und schlüssig war, nur zum Teil halt abgeschrieben ohne Quellenverweis.

[ nachträglich editiert von Falap6 ]
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07.05.2011 12:38 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+6 | -1
 
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Egal ob der Doktorvater: in angemessenem Rahmen bewertet hat oder nicht.

Guttenberg ist schuldig der Urheberrechtsverletzung und des Betruges!

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