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Zufallsfund: Ameisenfossil von der Größe eines Kolibris entdeckt

Bei dem Besuch eines Kollegen im Denver Museum of Nature and Science machte der Paläontologe Bruce Archibald (Simon Fraser University, Kanada) per Zufall eine erstaunliche Entdeckung: In einer Schublade fand er das Fossil einer Riesenameise, die in Punkto Größe mit einem Kolibri hätte konkurrieren können.

Die fünf Zentimeter lange Ameisenkönigin lebte vor rund 50 Millionen Jahren im heutigen Wyoming. In der damaligen Epoche des Eozän herrschte in dieser Region ein heißes, tropisches Klima, was nach Meinung der Wissenschaftler das Riesenwachstum der urzeitlichen Insekten positiv beeinflusst haben könnte.

Fossilien von Riesenameisen wie diese neue Art namens "Titanomyrma lubei" liefern den Forschern aber nicht nur Einblicke in Körperbau und Lebensweise der Insekten. Sie lassen auch Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen in ihren Lebensräumen zu, die zum Teil auf heutige Ökosysteme übertragbar sind.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Archäologie, Größe, Fossil, Ameise, Kolibri
Quelle: www.astropage.eu

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.05.2011 06:37 Uhr von alphanova
 
+28 | -2
 
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Es ist schon beeindruckend, was für eine Fülle an Informationen die Wissenschaftler aus so einer Versteinerung ableiten können. In der Quelle wird noch etwas genauer auf die klimatischen Aspekte eingegangen, das passte nicht mehr alles in die News.
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06.05.2011 09:05 Uhr von Feiermeyer
 
+27 | -0
 
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Interessante News: Beeindruckend welche Ausmaße Insekten in der Urzeit hatten. Ich meine mal gelesen zu haben, dass es sogar Libellen mit bis zu einem Meter Flügelspannweite gegeben haben soll.

Gut, dass Wespen und Stechmücken heute kleiner dimensioniert sind. Wer will schon mit dem Vorschlaghammer auf die einschlagen? :D

Wie immer gut geschriebene News: Danke!
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06.05.2011 09:56 Uhr von Subsidycode
 
+11 | -0
 
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Oh Gott ich denk grad an die "Ameisenstraße" auf meinem Balkon, wenn das solche Viecher wären, die da rüberkrabbeln würden, oh Gott oh Gott... ;o)
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06.05.2011 10:56 Uhr von hboeger
 
+5 | -4
 
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Oder keine Ameise ? sieht eher wie eine Hornisse aus ! !
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06.05.2011 11:05 Uhr von Friedbrecher
 
+13 | -0
 
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@hboeger: Das kommt daher, dass es eine Ameisenkönigin ist, keine normale Arbeiter- oder Wächterameise. Königinnen haben nach dem Einnisten einen aufgeblähten Hinterleib, da sie voll ausgebildete Eierstöcke haben und sich im Hinterleib die Eier bilden. Dafür sind sie im Vergleich zu Arbeitern ziemlich "dumm".
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06.05.2011 11:45 Uhr von hboeger
 
+2 | -15
 
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06.05.2011 13:57 Uhr von Sopha
 
+11 | -0
 
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hboeger: dafür das du soviel weißt, sieht dein Wissen ziemlich nach Frage und Skepsis aus!


Vllt noch ne Zusatzinfo:

Das Riesenwachsetum von Insekten in der Urzeit hängt auch mit einem deutlichen höherem Sauerstoffgehalt in der Luft zusammen. Es gibt auch Experimente mit Kakerlaken (glaub ich) welche in 30%-iger Sauerstoffatmosphäre bis zu 20% größer werden. Da brauchts dann wirklich ne Kleinkaliber um die Totzukriegen^^
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06.05.2011 14:13 Uhr von Katerle
 
+3 | -0
 
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kann man sich gar nicht: so recht vorstellen das es so große ameisen gab
auf diese weise erfährt man immer wieder neues
was einen erstaunen lässt

die news ist eine wohltat zwischen den massen an bb und möchtegern promi news

vielen dank an den autor
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06.05.2011 15:59 Uhr von Zivil-Isolation
 
+6 | -0
 
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Gute News! Erinnert mich an so eine riesige Waldameise die mich mal fast zu tode erschreckt hat. Die war bestimmt auch gute 2,5 bis 3cm groß! Nichtsahnend auf so ner Holzstamm Brücke im Wandergebiet gesessen und plötzlich sitzt paar cm weiter so nen Riesenoschi *schauder*

[ nachträglich editiert von Zivil-Isolation ]
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06.05.2011 18:37 Uhr von Guschdel123
 
+2 | -0
 
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Genau @ Sopha: Insekten nehmen ihren Sauerstoff durch Tracheen auf, haben also einen passiven Atemvorgang. Dieser kann lediglich durch sog. ´´Stigmen´´ reguliert werden, welche quasi wie Ventile fungieren.
Durch die Tracheen werden Insekten auch in der heutigen Zeit in wärmeren Gebieten größer als in den Kalten, da die Molekularbewegung der Luft in wärmeren Gebieten höher ist als die in den Kalten.

Edit: Noch zu erwähnen ist, dass dieses Atmungssystem fast ausschließlich unabhängig vom Blut funktioniert.

[ nachträglich editiert von Guschdel123 ]
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07.05.2011 08:53 Uhr von Sopha
 
+3 | -0
 
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tja ruckzuck: Schublade heißt in der Wissenschaft heißt meistens nicht eine unterm Schreibtisch, sondern die ganze Wand voll, 200, 300 und mehr!

Und dich will ich mal sehn wie du Hunderte und Tausende Objekte sichtest und klassifizierst. Und du siehst ja, irgendwann werden die Bestände durchgearbeitet und dann erst können solche Sache entdeckt werden.

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