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Bewusst falsche Aussagen: Ex-Arcandor-Chef Middelhoff muss Aktionär entschädigen

Ex-Arcandor-Vorstandsvorsitzender Thomas Middelhoff muss einem Kleinaktionär wegen bewusst falscher Angaben Schadenersatz bezahlen. Ein Sprecher des Kaufhauskonzerns sagte nämlich im September 2008, man werde die Thomas Cook-Beteiligung behalten.

Doch nur wenige Stunden später äußerte Arcandor, dass ein Verkauf des Reiseunternehmens nicht ausgeschlossen sei. Das Gericht sieht darin eine sittenwidrige Schädigung und sprach dem Kläger 2.575 EUR Schadenersatz zu. Der Kläger ist Jan-Eric Peters, Chefredakteur der "Welt".

Peters verlor 50.000 EUR mit Arcandor-Wertpapieren und klagte unter anderem auch wegen irreführender Angaben zur Kapitalerhöhung. Diesem Punkt folgte das Gericht jedoch nicht. Die Deutsche Schutzvereinigung von Wertpapierbesitz sagte, dass es sich um einen Einzelfall handele.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Chef, Entschädigung, Aktionär, Arcandor
Quelle: www.ftd.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.05.2011 19:49 Uhr von no_trespassing
 
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Hätet Lieschen Müller geklagt, wäre zu 99,9% abgewiesen worden.

Im vorliegenden Fall handelt es sich aber bei dem Kläger um den mächtigsten Kopf eines Axel-Springer-Blatts, weswegen das Gericht hier mal eine Ausnahme macht. Schließlich will das Haus keinen Stress mit der BILD-Zeitung.

Es geht - Schadenersatz ist möglich, wie man sieht. Aber man muss die Lobby dazu in diesem Land haben. Armes Deutschland.

Middelhoff gehörte für 10 Jahre hinter Gitter!
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05.05.2011 19:59 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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@no_trespassing: Mit deinem Kommentar nimmst du mir die Worte aus dem Mund.

Dass eine solche Klage auch nur ansatzweise Erfolg hat, da war mir sofort klar dass da irgendwas anders gelaufen sein muss. (Konnte man die Sache in der "Welt" verfolgen?)
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06.05.2011 07:50 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -0
 
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10 Jahre hinter Gitter und den Verlust von 50.000 € zurückzahlen.

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