Europa: Fischer sollen zukünftig Plastikmüll fangen
Die EU möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Erstens die Überfischung eindämmen und zweitens die Meeresverschmutzung eindämmen. Dazu möchte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki in einem Pilotprojekt ab dem nächsten Monat Fischereien dafür bezahlen, Plastik zu "fischen".
Viele Fischereien kippen Fische direkt wieder ins Meer, da z.B. Fangquoten für bestimmte Fische ausgeschöpft bzw. die Fische nicht gewinnbringend verkauft werden können. In manchen Gebieten würden daher bis zu zwei Drittel der Fänge wieder tot im Meer landen - bei einer Überfischung von über 72 Prozent.
Fischereien sollen vorerst subventioniert werden, wenn sie Plastik statt Fische fangen. Auf die lange Sicht gesehen sollen aber die Subventionen wieder wegfallen, wenn der Preis für recyceltes Plastik steigt und den Unternehmen Gewinne bringt.