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Zwei Voraussagen der Relativitätstheorie endgültig bestätigt (Update)

Nach über 50-jähriger Vorbereitungs- und Entwicklungszeit konnte der 2004 gestartete Forschungssatellit "Gravity Probe B" jetzt seine Mission erfolgreich abschließen. Seine Hauptaufgaben waren der Nachweis zweier Effekte, die von Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie vorausgesagt wurden.

Es ging zum einen um den geodätischen Effekt (Krümmung der Raumzeit durch Gravitation) und zum anderen um den Frame-dragging-Effekt (Verdrillung der Raumzeit durch einen rotierenden Körper). Die vorläufige Auswertung der übertragenen Daten schien die Existenz dieser Effekte schon zu bestätigen (ShortNews berichtete).

Aufgrund unvorhergesehener Probleme mit den hochempfindlichen Gyroskopen an Bord des Satelliten konnte die endgültige Bestätigung aber erst nach der nochmaligen, jahrelangen sorgfältigen Auswertung der Daten erfolgen. Gravity Probe B war ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der Stanford University.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Update, Albert Einstein, Bestätigung, Relativitätstheorie
Quelle: www.astropage.eu

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.05.2011 13:21 Uhr von alphanova
 
+69 | -1
 
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Über 50 Jahre Entwicklungszeit sind schon sehr ungewöhnlich. Quasi nebenbei wurden die durch Entwicklung und Konstruktion der Instrumente und des Satelliten gewonnenen Erkenntnisse auch in andere Bereiche integriert, zum Beispiel in das heute zum Standard gehörende GPS.
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05.05.2011 13:50 Uhr von Dodge93
 
+41 | -8
 
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wie: immer, tolle news, alpha :)
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05.05.2011 14:19 Uhr von Randall_Flagg
 
+9 | -2
 
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Ich verstehe das mit den Gyroskopen nicht. Kann mir da jemand weiterhelfen? Also die Gyroskope zeigen die ganze Zeit in Richtung eines Planeten während der Satellit um die Erde kreist. Und durch welche Gravitation neigen sich die Gyroskope? Durch die der Erde? Warum beweist das, dass Gravitation Auswirkungen auf Raum und auf Zeit hat, Zeit hat doch damit nicht wirklich viel zu tun? Sorry ich stehe da gerade auf dem Schlauch.
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05.05.2011 14:56 Uhr von Wurstwasserpfeiffe
 
+14 | -1
 
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Die Gyroskope rotieren im: Satelliten und stabilisieren diesen dadurch.

Einfaches Beispiel für ein Gyroskop:

Ein Fahrrad:)
Die beiden Reifen sind quasi Gyroskope:)
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05.05.2011 15:03 Uhr von Randall_Flagg
 
+2 | -0
 
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Ich weiß was ein Gyroskop ist ;) Ich verstehe nur nicht warum die Neigung der Gyroskope durch Gravitation beweist, dass Gravitation Auswirkungen auf die Raum-Zeit-Krümmung hat.
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05.05.2011 15:15 Uhr von alphanova
 
+4 | -3
 
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@Randall_Flagg: http://einstein.stanford.edu/... da wirds ganz gut erklärt

PS: Gruß an Mutter Abigail ;)
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05.05.2011 15:25 Uhr von Randall_Flagg
 
+3 | -1
 
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Danke für den Link, lese ich mir nachher mal durch (in der Hoffnung, dass ich´s verstehe, mit Fachenglisch hab ich manchmal so meine Probleme *g*).

Grüße zurück ;D Sie meint in Colorado soll´s recht nett sein in diesen Zeiten.
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05.05.2011 17:41 Uhr von Raven04.82
 
+9 | -1
 
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@Randall_Flagg: der Gyroskop wird lediglich zum perfekten Ausrichten der MessInstrumente auf eine einzige Richtung / einen einzigen Punkt im Raum verwendet. Ähnlich wie unsere Koordinaten sich alle auf die Nord-Süd- Achse und Äquator beziehen, nur eben in einem 3- Dimensionalenraum. Das Problem der Sache ist, dass der Messsatellit sich innerhalb des zu messenden Bezugssystems befindet. Stell dir vor du drehst dich selbst um deine eigene Achse und musst gleichzeitig das Zimmer vermessen in dem du dich gerade befindest. Ohne eine festgelegte Richtung kriegst du kaum Ergebnisse.... und wenn sich nun auch das Zimmer um seine eigene Achse dreht, und das Wohngebiet wiederrum um eine entferntere Achse.... wird es schnell kompliziert.... ganz besonders wenn du eine Zeitdiletation in der horizontalen Achse und eine Längenkontraktion in der vertikalen (schon alleine wegen der zu beobachtenden Bewegung!) eines sich bewegenden und zu messenden Systems erwartest und bestätigen musst. Ohne perfekte Ausrichtung könnte man die Theorien nur bestätigen, wenn du als Beobachter komplett still stehst, sprich alles dreht sich nur um dich selbst, du bist Mittelpunkt des Universums, und das sich bewegende Bezugssystem zuschaust..... was aber nicht geht.... schade eigentlich ;)

[ nachträglich editiert von Raven04.82 ]
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05.05.2011 17:55 Uhr von Randall_Flagg
 
+2 | -1
 
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Raven04.82: Danke für die Erklärung ;)
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05.05.2011 21:09 Uhr von Deathmachine
 
+3 | -1
 
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Top News: Und top Kommentar:
Gerne behaupten die Leute, solch komplexe Forschung würd ja niemanden was bringen. Aber wenn als "Nebenprodukt" GPS bzw. ein Teil des GPS-Systems dabei raussprang wird da kaum jemand was gegen sagen können.

Gruß
Deathmachine
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06.05.2011 01:54 Uhr von StrammerBursche
 
+4 | -17
 
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06.05.2011 05:06 Uhr von MatmanG
 
+3 | -1
 
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@Strammer Ich verstehe dein Problem nicht.
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06.05.2011 07:50 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -4
 
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@MatmanG: ihn nervt das "hast du toll gemacht-gespamme".

was die entwicklung von gps mit der raumzeitkrümmung oder -verdrillung zu tun haben soll erschließt sich mir nicht. bei gps geht es um signallaufzeiten von relativ festen punkten (den satelliten) aus. das hat nix mit relativitätstheorie zu tun.

die 50 jahre vorbereitungszeit sind genauso blödsinnig wie die durch angebliche "probleme mit den gyroskopen" jahrelange auswertung. das hört sich alles noch wissenschaftler-abm an.
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06.05.2011 09:02 Uhr von Feiermeyer
 
+2 | -0
 
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@strammer: Wenns für dich so ein Problem ist: Rechts oben im Browser is so ein kleines ´X´ -> drauf drücken und schon sind deine Leiden gelindert.
Vielleicht solltest du auch mal ausm Keller raus und die Sonne genießen. Soll gegen Depressionen ganz gut sein


Top-News, wie immer, Plus von mir.
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06.05.2011 14:33 Uhr von alphanova
 
+7 | -2
 
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@BerlinT83: das ist nicht ganz korrekt..

alfanowa klappert nicht scinexx.de / astropage usw ab sondern nur noch astropage, was daran liegen könnte, dass alfanowa die Nachrichten auf astropage auch eigenhändig schreibt, so wie die Zusammenfassungen selbiger für SN... aber trotzdem danke für das Lob ^^

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