03.05.11 15:56 Uhr
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Funktionsprinzip der Kolibrizungen erklärt

Obwohl die Funktionsweise der Kolibrizungen niemals experimentell bestätigt wurde, glaubten Wissenschaftler seit rund 180 Jahren, dass die Vögel den sogenannten Kapillareffekt zur Nahrungsaufnahme verwenden. Alejandro Rico-Guevara, ein Doktorand an der University of Connecticut, hat diese Theorie nun widerlegt.

Der Kapillareffekt ist ein physikalisches Prinzip, durch das Flüssigkeiten (wie Nektar) in engen Röhren (wie Kolibrizungen) nach oben steigen. Rico-Guevara konnte mit Hilfe von Hochgeschwindigkeitsvideoaufnahmen nachweisen, dass Kolibris ein völlig anderes Prinzip zur Nahrungsaufnahme benutzen.

Kommt die gespaltene Zunge eines Kolibris in Kontakt mit dem Nektar in einer Blüte, so verändert sich automatisch ihre Form. Es entstehen winzige Fransen, die den Nektar mit sich zurück in den Mund des Vogels reißen. Die Formveränderungen geschehen vollkommen passiv, das Tier muss dafür keine Energie aufbringen.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Vogel, Funktion, Erklärung, Prinzip, Kolibri
Quelle: www.astropage.eu

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.05.2011 15:56 Uhr von alphanova
 
+8 | -3
 
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Das Video ist sehenswert...
Bestimmt hat jeder schonmal Zeitlupenaufnahmen von schwebenden Kolibris gesehen. Die allein sind schon beeindruckend, aber erst die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und spezielle Futterstellen mit durchsichtigen Wänden konnten zeigen, wie die Zunge eines Kolibris wirklich funktioniert.
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03.05.2011 16:32 Uhr von Nashira
 
+3 | -1
 
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boah: die 3 highspeed videos unten in SW sind ja mal echt krass!

das erinnert mich an so ne greifhilfe, wo unten die greifarme aufgehen, wenn man oben drückt lach

ziemlich effektive methode, komisch dass man das nicht schon früher festgestellt hat?
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03.05.2011 16:36 Uhr von alphanova
 
+5 | -1
 
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@nashira: Das liegt daran, dass man die Bewegungen der Zunge nicht so gut nachverfolgen konnte weil die a) zu schnell sind und b) normalerweise innerhalb der Blüten stattfinden, wo man sie nur schwer sehen kann.

mit diesen durchsichtigen "Nektarspendern" funktionierte das wohl besser
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03.05.2011 16:43 Uhr von Bender-1729
 
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03.05.2011 17:38 Uhr von nostrill
 
+2 | -0
 
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@Bender-1729: Der Typ der damals das Rad erfand durfte sich so Sprüche sicher auch anhören. Ich persönlich bin froh dass er drauf geschissen hat und nicht weiter mit bloßen Händen versucht hat Bären zu erwürgen, denn ohne den Typen der den Speer oder den Bogen erfunden hat hätte das so gehen müssen. Normalerweise wollen Menschen immer mehr wissen damit es Fortschritt gibt, und wenns nur so kleine Sachen sind wie das hier. Man weiß zu was es mal gut sein kann und wenns nur für "ach so ist das!" ist.

[ nachträglich editiert von nostrill ]
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03.05.2011 17:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -0
 
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@Bender-1729: "Gibt es eigentlich keine dringenderen Probleme auf der Welt, mit denen man Wissenschaftler beschäftigen könnte?! "

Ne, die ham wa alle für dich Genie aufgehoben.....

*facepalm*



Interessante News mal wieder von Alpha! Danke!
Und diesmal verstehe ich die auch.... ^^
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04.05.2011 15:11 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -0
 
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Ja, ich frage mich auch, warum die hochbezahlten Wissenschaftler nicht schon vor 180 Jahren einfach Hochgeschwindigkeitskameras aufgestellt und das ganz einfach gefilmt haben....so doooof, echt.

180 Jahre haben sie daran geforscht und dabei Unmengen an Geld vernichtet. *rolleyes*

Und alle Wissenschaftler bekommen immer einen Auftrag und dafür immer unheimlich viel Geld damit sie solche wichtige Grundlagen erforschen können.

"Alejandro Rico-Guevara, ein Doktorand an der University of Connecticut..."

Der gute Alejandro könnte auch einfach nur neugierig gewesen sein, oder ein Thema für seine Dissertation gesucht haben.... ^^

PS: Ich glaub ja, das hat einfach 180 Jahre keine Sau interessiert.... ;-)

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