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Zwickau: Neunjähriger verliert Vater aus den Augen und läuft 20 Kilometer weit nach Hause

Ein Vater war mit seinem neunjährigen Sohn am Mittag in Zwickau einkaufen. Doch aus nicht genannten Gründen verloren sich beide aus den Augen.

Der Vater alarmierte die Polizei, die den Jungen daraufhin suchten. Doch nach Angaben der Beamten hatte sich der Neunjährige schon längst auf den Heimweg gemacht, nachdem er seinen Vater nicht mehr fand.

Der Junge lief allein in das 20 Kilometer entfernte Bernsdorf, wo er dann auch gegen 18.45 Uhr in der elterlichen Wohnung wohlbehalten eintraf.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Vater, Junge, Zwickau
Quelle: www.ovb-online.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.05.2011 18:27 Uhr von derNameIstProgramm
 
+7 | -0
 
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Klassische Situation: in der ein Handy geholfen hätte.

Ich befürworte zwar keine Handys für kleine Kinder, aber manchmal hätten sie schon einen Sinn.
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02.05.2011 05:33 Uhr von KamalaKurt
 
+2 | -2
 
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Er hätte aber auch einen anderen Erwachsenen fragen können, ob er seinen Vater anrufen könnte. Hätte er mich gefragt, mit meinem Handy hätte er telefonieren dürfen.
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02.05.2011 18:00 Uhr von Knoffhoff
 
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@KamalaKurt: Vielleicht ist ihm aber auch eingeschärft worden, nicht mit Erwachsenen zu sprechen.

Da hat der Kleine wirklich Glück gehabt.
Hätte er doch einem Perversling auch begegnen können.
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03.05.2011 13:02 Uhr von Schwertträger
 
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Natürlich hätte wohl fast jeder, den er gefragt hätte, erlaubt, mit dem eigenen Handy zu telefonieren. Aber ob der Junge die Handynummer des Vaters auswendig wusste?

Außerdem ist die Lösung so doch wesentlich besser gelaufen. Jedenfalls für den Kleinen. (Die Eltern dürften dagegen einiges ausgestanden haben). Er hat die beiden Erfolgserlebnisse, richtig entschieden und den Weg von 20 km in guter Zeit allein, selbständig und in Erwachsenenmanier geschafft zu haben. Davon wird er sein Leben zehren.
Augenscheinlich ist er auch nicht in Panik geraten, so dass die Erinnerung nicht negativ überschattet wird.

Der Polizeieinsatz hat zwar Geld gekostet, aber es gibt unangenehmere Steuerausgaben als dies hier.
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03.05.2011 15:15 Uhr von KamalaKurt
 
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@Knowhoff und @Schwertträger warum traut ihr einem 9 jährigen nicht zu, dass er nach dem Anruf irgendwohin geht, z.B. ein Cafe oder dort wo sich viele Menschen aufhalten, dass der Gutmensch, der ihn telefonieren ließ, ihn belästigen könnte.

20 km nach Hause zu laufen, so meine ich, ist weit gefährlidcher, da er ja, kurze Kinderbeine mindestens 6 Stunden unterwegs war.

Er war ja verloren gegangen wo Menschenansammlungen waren. Dieser kleine Mann hat wahrscheinlich gewusst, ich darf mit keinem fremden Menschen mitgehen, also hätte er auch auf seinen Vater an oder im Einkaufszentrum warten können.

Es ist weitläufig so, dass man Kindern aus normalen Verhältnissen nichts zutraut. Und wenn ein Kind nur durch diese Ignoranz der Erwachsenen lebt, verliert auch dieses Geschöpf sein Selbstvertrauen.
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03.05.2011 15:25 Uhr von Schwertträger
 
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@KamalaKurt: >warum traut ihr einem 9 jährigen nicht zu, dass er nach dem Anruf irgendwohin geht, z.B. ein Cafe oder dort wo sich viele Menschen aufhalten, dass der Gutmensch, der ihn telefonieren ließ, ihn belästigen könnte.<

Der Einwand kam nicht von mir.
Ich schätze generell die Chance, dass der Junge an jemand Problematischen geraten könnte, als sehr, sehr gering ein, denn anders als viele andere, bin ich wohl der Meinung, dass Dutschland voller Idioten steckt, aber nicht voller Kinderschänder.


Wobei immer noch das Problem bestanden hätte, dass der Junge die Telefonnummer seines Vaters bzw. die von zuhause nicht kannte oder in der Aufregung nicht erinnerte. Und erst noch mit der Auskunft zu hantieren, nervt eventuelle Helfer dann vielleicht doch schon. Zumal die teuer ist, vom Handy aus.


>20 km nach Hause zu laufen, so meine ich, ist weit gefährlidcher, da er ja, kurze Kinderbeine mindestens 6 Stunden unterwegs war.<

Was soll daran gefährlich sein?
Die Hälfte davon war früher, mitten in Kriegszeiten, für sehr viele Kinder der normale Schulweg. Und nur, weil wir heute meinen, die lieben Kleinen mit dem SUV direkt vor´s Schultor karren zu müssen, hat sich nichts daran geändert, dass ein gesundes, schlankes, selbständiges und sich des Lebens bewusstes Kind genau durch so etwas entwickelt.
Mit neun Jahren kennt er die Verkehrsregeln. Und den Weg kannte er wahrscheinlich auch.

Sicher hätte der Junge auch an einem zentralen Ort, bspw. dem Infostand warten können. Aber das hat ihm wohl keiner beigebracht, oder er erinnerte sich nicht daran. Also hat er das getan, was er für am vernünftigsten hielt. Und hat es völlig erwachsen durchgezogen.

Ich habe also einen ganz anderen Ansatz als Du ihn unterstellst. Ich traue Neunjährigen generell zu, lächerliche 20 km zu laufen. Bestzeiten müssen sie dabei ja keine aufstellen. Ich traue ihnen auch zu, jemanden anzusprechen und zu fragen, ob sie mal telefonieren dürfen (eine Fähigkeit, die ich den meisten Erwachsenen übrigens abspreche. Die meisten Erwachsenen sind sich in weiten Teilen zu fein oder zu doof zum Fragen).
Der kleine Mann hier hatte ein Problem und er hat es gelöst. Gut gelöst und naheliegend gelöst. Wo ist da eigentlich das Problem?

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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03.05.2011 15:49 Uhr von KamalaKurt
 
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@Schwertträger ich sage doch nicht dass dieser Bursche garnichts richtig gemacht hat, denn letztendlich ist er gesund, wohl aber etwas müde, nach Hause gekommen.

Aber die Gefahren, nicht nur in Deutsschland, lauern doch auf solche Kinder weltweit. Wenn er in der Lage ist 20 km nach Hause zu laufen finde ich das sogar gut, aber nur in Begleitung von Erwachsenen.

Deine Anmerkung, dass Kinder in der Nachkreigszeit jeden Tag diese Wege zurückgelegt haben, davon habe ich auch Kenntnis. Nur unsere heutige Kriminalität lässt dies nicht mehr zu.
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03.05.2011 16:11 Uhr von Schwertträger
 
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