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Versicherung für AKWs würde 100 Milliarden Euro kosten

Eine Versicherung für AKWs würde laut Versicherungsmathematikern 100 Milliarden Euro jährlich kosten, Atomstrom wäre damit unbezahlbar. Auch menschliches Leid sowie die Folgekosten müssten bezahlt werden, was ohne hohe öffentliche Subventionierung nicht zu leisten wäre.

Ein Umlage dieser Kosten würde die Kilowattstunde auf 15 bis 20 Euro erhöhen, weil das Risiko sehr groß sei. Da für den Einzelbetreiber der finanzielle Schaden durch einen GAU sogar nach aktuellem Stand zu hoch wäre, hat man sich zum Pool Deutsche Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) zusammen geschlossen.

Der Pool plus Partner deckt 1,1 Milliarden Euro Sachschäden. Bei Personenschäden zahlt die Haftpflicht 256 Millionen Euro. EnBW, Eon, RWE und Vattenfall müssen 2,44 Milliarden Euro stellen. Eine Durchgriffshaftung verhindert die Auslagerung der Risiken auf kapitalarme Tochterunternehmen.


WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Kosten, Versicherung, AKW
Quelle: www.dasinvestment.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.04.2011 23:55 Uhr von Berufspsycho
 
+3 | -3
 
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Klingt ja alles erstmal nicht schlecht. Das Problem ist, dass wir die o. g. 100 Mrd. Euro bräuchten und nur mickrige 3,8 Mrd Euro bereit stehen. Nicht das ich eine gute Sofort- Lösung hätte, aber diese hier kann es nicht auf Dauer sein!
Mist, vor ein paar Jahren hätte ich noch "blind" Atomkraft befürwortet.
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28.04.2011 00:42 Uhr von Pils28
 
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Einzurechnen wäre imho ebenfalls Lagerkosten: für Abfallprodukte. Lagerzeit geschätzt zweihundert Jahre, bis wir wissen, was man mit diesem Murks anstellt. Ebenfalls plädiere ich dafür, diese Kosten von denen tragen zu lassen, die mit Atomstrom Profite erwirtschaften.
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28.04.2011 10:28 Uhr von artefaktum
 
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Interessant das ganze vor allem vor dem Hintergrund, dass Atomkraftskeptikern ja so gerne unterstellt wird, sie würden unsachlich argumentieren.

Unsachlichkeit und "linkes, grünes Wunschdenken" wird man Versicherern wohl kaum unterstellen. Die haben da ihre Versicherungsmathematiker, die das ganze mit spitzer Feder durchgerechnet haben und sagten: "Unkalkulierbares Risiko, lassen wir die Finger von."

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