26.04.11 19:12 Uhr
 4.333
 

Fernbusliberalisierung: Bahn will ICE streichen

Nachdem Ende Mai ein neues Gesetz die Fernbusse liberalisieren will (Short News berichtete), denkt die Deutsche Bahn über die Streichung einiger ICE-Verbindungen nach. Bahnvorstand Ulrich Homburg erklärte bereits, dass die Bahn die Marktführerschaft im Fernbusverkehr anstrebt.

Die Fernbuslegalisierung hat automatisch zur Folge, dass die Bahn ihr Monopol auf Fernreisen verliert. Fernbusfahrten sind um einiges billiger. Experten erwarten einen Zuwachs an Billigfernreisen im Busverkehr.

Für die deutsche Bahn wäre das ein enormer betriebswirtschaftlicher Verlust. Bereits jetzt "droht" sie indirekt, ganze ICE-Strecken zu schließen, falls diese nicht mehr ausgelastet seien.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Susi222
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bahn, Bus, ICE, Schließung, Strecke
Quelle: transporter-news.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nicht chic: Aggressive Steuervermeidung durch Inditex (Zara-Modekette)
McDonald´s verlegt Zentrale wegen Steuerermittlungen von Luxemburg nach London
Schweiz: Firmen müssen Luxusuhren wegen mangelnder Nachfrage rückimportieren

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.04.2011 19:31 Uhr von the_dark_shadow
 
+25 | -8
 
ANZEIGEN
na hoffentlich: streichen die ihre ICE nicht mit solch hässlichen Farben wie Air Berlin

(ja, auch der Plural dieses Akronyms bleibt ICE)

Wie liberalisiert man Fernbusse?
Waren Fernbusse bisher illegal, wenn sie jetzt legalisiert werden?
Haben ICE eigene Strecken, wenn man diese schliessen kann? Ich dachte immer, da dürften auch andere Züge drauf fahren.

Fragen über Fragen

[ nachträglich editiert von the_dark_shadow ]
Kommentar ansehen
26.04.2011 19:47 Uhr von IYDKMIGTHTKY
 
+15 | -3
 
ANZEIGEN
wird ja auch endlich zeit die Preitreiber in die Schranken zu weisen
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:03 Uhr von nrtm
 
+16 | -1
 
ANZEIGEN
klasse: wollten die Herren Oberen nicht mal mehr verkehr auf die Schienen bringen?
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:14 Uhr von Perisecor
 
+17 | -2
 
ANZEIGEN
Werden für die Bahn dann auch extra Fernreisebusse ohne Klimaanlage gebaut? Sonst müssen sich die Kunden doch schon wieder umgewöhnen!
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:27 Uhr von Afkpu
 
+12 | -0
 
ANZEIGEN
dark shadow: fernbusse innerhalb deutschlands waren bisher innerhalb deutschlands verboten um das monopol der bahn zu wahren. das gesetz stammte allerdings aus den 30ern und diente dazu die bahn zu stärken und das wachstum zu erhöhen. war/ist langsam zeit.
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:29 Uhr von SNnewsreader
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn Staatliche Unternehmen in den Wettbewerb gehen, dann heulen die.

Aber sonst heißt es: Mehr Wettbewerb!

Wer ist noch der Staat? *grübel*

Edit: und was haben die geweint als sie die zig Millionen nicht bekamen, weil sie das nicht "verramschen" konnten

[ nachträglich editiert von SNnewsreader ]
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:33 Uhr von the_dark_shadow
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Afkpu: und ich dachte, das gibt es schon lange
https://www.berlinlinienbus.de/...
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:35 Uhr von blz
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Die News ist falsch wiedergegeben: Die Bahn droht darüber nachzudenken, die ICE Verbindungen zu reduzieren.
In meinen Augen glaubt aber die Bahn selber nicht daran. Sonst hätte man keine neue ICE Flotte bestellt.
Ich persönlich fahre gerne mit dem ICE, ist auf jeden Fall bequemer als mit dem Bus, aber günstig ist der Spaß nur, wenn man die Sonderangebote nutzt.
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:38 Uhr von hofn4rr
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
dampflok: vielleicht lohnt es sich ja wieder mit alter und bewährter technik
den personenverkehr wiederzubeleben =>

insachen wirkungsgrad ist die dampfkraft der dieseltechnologie mindestens ebenbürtig =>

natürlich nicht innerhalb der nächsten paar jahre, jedoch darüber hinaus, wenn das babylonische konstrukt wieder in seine einzelteile zerlegt wird, und volkseigentum nicht weiter zum subjekt der schacherei verkümmert =>
Kommentar ansehen
26.04.2011 20:43 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@the_dark_shadow: Das wird durch irgendeine Sonderklausel für Berlin ermöglicht, die noch aus der Zeit vor der Wende übrig ist.
Kommentar ansehen
26.04.2011 21:31 Uhr von my_mystery
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Yo man ! Gebt uns den stinkenden Greyhound !

Auf den Straßen ist ja eh´ nix los ...

*roar*
Kommentar ansehen
26.04.2011 22:09 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
wie kann es eigentlich sein: dass ein (noch!) staatliches unternehmen so was bringen kann
Kommentar ansehen
26.04.2011 22:41 Uhr von Leeson
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Die sollen: erstmal den Schienenverkehr in Ordnung bringen, ihre oberen Gehälter überdenken und dann die Preise ihrer Tickets überarbeiten, bevor die noch ne Menge Busse einkaufen.

Berlin - Leipzig ca 40€
Das verfahre ich mit meinem Auto hin UND zurück und mobil bin ich dann auch noch am Ziel.
Kommentar ansehen
27.04.2011 00:14 Uhr von Serverhorst32
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
das find ich super lustig: "Experten erwarten einen Zuwachs an Billigfernreisen im Busverkehr."

Oh mein Gott, das Reisen könnte also billiger und zuverlässiger werden als mit der Bahn und dazu könnte man einen besseren Service erhalten?

WIE SCHRECKLICH!!! Warum tut denn keiner etwas?

Es ist mir immernoch ein Rätsel wie man "Unternehmen" wie die Bahn privatisieren kann, gleichzeitig aber in ein PRIVATunternehmen Milliarden an staatlichen Subventionen pumpt und dazu noch ein bzw. mehere Monopole zulässt.

Das erinnert mich mehr an einen Banenrepublik statt an eine moderen Demokratie.
Kommentar ansehen
27.04.2011 00:19 Uhr von savage70
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Da sieht man mal wie unwirtschaftlich Bahnfahren ist: Trotz Monopolschutz habe die Jahrzehnte Verluste gemacht.
Kommentar ansehen
27.04.2011 06:16 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
@Leeson: Vergiss aber nicht dass du mit dem Auto doppelt so lange pro Strecke unterwegs bist. Zudem mehr CO²-Ausstoß und billiger bist du nur, wenn du die Kosten wie Versicherung, Betriebsmittel, etc. außen vor lässt.

@Perisecor
Wohl nen Clown gefrühstückt was :)
Weil mal ne Klimaanlage ausfällt, sind gleich alle Züge ohne Klimaanlage? Interessante These
Kommentar ansehen
27.04.2011 07:03 Uhr von CageHunter
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@the_dark_shadow: Nein, gab es bisher nicht in dieser Form.
Bisher mussten alle Routen von Buslinien grundsätzlich über Berlin führen. Das ist natürlich blöd wenn man nicht aus Berlin kommt bzw. nach Berlin will ;)
Kommentar ansehen
27.04.2011 07:37 Uhr von hofn4rr
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@PeterLustig2009: >> Vergiss aber nicht dass du mit dem Auto doppelt so lange pro Strecke unterwegs bist. <<

bis man terminlich ein >sonderangebot< warnehmen kann, und in den zug einsteigt, sind andere schon längst am ziel, mit dem bus, auto oder auch dem flieger.

und ohne sonderangebote kann man genauso gut mit dem taxi
losreisen =>


>> Zudem mehr CO²-Ausstoß und billiger bist du nur, wenn du die Kosten wie Versicherung, Betriebsmittel, etc. außen vor lässt. <<

auf den co² ausstoß gehe ich jetzt mal nicht ein =>

bei den kosten muss man halt rechnen können, je nach situation.

wenn ich mit kind und kegel die entscheidung treffen müsste von münchen nach berlin zu reisen, weil da die omi beerdigt wird, dürfte das auto das sowieso schon da ist die günstigere alternative sein.

spritkosten, hin und rückfahrt = 160 euro (bei vier personen 40 euro pro kopf)

die bahn möchte ohne rückfahrt und sonderangebot 116 euro, für eine erwachsene person.

für jemanden der bereits einen wagen in der gerage stehen hat, hört hier bereits die rechnerei auf, wenn man terminlich gebunden ist =>

was ich bei der bahn daher bemängele ist deren gewinnorientierter ticketpreis, was aber bei einem unternehmen das eigentlich dem volk gehört weniger eine rolle spielen sollte.

schließlich möchten doch alle (mehrheit) die straßen entlasten und die umwelt schonen.

das geht aber nur mit preisen die mit den spritkosten eines pkws vergleichbar sind.

wäre dem so, wären die strecken auch besser ausgelastet, und man würde sich auch wieder der gewinnzone nähern können.

ähnlich verhält es sich beim güterverkehr.

die straßen und autobahnen sind mit den teils lästigen lastwagen regelrecht verstopft.
käme man da den logistikunternehmen preislich auch etwas entgegen, würde das auch allen bürgern helfen.

p. s.
das einzige land der erde wo die privatisierung der bahn geklappt hat ist "japan".

überall sonst wo private ihre finger mit im spiel hatten (speziell bei der bahn) wurde die bahn regelrecht heruntergewirtschaftet.

übelstes beispiel dafür dürfte wohl england sein, wo der fahrplan kaum noch beachtung findet, da man mit würfeln oder schlichten raten, wann der zug eintrifft richtiger liegt =>

abgesehen von den maroden zügen und bahnstrecken, die mittlerweile dort als gefahr angesehen werden.
Kommentar ansehen
27.04.2011 07:55 Uhr von LLCoolJay
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Hofnarr: weil du grad den Güterverkehr ansprichst...

Selbst wenn dieser auf der Schiene günstiger gemacht werden würde, würde man den nicht so häufig nutzen.

Die Laufzeiten auf der Bahn sind einfach zu lange. Da braucht es z.B. von Bulgarien nach Spanien locker mal 2 Wochen.

Per LKW bin ich in 4 - 5 Tagen dort.

Was aber tatsächlich öfter genutzt wird ist die RoLa (rollende Landstrasse). Der komplette LKW, incl. Fahrer geht auf den Zug.
Dabei kann der Fahrer seine Fahrzeitpause machen und trotzdem fährt der LKW.

Nachteil dabei ist halt der Preis. Hier würde sich eine Vergüngstigung durchaus anbieten.


Was den Personenverkehr betrifft hat die DB das falsche Konzept.
Es gibt zwar Bayerntickets, etc. aber die gelten halt nur in Bayern und auch nur bis max. Regionalexpress.
Deutschlandweit gesehen kannst du das ständige Umsteigen und teils 15 - 20 Stunden fahrt von Nord nach Süd vergessen.

Was der DB also vielleicht helfen würde wäre eine Art "Transportbörse". Ähnlich wie im Güterverkehr.
Man ruft an, fragt nach z.B. "was kostet es für 4 personen von München nach Berlin am 30.04. Abfahrt um ca. 9 Uhr in München?".
Und natürlich auch die Freiheit der Angestellten Preise individuell zu gestalten.

Man kennt doch die fixen Kosten für die Züge. Wieso also nicht versuchen Fahrgäste zu bekommen in dem man individuelle Angebote macht?

Aber dafür brauchts halt auch "Fahrgastdisponenten", sprich Personal.
Kommentar ansehen
27.04.2011 10:57 Uhr von LLCOOLJ1301
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@ the_dark_shadow: Die DB besitzt ein sogenanntes Fernstrecken-Monopol, welches ausschließlich der Deutschen Bahn erlaubt, beispielsweise eine Streckenverbindungen zwischen Hamburg & Köln zu betreiben. Das Gesetz soll wohl irgendwie aus den 20er Jahren der Weimarer-Republik sein und war bis vor kurzem unantastbar.
Jedenfalls verbietet das Gesetz, dass es Überregionale-Linienbusverbindungen zwischen Städten gibt, was der Deutschen Bahn ein legales Monopol schafft, denn ICE by Nordwestbahn, Metronom, etc. gibt es bekanntlich auch nicht.
Der Beitrag sagt zudem doch aus, dass die DB in einem solchen Fall in Erwägung zieht, gewisse Verbindungen zu streichen, deswegen seh ich nicht deinem Zusammenhang mit dem Streckennetz.
Kommentar ansehen
27.04.2011 11:26 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@LLCoolJay: >> Man kennt doch die fixen Kosten für die Züge. Wieso also nicht versuchen Fahrgäste zu bekommen in dem man individuelle Angebote macht?

Aber dafür brauchts halt auch "Fahrgastdisponenten", sprich Personal. <<

das hört sich m. e. gut und vernünftig an.

das geschachere um preise bräuchte es meiner meinung nach nicht.

denn fixpreise lassen sich ganz gut kalkulieren, für beide seiten, wenn man weiß das die züge ausgelastet und fahrbereit sind.

von dem abgesehen, und bezüglich des personals, will da die bahn auch immer mehr einsparen, insbesondere am schalter, und den automaten die unzureichende beratung überlassen.

was ich bei der bahn bisher auch immer bemängelte (seit der privatisierungsorgie) war die verläßlichkeit und die informationslage darüber ob der zug überhaupt fährt.

mir gings schon öfters so wo ich noch gependelt bin, das erst nach einer stunde mal jemand bescheid wußte das der zug ausfällt.

mehr personal (keine 1 euro jobler) würde "die bahn" gut gebrauchen können, um den richtigen weg einschlagen zu können.

solange da private investoren ihre finger mit drin haben wird da nichts daraus, da die nur den gewinn vor augen haben, mit möglichst wenig investitionen.

der öffentlichkeit würde dadurch kein nachteil entstehen, wenn die subventionen/gewinne für "die bahn" nicht in den hälsen der aktionäre landen.
Kommentar ansehen
27.04.2011 14:39 Uhr von Leeson
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Da hast du Recht: aber ich fahre ja nicht direkt von Berlin-Mitte.
Ich müsste auch erst mit der SBahn nach Mitte rein und da bin ich mit Auto schneller dran.
Aber wenn ich in Berlin wohnen würde, dann hast du natürlich Recht.

Refresh |<-- <-   1-22/22   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Barbaren!: Rechter Deutscher fickt Kinder und verkauft sie an Männer,.,
Wie Wilde: 19 Tage altes Baby vom deutschen Vater zu Tode gefickt!
Paul Verhoeven wird Präsident der Jury der "Berlinale"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?