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Gewerkschaft und Forscher warnen - Minijobs boomen

Mittlerweile haben 7,3 Millionen Menschen in Deutschland sogenannte "Minijobs" und erhalten geringe Stundenlöhne - meist unter dem vereinbarten Tarif. Gewerkschafter und Forscher warnen nun davor.

Oft erhalten sie weder Urlaubsgeld noch Lohn im Falle von Krankheit. Es gelten zwar gleiche Rechte für Arbeitnehmer, aber häufig werden diese nicht angewandt. Selten wird ein Minijob in eine Vollzeitstelle umgewandelt.

700.000 Hartz-IV-Empfänger dürfen von etwa 400 Euro, 160 Euro behalten. Fünf Millionen Menschen arbeiten in mehreren Minijobs und etwa zwei Millionen haben neben einer Vollzeitstelle zusätzlich einen Minijob. Es wird vor Missbrauch seitens der Gewerkschaft gewarnt.


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WebReporter: GoWithTheFlow
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Forscher, Gewerkschaft, Minijob, Arbeitsstelle
Quelle: www.sueddeutsche.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2011 08:41 Uhr von mcWIWI
 
+31 | -0
 
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wahnsinn: Wie sich unser "Sozialstaat" doch entwickelt hat!
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26.04.2011 08:53 Uhr von politikerhasser
 
+36 | -0
 
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Minijobs sind lediglich dazu geeignet, die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen zu verschleiern und den Arbeitgebern billige Arbeitskräfte zu verschaffen ...
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26.04.2011 09:20 Uhr von RainerKoeln
 
+3 | -41
 
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26.04.2011 09:55 Uhr von JesusSchmidt
 
+20 | -2
 
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@RainerKoeln: du spinnst doch.
auch mit einem minijob ist man noch offiziell arbeitssuchend. man muss sich also bewerben usw. man hat als arbeitsloser nur zeit für fortbildung, wenn sie vom arbeitsamt genehmigt wird. und bezahlen muss das auch jemand. wenn man glück hat, übernimmt das amt die kosten.
nebenbei studieren geht auch - wenn man es intellektuell bringt und die hohe belastung aushält. das trifft auf die meisten menschen wohl eher nicht zu.
klugscheissen ist einfach. besonders für diejenigen, die es nicht betrifft.
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26.04.2011 10:30 Uhr von Marco Werner
 
+14 | -1
 
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@JesusSchmidt: Ergänzend ist zu erwähnen,daß die Fortbildungen,die durch´s Amt bezahlt werden,in der Praxis an den tatsächlichen Bedürfnissen des Kunden vorbeigehen und inhaltlich nix taugen.

Kaum jemand,der mal irgendeine Maßnahme des Jobcenters gemacht hat,wird reinen Gewissens behaupten können, dort wirklich was dauerhaft Brauchbares gelernt zu haben. Die Gründe sind verschieden: Einerseits der Sparwille der Ämter,die nur nach dem Preis,nicht nach der Qualität der Maßnahme entscheiden,welche Maßnahme eingekauft wird. Andererseis die Abzockmentalität der Maßnahmeträger,die natürlich ihren Gewinn maximieren wollen und die Teilnehmer sich daher eher selbst überlassen (viel Unterricht-->hohe Kosten-->wenig Gewinn). Punkt 3 ist eine gewisser Sadismus der Amtsmitarbeiter,gepaart mit gnadenloser Inkompetenz. Wo liegt denn der Sinn,wenn eine langjährige Bürokraft plötzlich einen Einführungskurs in MS Office machen soll ? Oder wenn jemand,der jahrelang in einem Lager gearbeitet hat,plötzlich einen für ihn nutzlosen Staplerschein machen soll?
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26.04.2011 10:39 Uhr von Marco Werner
 
+8 | -1
 
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@RainerKoeln: Klar,in der Theorie ist es kein Problem,der Arbeit hinterherzuziehen. Du vergisst nur,daß man üblicherweise irgendwann mal soziale Bindungen eingeht. Dabei denke ich noch nicht mal an Freunde und Bekannte,vielmehr an die eigene Familie. Du willst mir doch nicht erzählen,daß du deine Frau und Kinder aus ihrem Job und der Schule rausreißen würdest,nur damit DU einen besseren Job kriegst ? Versuch zudem mal, einen Job und eine Wohnung zu finden,wenn du außerhalb des Tagespendelbereichs wohnst. Kaum ein Chef wird dich einstellen,wenn er erfährt,daß du noch gar keine Wohnung vor Ort in Aussicht hast. Und kaum ein Vermieter wird an dich vermieten,wenn du nicht mind. die Probezeit hinter dich gebracht hast.
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26.04.2011 11:36 Uhr von realsatire
 
+6 | -0
 
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Wow, jetzt merken Gewerkschaften und Forscher das, was schon lange immer mehr normal wird..
Aber Regierung und andere die das seit Jahren fördern wollen das nicht wahr haben.
Wie war das damals mit dem Kombilohn? Erst darüber sprechen, dann als die Reaktionen deutlich dagegen waren, vom Tisch damit. Dafür dann ALG2 im Rahmen der Agenda 2010 einführen. Indirekt wurde dann der Kombilohn doch eingeführt, sogar besser als ursprünglich. Schließlich ist die Überwachung und Bestrafung der potentiellen Kombilöhner so eingeführt wurden.

Zum Thema Weiterbilden, Studieren und der Arbeit hinterher ziehen:
Nette Idee, soll also jeder mal eben das Abitur nachmachen, also einige Jahre Schule. Dann schnell das hoffentlich gute Reifezeugnis nutzen um den hoffentlich richtigen Studienweg einzuschlagen. Dummerweise ist aber nicht jeder geeignet. Es wird niemals eine ganze Gesellschaft aus Abiturienten geben, wenn doch dann kann jemand mit einem Durchschnitt von 3,5 eben nur Straßenfeger werden, 2,5 immerhin Malerausbildung etc..
Probezeiten von 6 Monaten sind inzwischen oft normal, dafür dann umziehen um dann kurz vor Ende der Probezeit ausgestellt zu werden eine nette Sache.. Oder das normale, das nach einiger Zeit doch aus wirtschaftlichen Gründen ausgesiebt wird bei der Firma.
Wichtiger wäre endlich eine Lohnuntergrenze, die es möglich macht von einem Gehalt leben. Ebenso die Einschränkung der Minijobs, gerade wenn das die Abschaffung normaler Jobs geschieht. Zeitarbeit nur noch als Spitzenlastabfangung, keine Firmen mehr die ständig Leiharbeiter beschäftigen, anstatt ihren festen Personalbestand aufzubauen.
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26.04.2011 12:51 Uhr von hofn4rr
 
+4 | -0
 
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ohne niedriglöhner: wäre der wohlstand der ober- und mittelschicht gefährdet.

und selbst wenn jeder mit einem >sinnvollen< studium behaftet wäre, müßten sich weiterhin leute dafür opfern anderen die haare zu schneiden, autos zu reparieren und alte leute zu pflegen.

und ohne niedriglöhner würde auch kaum noch jemand bei der sozialversicherung einzahlen.

dank der beitragsbemessungsgrenze brauchen besserverdienende nichts einzahlen und können sich mit niedrigeren beiträgen besser versichern.

und beamte zahlen sowieso nichts ein, in unseren >sozialstaat<, der überwiegend von niedriglöhnern getragen wird.

den gewerkschaften und den >forscherexperten< müßte der umstand vollkommen klar, das unsere gesellschaft nur mit niedriglöhnern funktionieren kann =>

piespers brachte es diesbezüglich bei den >bösen< schweizern auf den punkt, wo er anmerkte das in der schweiz jeder, auch bessergestellte ins sozialsystem einzahlen.
daher kann auch jeder mit der mindest(basis)rente in der schweiz ohne aufstockerei davon leben.
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26.04.2011 13:17 Uhr von Philippba
 
+3 | -0
 
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Einfach Minijobs verbieten: Aber Lohnnebenkosten müssen auch gesenkt werden! Bei uns wurde auch ALLE Gehälter wegen der Lohnnebenkosten gesenkt. (Auch die der Chefs)
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26.04.2011 14:27 Uhr von farm666
 
+4 | -0
 
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Und dann beschweren: sich hier deppen das hartz4 empfänger "unsere" kassen plündern!
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26.04.2011 14:32 Uhr von farm666
 
+3 | -0
 
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Standard Zitat: Denkt immer daran wenn ihr ein luxus auto sieht, ob der fahrer das auto verdient erarbeitet hat.
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26.04.2011 14:32 Uhr von EdwardTeach
 
+3 | -0
 
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Man fragt sich: ob es nicht billiger wäre Vollzeitplätze mit ordentlicher Bezahlung daraus zu machen. Das steigert die Kaufkraft, verringert Hartz IV Empfänger und ist somit irgendwie doch billiger als das was momentan läuft. Oder etwa nicht?

Und wieso bekommen solche Schlussfolgerungen nur die Leute mit die nicht in der Politik sind. Politiker drehen das ganze immer um und vertauschen Ursache und Wirkung direkt und offensichtlich und anscheinend absichtlich.

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