22.04.11 19:29 Uhr
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"Stiller" Flashmob in Frankfurt: Demonstration gegen Tanzverbot an Kartagen

Rund 1.000 junge Menschen haben sich am Karfreitag auf dem Römerberg in Frankfurt zu einem "stillen" Flashmob versammelt. Ausgestattet mit MP3-Playern tanzten sie aus Protest gegen das hessische Feiertagsgesetz, in welchem das Tanzverbot an Kartagen verankert ist.

Da der Frankfurter Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP) vor den Feiertagen angekündigt hatte, das Tanzverbot durchzusetzen, trugen einige der Demonstranten Masken mit seinem Konterfei. Zuletzt hatte es Diskussionen gegeben, ob das Verbot noch in die heutige Zeit passe.

Die Kirchen - sowohl die katholische als auch die evangelische - gehören zu den Befürwortern des Tanzverbots.


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WebReporter: Junginho
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Frankfurt, Verbot, Demonstration, Tanz, Flashmob
Quelle: www.faz.net

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46 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.04.2011 19:38 Uhr von Casius
 
+20 | -48
 
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22.04.2011 20:11 Uhr von Iron_Maiden
 
+37 | -12
 
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Cool: Endlich wird ein Flashmob mal wieder genutzt wofür er gedacht ist und nicht heimlich mit Werbung für irgend einen Mist versehen.
Ich tanze grundsätzlich nicht, aber das finde ich gut.
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22.04.2011 20:14 Uhr von Hartz IV
 
+40 | -37
 
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Mir fallen spontan 50 Sachen ein, gegen die man demonstrieren könnte. Dass sich schon Protestler versammeln, weil sie einen Tag ohne Feier nicht aushalten können, zeugt das schon von der Dekadenz der deutschen Gesellschaft.
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22.04.2011 20:29 Uhr von Ginseng
 
+33 | -15
 
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@Hartz IV: Dann demonstriere doch gegen die 50 Sachen!
Hast du schon mal eine Demo organisiert oder zumindest an einer teilgenommen?

Ich bin froh das die heutige Jugend mal wieder ihren Arsch hochbekommt, wenn ihnen etwas nicht passt und sei es nur gegen eine religiös motivierte Nonsensvorschrift. Die letzten 20 Jahre hab ich schon befürchtet das wir langsam zu Engländern werden, denen kannst du einen leckgeschlagenen Atomreaktor in die Schulkantine pflanzen und keiner regt sich darüber auf.

[ nachträglich editiert von Ginseng ]
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22.04.2011 20:56 Uhr von syndikatM
 
+16 | -12
 
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wer hier noch tanzt, verdient wohl noch zu viel. wird mal wieder zeit für steuererhöhungen und lohnkürzungen.
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22.04.2011 20:57 Uhr von Casius
 
+11 | -6
 
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Sie gingen: singend und tanzend in den Untergang.
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22.04.2011 21:07 Uhr von Heidi1978
 
+13 | -20
 
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Kämpfen: Ich finde es toll das die sich dagegen wehren. Für mich gehört so ein Verbot weg, denn es ist gegen die freie entfaltung.

Ich glaube nicht an diesen Gott und lass mir das tanzen auch nicht verbieten. Und außerdem ist das nicht unser wahrer Gott dieses Landes, geshalb hat der sowieso nach meiner Meinung nichts zu melden.
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22.04.2011 21:23 Uhr von One of three
 
+19 | -20
 
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Tja Das sind die gleichen Leute die sich auf andere religiöse Feiertage freuen, weil sie dann frei haben.

Wir leben in einem christlich geprägten Land - selbst ich als Atheist habe kein Problem mit einem solchen Verbot.
Schließlich gibt es noch weitere 364 Tage um auf den Putz zu hauen.

Es zeigt sich bei einer solchen Aktion nur der Egoismus und die Arroganz der "Demonstrierenden".
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22.04.2011 21:47 Uhr von nougatkeks
 
+15 | -10
 
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@ One of three: Ich bekenn mich vorerst mal auch als Atheist oder wie ich es selber lieber nenne: agnostischer Atheist

Den Demonstranden Arroganz zu unterstellen finde ich ungerecht. Es wird gegen ein Gesetz demonstriert das keinerlei rationale Grundlage bietet und in dem die Trennung von Kirche und Staat nunmal grob vernachlässigt wird. Auch wenn Deutschland christlich geprägt ist heist das doch nicht, dass man solche Gesetze nicht einer Prüfung unterziehen darf und da sie nunmal keine säkulare Grundlage bieten haben sie in einem staatlichen Gesetz nichts verloren. Menschen Tage zur "Besinnung" , "seelischen Erholung" oder ähnlichem aufzuzwingen ist ein Eingriff in die Persönlickeitsrechte. Anstatt die Feiertage Ostern zu nennen kann ich sie auch einfach Frühlingsfest nennen und und in meinem Sinne zelebrieren. Es darf ja kein Privileg der Kirche sein, Feiertage festzulegen.
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22.04.2011 21:52 Uhr von Casius
 
+9 | -6
 
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@Harun-Al-Radschid: "Es kann nicht sein, dass die Anhänger irgendeines Kults dem Rest des Volkes vorschreiben, nach dessen mittelalterlichen Regeln zu leben."

DEN Satz merk ich mir,den werde ich mal bei Gelegenheit woanders verwenden,wenn ich darf^^
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22.04.2011 21:57 Uhr von totseinmachtimpotent
 
+13 | -16
 
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^^ stern für one of a three: ach treten wir doch Tradition mit Füßen,

scheiß auf den wichtigsten Christlichen Feiertag der halt nen negativen Inhalt hat, und gehen feiern....-.-

bin 22, geh gern feiern aber rumm zu machen wegen 3 Tagen im Jahr,

ist wirklich frech.
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22.04.2011 23:11 Uhr von Casius
 
+2 | -2
 
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@ephemunch: Ich kann mir schon vorstellen,warum: Öh,ich kann ja eh nichts dagegen machen,bla blubb...hör ich öfter mal ;)
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22.04.2011 23:19 Uhr von Templarthelast
 
+9 | -7
 
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christliche Feiertage vs. Selbstbestimmung? Der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Roger Töpelmann, argumentierte, der Karfreitag mache auf Leiden in der Welt, wie in Fukushima und Libyen, aufmerksam. Dieser Gedanke vertrage sich nicht mit Ansichten, die "jedem Bürger zu jeder Zeit freie Selbstverwirklichung zubilligen". , Spiegel Online

Ich muss mich also wegen einer Religion, derer ich möglicherweise nicht angehöre einschrenken?
Soetwas ist meiner Meinung nach einfach nicht mit dem Grundgesetz unvereinbar.
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22.04.2011 23:33 Uhr von massen78
 
+7 | -7
 
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@ fumah88: Könnte daran liegen das Ramadan bzw. das abschliessende Zuckerfest bei uns sowieso kein Feiertag ist (nur eine ganz vage Vermutung), da kannst du also tanzen soviel du willst. Auch auf Adolfs Grab ^^

Ich persönlich find die Aktion gut, isn Freitag wie jeder andere, Schichtarbeiter, Bullen Ärzte etc. müssen auch arbeiten, wieso nicht feiern bzw. tanzen dürfen? Wg. jmd. der vor 2011 Jahren gestorben ist? Bestimmt nicht!!!!

Ein "ungefragt" Getaufter!!!

[ nachträglich editiert von massen78 ]
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22.04.2011 23:44 Uhr von massen78
 
+4 | -1
 
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Sry, vor 2011 Jahren geboren, gestorben dann vor "1978" Jahren!!!

Scheisse, das ist mein Baujahr, ich ahne schlimmes für die Menschheit.
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23.04.2011 00:06 Uhr von brezelking
 
+10 | -9
 
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Die Leute verstehen glaube ich: garnicht dass das Tanzverbot nicht das ist was es zu sein scheint.
Es verbietet nur öffentliche Veranstaltungen, Kommerzielle Feiern, Discotheken und ähnliches.

Privat darf man feiern und tanzen wie man möchte.


Nebenbei ist diese Demonstration wirklich ein Beispiel an geistiger armseligkeit.
Wer nicht damit leben kann einen Tag im Jahr nicht in irgendeiner Disco feiern zu dürfen, ist armselig.
Nicht mehr und nicht weniger.
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23.04.2011 00:10 Uhr von fumah88
 
+5 | -5
 
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@massen: Hälst du dich jetzt für Schlau?
Ramadan=Zuckerfest?
Intelligenzbestie!

Dabei hast du nichtmal die Anspielung von mir kapiert, dass es mir NICHT explizit um den Ramadan ging?

Sondern darum, dass diese ******** da nur gegen etwas Protestieren, wovon sie keine Konsequenzen rechnen müssen.
(Damit du es verstehst, ich meine Christenbashing, ok?)

Diese Leute trauen sich nichtmal ne Sekunde, was gegen den Islam zu sagen.
Frauenrechte, Scharia, Diskriminierung von andersgläubigen, Todesstrafe für Leute die aus dem Islam austreten etc.

Nein wir demonstrieren lieber, weil wir an einem Tag im Jahr nicht Tanzen dürfen?
Gute Nacht armes Deutschland!
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23.04.2011 00:15 Uhr von massen78
 
+5 | -3
 
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Deshalb ja Religionsfreiheit, mir kann nix heilig sein, an das ich nicht glaube!
Klar sind Ostern und Weihnachten immer schöne Urlaubstage, aber wieviele der AN nutzen diese noch nach den christlichen Traditionen?
Ganze Nachbarschaft hatte frei heute oder in Rente, aber jeder hatte den Grill an "inkl. Fleisch", also nix mit christlich fleischfreier Tag oder so ein Mist. Das klappt vllt. noch in Oberbayern, aber ob das noch zu Deutschland gehört darüber mag man auch streiten können.
Jeder kann wie er mag, solange er keinem anderen dabei körperlich wehtut. Wenns der Christ oder Moslem nebenan nicht verkraftet, muss er den Voyeurismusschalter umlegen und nicht einen auf seelischen oder religiösen Schaden machen.!!!!!!

@ fumah88

Es gibt auch zum Glück genug Leute die das machen, siehe Mohammed Karrikaturen, Satanische Verse etc.,
find ich genauso witzig wie "Das Leben des Brian" oder Jesus Karrikaturen. Die Leute trauen sich schon was dagegen zu sagen, nur wissen Sie das dann ein großes Echo kommt im Gegensatz zu nem kleinen Flashmob wg. Ostern. Aber die von die angesprochen Themen sind m. M. nach auch nicht für nen Flashmob geeignet. Da könnte man vllt. einen machen mit jeder isst jetzt nen Schnitzel oder so, für die anderen Themen müsste man noch 200 Jahre warten damit der Sinn des Protests auch als humorvolle Anspielung verstanden wird.

[ nachträglich editiert von massen78 ]
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23.04.2011 00:29 Uhr von KingPiKe
 
+7 | -7
 
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2 Möglichkeiten: Ja Leute, ich sehe 2 Möglichkeiten:

1. Wir nutzen den Tag weitestgehend für das als was er gedacht ist: nämlich als Trauertag. Nichtgläubige/Andersgläubige respektieren das dann und halten eben auch dieses Tanzverbot ein.

2. Wir schaffen diesen Feiertag ab und es wird zum normalen Werktag. Dann müssen alle arbeiten gehen aber dürfen eben auch tanzen.

Sucht es euch aus.

Ich habe gerne einen freien Tag und verzichte dafür dann gerne auf einen Tag, an dem ich dann eben nicht feiern kann. Fleisch essen ist ja nun nicht verboten und Freunde treffen auch nicht.
Ach moment...wir leben ja gerade in einer Zeit in der man nur nimmt und nichts gibt und nur an seine eigenen Interessen denkt;)
Entschuldigung, das habe ich total vergessen.
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23.04.2011 00:42 Uhr von massen78
 
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@ King Pike: Keine der beiden wirds allen Recht machen, manche verlieren dadurch evtl. eingeplante Feiertagszuschläge andere wiederum wären froh überhaupt an dem Tag zusätzlich arbeiten zu können.

Mehr Arbeit an dem Tag mehr Kirchensteuer, aber die Kapelle bleibt halt genauso leer wie den Rest des Jahres. ^^
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23.04.2011 00:47 Uhr von KingPiKe
 
+3 | -2
 
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@massen78: Das man es nicht jedem Recht machen kann ist klar ;)
Mir gings ja eher darum, dass es halt 2 Möglichkeiten gibt und die habe ich ja oben genannt.
Viele wollen aber eben nur die Rosinen, sprich sie wollen frei haben und tanzen können. Und da geht mir halt ein wenig gegen den Stich ;)

Aber das ist halt meine persönliche Meinung. Und Meinungen kann man ja zum Glück noch nicht vorschreiben, auch wenn einige dieses Tanzverbot schon als dieses ansehen.
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23.04.2011 01:00 Uhr von massen78
 
+2 | -1
 
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Das ist ja schon die goldene Rosine ^^: Die wahrscheinlich (ich schätz mal) mehr als 40 % der AN in Deutschland auch geniessen dürfen.
Arbeiten müssen aber nunmal in jedem Land der Welt Leute auch an gesetzlichen bzw. religiösen Feiertagen, das AKW kühlt sich nunmal nicht von alleine.

Uund wenn jmd. trotz Feiertag arbeiten muss, dann muss der auch danach feiern, bzw. seinen "Feierabend machen" dürfen. (kleines Wortspiel)

Obwohl die Diskussion eh fürn Arsch ist, da jede Disco ab 00:00 geöffnet ist. Also ne Stunde später. ;)

[ nachträglich editiert von massen78 ]
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23.04.2011 01:05 Uhr von KingPiKe
 
+0 | -0
 
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@massen78: Das lässt sich leider niht vermeiden. Verbrechen und Krankheiten ect haben nunmal keine Feiertage. Und mit der Berufswahl sollte jedem auch klar sein, was ihn erwartet.

Das mit den 0.00 ist natürlich ein Argument. Daran habe ich garnicht gedacht ^^
Aber auf der anderen Seite können die Leute dann Donnerstag nicht feiern gehen, weil wenn der Karfreitag beginnt auch das Tanzverbot in Kraft tritt.
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23.04.2011 01:12 Uhr von massen78
 
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@ KingPiKe Da haste Recht: § 7
Sonstige Verbote

(1) Am Gründonnerstag ist ab 18 Uhr öffentlicher Tanz verboten.
(2) Auf den Vorabend des Weihnachtstages finden ab 16 Uhr § 5 Abs. 1 Buchstabe a und § 6 Abs. 1 sinngemäß Anwendung.


Und am Tag nach Karfreitag darf während der Zeiten des öffentlichen Gottesdienstes auch keine Musik gespielt werden, lol.

Siehe Link §6 (3) 4.

http://www.postpla.net/...

[ nachträglich editiert von massen78 ]
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23.04.2011 01:19 Uhr von massen78
 
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Bei uns in Dortmund, hab ich allein 3 Clubparty mit Datum 22.04. grad gefunden.

Denk mal dann wird die Strafe vllt. sehr gering sein ^^

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