22.04.11 12:53 Uhr
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Russland darf keine Militärtransporte über georgisches Gebiet führen

Das georgische Parlament lässt keine russischen Militärtransporte mehr durch georgisches Gebiet zu. Ein entsprechender bilateraler Vertrag zwischen beiden Ländern wird auf Initiative des Parlaments annulliert.

Bisher hatte Georgien russische Transporte zur Versorgung der Armeebasen in Armenien zugelassen. Die stellvertretende georgische Außenministerin Nino Kalandadze äußerte angesichts des aggressiven russischen Verhaltens gegenüber seinem südlichen Nachbarn Verständnis für diese Entscheidung.

Die armenisch-georgischen Beziehungen hingegen seien gut, wie beide Seiten anlässlich des Besuchs des georgischen Verteidigungsministers Bachana Akhalaia in Armenien versicherten. Unter anderem wurde von Georgien das Angebot gemacht, Armenien bei der Truppenausbildung zu unterstützen.


WebReporter: Babelfisch
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Georgien, Gebiet, Militärtransport
Quelle: www.georgien-aktuell.de

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22.04.2011 12:53 Uhr von Babelfisch
 
+6 | -3
 
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Bisher ist es dem Kreml noch nicht gelungen, einen Keil zwischen die beiden christlich geprägten südkaukasischen Nachbarn zu treiben. Armenien ist ohnehin auf Versorgungsleistungen aus Russland angewiesen, und das erfolgt auf dem Landweg durch Georgien. Dass der Kriegstreiber Russland seine Truppen in Armenien nicht mehr über georgische Straßen versorgen kann, ist nur richtig. Müssen sie eben den Schiffsverkehr intensivieren.
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22.04.2011 13:03 Uhr von Kabeltrommel
 
+5 | -4
 
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die: russen mussten damals ihre armeebasen in georgien räumen und u. a. nach armenien verlegen. die versorgung der truppen ist auf dem landwege natürlich am einfachsten.

"freundlicherweise" beteiligten sich in armenien stationierte russische kampfflugzeuge an dem russischen überfall georgiens im august 2008.
bemerkenswert, dass der angebliche "russophobe heißsporn" saakashvili, der in wirklichkeit ein mann klarer prinzipien und ein realpolitiker ist, die transporte bisher nicht unterbunden hat. vertrag hin oder her.

aber das georgienbild in deutschland ist halt russisch geprägt und verzerrt.
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22.04.2011 13:06 Uhr von Kabeltrommel
 
+5 | -2
 
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@ siel: ich sage dir, die russen werden sich daran halten müssen. jeder schritt eines russischen soldaten auf georgischen boden hätte furchtbare folgen - für alle.
die russen werden sich dem verbot beugen!
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22.04.2011 13:50 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+5 | -7
 
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Russischer Überfall? Russische Aggression? Hatte nicht Georgien Krieg gegen Abchasien & Südossetien geführt?

Ein Russicher Überfall wäre für Georgien wohl anders ausgegangen...
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22.04.2011 14:02 Uhr von Perisecor
 
+6 | -4
 
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@ Siel

Du meinst das Russland, welches nicht nur extreme technische Ausfälle zu beklagen hatte, sondern auch nicht in der Lage war, seine extrem überlegene Luftwaffe zielbringend zum Einsatz zu bringen?

@ Jesus_From_Hell

Abchasien und Südossetien sind völkerrechtlich anerkannte Teile Georgiens. Russland hat diese beiden Teile unterstützt (und unterstützt sie noch immer), militärisch ihre Unabhängigkeit zu erkämpfen.

Die offene Einmischung war dann logischerweise ein Überfall. Was auch sonst.
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22.04.2011 16:30 Uhr von StrammerBursche
 
+0 | -5
 
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@Perisecor: Wie bezeichnest du die "Interventionen" im Irak, Afghanistan und Lybien? Das sind alles souveräne Staaten(Afghanistan mehr oder weniger).
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22.04.2011 21:29 Uhr von Babelfisch
 
+2 | -1
 
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@strammer bursche: was soll dieses abschweifen vom thema?

es ist schon ganz richtig:
russland hat in georgien separatistengruppen ins leben gerufen und finanziell, materiell, logistisch und militärisch unterstützt. gleichzeitig hat russland in diesen gebieten eine ethnische säuberung durchgeführt. massendeportationen wie zu des zaren oder stalins zeiten.

dann bezeichnet russland diese gebiete zustimmung der internationalen gemeinschaft als "selbständig" und stopft sie mit waffen und soldaten voll. de facto eine annexion.

dass die russen die kriegstreiber waren, ist erwiesen:
http://politicom.moldova.org/...

[ nachträglich editiert von Babelfisch ]
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22.04.2011 23:46 Uhr von Perisecor
 
+3 | -0
 
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@StrammerBursche: Das können wir gerne in einer entsprechenden Irak/Afghanistan/Libyen-New besprechen. Bis dahin kannst du dich ja mal in das Thema UN einlesen.

@ Babelfisch

Russland hat den Leuten auch einfach andere Pässe gegeben. Als würde Deutschland anfangen, und Leuten in Kolumbien deutsche Pässe "anbieten".
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23.04.2011 22:31 Uhr von Kabeltrommel
 
+2 | -0
 
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gar nicht so einfach was neues zu finden: wenn die russen die versorgung für ihre militärbasen in armenien nicht mehr durch georgien führen dürfen, wird es schwierig.
es gibt die landverbindung über aserbaidschan, aber das befindet sich in keinem friedlichen verhältnis zu armenien. armenien ist schließlich verhasste besatzungsmacht im aserbaidschanischen berg-karabach.

es gibt auch die mölichkeit, den seeweg bis zur türkei zu wählen und dann über türkischen boden bis zur grenze armeniens. aber auch dort ist das verhältnis zu armenien arg angespannt. und bei allem verständnis für die durch den türkischen völkermord gebeutelten armenier: der armenische radikale nationalismus verhindert stets die verbesserung der beziehungen zu den nachbarn. und jetzt hamse den salat...

sehr umständlich, aber auch eine option wäre der weg über iran. immerhin verstehen sich die regime in moskau und teheran prächtig.

ich weiß nicht, ob der kreml genug geld locker machen kann, um eine der seiten rumzukriegen.

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