21.04.11 18:36 Uhr
 328
 

Krankentagegeldversicherung muss auch bei Kündigung weiterzahlen

Eine Ex-Bankvorstand hatte für den Krankheitsfall eine Krankentagegeldversicherung über 225 Euro ab dem 43. Krankentag abgeschlossen. Nach zwei Jahren wurde von der Staatsanwaltschaft wegen Geldwäsche gegen ihn ermittelt, er wurde von der Arbeit freigestellt. Zwei Wochen später diagnostizierte der Arzt Depressionen.

Drei Monate darauf kündigte ihn die Bank. Der Versicherer zahlte zuerst aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens, stellte die Zahlung aber ein. Der Ex-Vorstand sei berufs- statt arbeitsunfähig, durch die Kündigung sei die Versicherungsgrundlage entfallen und er hätte trotz Depression arbeiten können.

Das OLG Köln folgte dem nicht, circa 92.000 Euro muss der Versicherer jetzt zahlen. Die Richter lehnten alle Einwände ab, da dem Vorstand keine Erwerbsunwilligkeit nachgewiesen werden konnte. Auch eine Kündigung vor Beginn der Zahlung (= "Karenzzeit") darf kein Verweigerungsgrund der Versicherung sein.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bank, Vorstand, Versicherung, Kündigung, Depression, Zahlung
Quelle: www.haufe.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Freiburg: Frauenmord-Verdächtiger ist 17 Jähriger Afghane
Joker Verschwörungstheorien spielen dem IS in die Hand
Der Osten hetzt gegen Flüchtlinge, meint aber die Deutschen.