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Frankreich: Lidl-Leiter beklagt "immer höllischer" gefordertes Arbeitstempo

Jean-Marie Hubert leitet seit 17 Jahren eine französische Lidl-Filiale und hat es allmählich satt. Er beklagt ein "immer höllischer" werdendes Arbeitstempo und tritt nun in Streik.

Die Mitarbeiter würden dadurch ständig krank, litten an Rückenproblemen und Bandscheibenvorfällen: "Wir arbeiten ständig im Eiltempo, und wir haben keine Zeit, das, was wir machen müssen, gut zu machen."

Der Unternehmensleitung sei dies egal, die Temposchraube werde immer mehr angezogen. Wer das Tempo nicht einhalten könne, sei einfach schlecht organisiert.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Streik, Tempo, Lidl, Leiter
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.04.2011 11:52 Uhr von Allmightyrandom
 
+29 | -0
 
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Willkommen: bei den Discountern!

"Können Sie noch eine zweite Kasse aufmachen, ich warte schon 20 Minuten"

"Neee, nur noch die Putzfrau da ausser mir!"
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20.04.2011 12:59 Uhr von kaderekusen
 
+5 | -0
 
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putzfrauen? wir hatten nicht mal putzfrauen geputzt haben wir nicht vor jahren sondern noch vor paar monaten beim kassieren! und wen der laden richtig lang ist durften wir jedesmal von der kühlung bis zur kasse sputen! zum glück ist die ausbildung vorbei.
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20.04.2011 13:52 Uhr von Drumbone
 
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LIDL: Damit sich die Arbeitsbedingen bei LIDL ändern, müsste man vielleicht den Laden einfach mal boykottieren. Leider werden es nicht viele Menschen machen.
Warum, aus Bequemlichkeit oder durch die "Geiz ist geil" Mentalität.
Des Weiteren, gibt es bei LIDL kaum sogar keine Betriebsräte. Würde vielleicht auch einiges ändern. Hier geht es in erster Linie um Menschen und nicht um die Teewurst aus der Kühltheke. Einfach mal darüber nachdenken.

Ich selber kauf weder bei LIDL, ALDI & Schlecker ein. Sind für mich, die schlimmsten Sklaventreiber in der Lebensmittelbrange.

[ nachträglich editiert von Drumbone ]
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20.04.2011 13:57 Uhr von jpanse
 
+5 | -0
 
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Hier in der CH: haben sie Aldi wieder gebremst...ich kenne eine Kassierin die bei Aldi schafft. Die haben die Anweisung bekommen etwas lnagsamer zu machen. Meistens waren die schon fertig da hat man noch nicht mal den Wagen ausgeräumt...sowas nervt...und dann noch der Blick..."Beeilung, bitte" Das wurde zum glück wieder reduziert.
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20.04.2011 16:33 Uhr von kaderekusen
 
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meine leistung: ich zb habe 45posten in der minute geschaft und ich hatte schon das rückgeld in der hand bevor der kunde seine geldböres aufmachen konnte. das mit dem geld ist kein trick, wen die rechnung 17.85 ist hält man in der einen hand das kleigeld 2.25 in der anderen ein 10€ schein und 20€ schein.
das Kleingeld geben falls es ein 20€ schein ist. geben die kunden ein 50€ schein gibts 30€ vorbereitetes rückgeld dazu. es gehen immer nur 2 optionen 3 sind die ausnahme bei 90% haute das hin. und somit gewann man zeit zum saubermachen oder MHD (mideshaltbarkeits datum kontrollieren an der kühlung oder pappe ziehen) und ich rede hier nicht mal von aldi oder lidl sondern von norma. sicher ist es aldi noch schlimmer aber ich sehe meine zukuft dort weil ich es kann ^^
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20.04.2011 18:45 Uhr von moep0815
 
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hm dann ging es mir ja richtig gut mit der Nebenstelle bei Kaufland. Super Bezahlung und kein Stress wenn man sich gut angestellt hat.
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20.04.2011 21:50 Uhr von artefaktum
 
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@Bleissy: Dein Zynismus ist hier unangebracht.
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22.04.2011 19:21 Uhr von Ausbeutungsgegner
 
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Hardcore Discounter: Du weißt es eben nicht, sonst würdest du so etwas nicht von dir geben. Von ca. 4000 Lidl-Läden haben nur 8 einen Betriebsrat….
Das hat seinen Grund. Als in NRW die Vertriebsgesellschaft einen Gesamtbetriebsrat wählen wollte, wurde kurzerhand der komplette Bereich mit allen Filialen in einzelne Vertriebsgesellschaften umfirmiert. In Calw wurde in der Nacht eine Filiale mit anderen Türschlössern versehen, das Personal ausgesperrt- Grund die hatten einen Betriebsrat gewählt. Das Personal wurde auf andere Filialen verteilt und somit der Betriebsrat zerschlagen.
Dieser Konzern (Schwarz-Gruppe unter anderem mit Kaufland, Handelshof u. Lidl) , hat das Unternehmen in über 600 verschiedene Firmen verschachtelt- alles um die gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung der Bilanz (Jahresabschluss) zu entgehen, Betriebsräte zu vermeiden und das gesamte System in ein unüberschaubares Firmenkonstrukt für Außenstehende zu verwandeln, damit niemand die Fiesen Tricks durchschaut . Alles noch leider noch legal, aber hart an der Grenze.
Als ArbeitnehmerIn ist man ständig unter hohen Leistungsdruck.
Wer mehr wissen will liest hier:
http://konsumpf.de/...
http://www.verdi-blog.de/...
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22.04.2011 19:31 Uhr von Ausbeutungsgegner
 
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hart, härter, am härtesten Du weißt es eben nicht, sonst würdest du so etwas nicht von dir geben. Von ca. 4000 Lidl-Läden haben nur 8 einen Betriebsrat….
Das hat seinen Grund. Als in NRW die Vertriebsgesellschaft einen Gesamtbetriebsrat wählen wollte, wurde kurzerhand der komplette Bereich mit allen Filialen in einzelne Vertriebsgesellschaften umfirmiert. In Calw wurde in der Nacht eine Filiale mit anderen Türschlössern versehen, das Personal ausgesperrt- Grund die hatten einen Betriebsrat gewählt. Das Personal wurde auf andere Filialen verteilt und somit der Betriebsrat zerschlagen.
Dieser Konzern (Schwarz-Gruppe unter anderem mit Kaufland, Handelshof u. Lidl) , hat das Unternehmen in über 600 verschiedene Firmen verschachtelt- alles um die gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung der Bilanz (Jahresabschluss) zu entgehen, Betriebsräte zu vermeiden und das gesamte System in ein unüberschaubares Firmenkonstrukt für Außenstehende zu verwandeln, damit niemand die Fiesen Tricks durchschaut . Alles noch leider noch legal, aber hart an der Grenze.
Als ArbeitnehmerIn ist man ständig unter hohen Leistungsdruck.

Wer mehr wissen will liest hier:

http://konsumpf.de/...
http://www.verdi-blog.de/...
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22.04.2011 19:53 Uhr von hofn4rr
 
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höllisches arbeitstempo: die formulierung dürfte reichlich übertrieben sein, bei einem job den selbst körperlich eingeschränkte rentner erledigen könnten.
zumindest und soweit mein eindruck.

hohes arbeitstempo spielt bei berufen wie dem handwerk oder der industrie schon eher eine rolle.

zimmerer z. b. sind in der hauptsaison teilweise von 6h in der früh bis es dunkel wird auf der baustelle, da dort der zeitdruck oftmals sehr groß ist um termine einhalten zu können.

bei akkordlöhnern ist hohes arbeitstempo voraussetzung für eine entsprechende bezahlung.


das sich bei einem discounter jemand die beine ausreißt konnte ich bisher noch nie beobachten beim einkaufen =>

einen grund zum jammern könnte ich mir höchstens bei der bezahlung oder den überstunden vorstellen ...

p. s.
beim regale einräumen oder an der scanner-kasse habe ich noch niemanden, selbst im sommer jemand schwitzen sehen =>
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24.04.2011 21:28 Uhr von Ausbeutungsgegner
 
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Frauen sind einer Doppeögbelatung ausgesetzt! Manchem Kunden fehlt offensichtlich die Wahrnehmungsfähigkeit….

Doch, es ist harte körperliche Anstrengung. Zumal 80% der Angestellten Frauen sind. Was diese täglich an kraftzehrenden Arbeiten leisten müssen, scheinen die wenigsten zu wissen. Überhaupt: ein Rentner, oder Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen würden das nicht schaffen!
Nicht umsonst trifft man in aller Regel Mitarbeiter meist unter/ um die 40 und selten über 55 an. Ab 55 - 65 gibt es höchstens ein paar ganz, ganz wenige Ausnahmen.

Tägliche Warenanlieferungen. Obst und Gemüse ca. 5 Paletten , die zwischen 6:30 und 7.30 in die Theke geräumt werden müssen, zu zweit - manchmal sogar alleine- plus Preisüberwachung, Qualitätskontrolle, Abschriften im MDE-Gerät (Handcomputer) Schilder stecken , Müll entsorgen, ausgesuchtes Gemüse auf eine Palette stapeln (wird von der Tafel abgeholt) fegen und wischen. Danach Brotpaletten, zumeist eine bis 1,5 ins Regal einräumen und Zeitungen auspacken. Sämtlicher anfallender Müll und Brot vom Vortag muss auch noch entsorgt/gezählt werden. Danach muss ind noch der Kassenschublade das Wechselgeld nachgezählt werden. Das geht nur in einem Affenzahn, sonst würde man es nicht schaffen. Viele sind danach nassgeschwitzt vor Anstrengung, vor allem wenn man bedenkt, dass viele Gemüseeinheiten, wie Bananen, Äpfel usw. teilweise mehr als 20 Kg wiegen. Ganz zu schweigen von den Kartoffeln- und Zwiebelsäcken, die als Ganzes hochgewuchtet werden müssen, um sie im Behälter zu entleeren. Sie einzeln in die Gitterbox zu legen, würde viel zu lange dauern!!!

Tagsüber hetzt man zwischen Palletten und Kasse her. In aller Regel packt man täglich ca. 7 Paletten mit regulärer Ladenware (Trockensortiment), 5 Paletten Obst, eine Palette Brot, 3 Container Fleisch, 3-5 Paletten mit Molkereiprodukten und etwa 5 Behälter mit Tiefkühlkost. Dann werden noch ca. 20 Getränkepaletten durch den Laden gefahren zusätzlich noch andere Palettenwaren ,wie Mehl, Zucker usw.

Bürokram muss auch noch erledigt werden, dazu muss alles selbst geputzt werden, Bestellungen und andere organisatorische Arbeiten erledigt werden.

Das Problem dabei ist nicht, dass sich jemand sich für diese Arbeiten zu schade ist, sondern der enorme Zeitdruck und die ständigen Sonderarbeiten die noch dazukommen. Wenn dass alles nur von zwei oder 3 Personen abgearbeitet werden muss, wobei ich noch nicht einmal alles aufgezählt habe, sondern nur etwa 70 Prozent aller anfallenden Arbeiten, dann kann sich jeder Mensch mit gesundem Urteilungsvermögen wohl leicht vorstellen, dass es ein harter Job ist- psychisch und physisch. Im Handel arbeiten keine baumlangen muskelbepackten Kraftprotze, sondern fast ausschließlich Frauen im Verkauf. Was zu einem daran liegt, dass es keine vernünftigen Vollzeitarbeitsplätze gibt, Verkäuferinnen im Discount bekommen nur 60-120 Stundenverträge/400€ Basis Verträge, dazu noch schlecht bezahlt (branchentypisch). Davon könnte kein Mann eine Familie ernähren, keinen schicken Urlaub machen und das Traumauto bleibt auch ein reiner Wunschgedanke! Obendrein wird man gegängelt ohne Ende, hat nichts zu melden- das Motto lautet: Klappe halten, schneller arbeiten!
Leider gibt es immer noch Frauen, die sich ducken und alles gefallen lassen. Immigrantinnen, Alleinerziehende, die neben dem Lidl-Lohn noch Hartz IV beziehen. Oder Frauen mit einem arbeitslosen Mann, sowie Branchenfremde, die in ihren Beruf keinen Arbeitsplatz finden. Der Handel nimmt alles was er bekommt- besonders im Discountbereich! Dementsprechend ist der Verschleiß an Arbeitskräften.
Ach ja, nicht zuletzt- für frauen mit Familie kommt noch der Haushalt dazu. Da kommt es vor, das man um 5.00 in der Frühe aufsteht und Nachts um 24.00 Uhr zu Bett geht (Ladenschluss 21:00) Eine andere Form der "Baustelle",
Nicht umsonst nimmt die Rate der Herzinfarkte bei Frauen drastisch zu......das ist schon längst keine Männerdömäne mehr.

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