20.04.11 06:27 Uhr
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NATO vor Blamage in Libyen?

Einen Monat nach dem Beginn der Luftangriffe der NATO auf Libyen hat sich die Situation nicht entspannt. Die Rebellen fordern nun erstmals, dass die NATO Bodentruppen zum Einsatz bringen soll. Und innerhalb des Militärbündnisses geht die Angst vor einem neuen Afghanistan rum.

Besonders heikel ist die Situation in der Stadt Misrata, die als einzige Stadt der Rebellen im Westen Libyens momentan schwer umkämpft ist. Die NATO kann mit ihren Luftangriffen im Stadtkampf nur eingeschränkt agieren. Bisher habe man nur die Luftabwehrstellungen und circa 40 Panzer zerstört.

Großbritannien schickt nun Militärberater nach Libyen, die die Rebellen strategisch beraten sollen. Deutschland erhöht seine humanitäre Hilfe von zwei auf sieben Millionen Euro. Militärisch beteiligt sich Keines von beiden Ländern direkt an den Kampfhandlungen.


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WebReporter: KingPR
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Angriff, Libyen, NATO, Blamage
Quelle: www.tagesschau.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.04.2011 06:27 Uhr von KingPR
 
+4 | -8
 
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Das die Bombardements lange dauern würden, wenn man etwas erreichen will, war von Anfang an klar, nur hat man Libyen wohl unterschätzt. Ohne den Einsatz von Bodentruppen werden die Rebellen weiter massiv verlieren, bis die Reserven des Diktator aufgebraucht sind - und das wird noch Monate dauern, bei den Erfolgen die die Bombardements bislang haben.
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20.04.2011 06:45 Uhr von newschecker85
 
+1 | -13
 
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20.04.2011 07:42 Uhr von Bobbelix60
 
+19 | -8
 
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unglaublich finde ich, dass die NATO dort überhaupt eingegriffen hat. Es geht in Libyen um eine interne Angelegenheit. Da hat die NATO nichts zu suchen. Das war eine Kriegserklärung gegenüber Libyen! Zum Glück halten sich die Deutschen da einigermaßen raus.
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20.04.2011 08:13 Uhr von Semper_FiOO9
 
+3 | -8
 
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@Chorkrin: kann ich nur zustimmen :)

ein Glück, dann ist der Spuk "EU" bald vorbei!! - Hoffentlich!
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20.04.2011 08:18 Uhr von Babelfisch
 
+3 | -9
 
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Europa: ist noch lange nicht am Ende, auch wenn Putin das gerne hätte. An den historischen Tatsachen und strategischen Überlegungen, die zur Gründung der EU führten, hat sich nichts geändert.
Die NATO zeigt Handlungsfähigkeit, und gäbe es die Deutschen nicht, wäre man schon viel weiter.
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20.04.2011 08:40 Uhr von usambara
 
+2 | -4
 
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die NATO nicht aber die Europäer innerhalb der Nato, denn die USA haben sich längst von den Kriegshandlungen verabschiedet- was die Europäer nun im Gegenzug auch in Afghanistan tun sollten.
Was den Stadtkampf betrifft: die NATO hat dort durchaus Möglichkeiten ohne Bodentruppen: Kampfhubschrauber, Kampf-Drohnen, Kampfflugzeug A10 oder einfach Zusammenarbeit mit den Rebellen bei der Aufklärung, Ausbildung, Bewaffnung.
Aber offenbar ist das von den USA nicht gewünscht und lässt.
http://www.guardian.co.uk/...
Gaddafi weiter sein Volk massakrieren.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.04.2011 11:12 Uhr von usambara
 
+4 | -3
 
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@Heinz-Mainz: die Libyer flüchten nicht vor den Nato-Angriffen sondern aus den Städten, die von Gaddafis Truppen angegriffen werden.
Auch zerstört die Nato keine zivilen Infrastruktur wie das Gaddafis Truppen in den belagerten Städten tun (Kraftwerke, Wasserversorgung, Pipelines, Häfen...).
http://www.libyafeb17.com/...
http://www.libyafeb17.com/...

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.04.2011 12:38 Uhr von Haidenai
 
+5 | -0
 
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Der Witz ist doch dass Cameron und Sarkozi scheinbar nichts aus Afghanistan und dem Irak gelernt haben.
Am besten ist natürlich Cameron: Schlimmste Wirtschaftskrise seit 50 Jahren. Die Steuern werden erhöht. Die Leute stürmen London. Und was macht er? RICHTIG Geld für Bomben locker machen.
Wenn Ghaddafi nicht geht, sitzt Cameron bald in einer ähnlichen Lage. Nur er kann´s dann nicht auf die NATO schieben.
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20.04.2011 16:40 Uhr von usambara
 
+0 | -4
 
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@Heinz-Mainz: das Great-Man-Made-River-Projekt ist ökologisch eine Katastrophe, die unterirdischen Seen haben keinen Frischwasserzulauf und werden max 60 Jahre Libyen Wasser spenden. Das damit ganz Nordafrika mit Wasser versorgt wird ist ein Märchen aus Gaddafis 1001 Nacht.
Und die Eisenbahnstrecke Tripolis-Benghazi (noch so ein Gaddafi-Prestigeprojekt) ist wohl Geschichte seit dem Gaddafi-Truppen das eigens dafür errichtete Stahlwerk in Misurata zerstört haben.
Und der Slogan der durch die arabische Welt hallt heißt:
WIR WOLLEN KEIN BROT- WIR WOLLEN FREIHEIT!!!

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.04.2011 16:43 Uhr von xjv8
 
+1 | -1
 
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NUN: die Franzosen und auch die Italiener wollten es Gaddafi zeigen.
Das dürfen sie jetzt. Ich finde Westerwelle zum kot*en, aber hier hatte er mit seiner Zurückhaltung nicht ganz falsch gelegen.
UND die AMI´s, die reiben sich die Hände, von wegen die Nato kriegt nix geregelt.
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20.04.2011 17:02 Uhr von ElChefo
 
+1 | -4
 
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...wenn man genau hinsieht, war es die arabische Liga, die es Ghaddafi zeigen wollte. Oder wer hat noch die Resolution gebastelt?
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20.04.2011 17:23 Uhr von Haper
 
+5 | -2
 
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Lasst die Rebellen verlieren denn: die bestehen aus gekauften Söldnern wie al-Kaida. Das amerika für Aufstände in Syrien Geld gezahlt hat, damit diese stattfinden wissen wir ja jetzt. Vielleicht war es in Lybien auch so. Gaddafi ist zwar ein Volldepp aber unter ihm geht es dem Volk insoweit gut dass das Volk umsonst Bildung oder Krankenversorgung usw.. bekommt. prokopfeinkommen von Lybiern 10.000$ Wo in afrika ist das noch der Fall ?
wenn Lybien erst einmal seines Öls vom westlichen Kreuz-Kriegern beraubt ist, wird es dem Volk nicht anders gehen als sonst in afrika dass der Fall ist.
Bin zwar nicht pro-gaddafi aber ich bin gegen einen Eingriff in Lybien.
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20.04.2011 18:27 Uhr von usambara
 
+1 | -3
 
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@Haper: hat Gaddafi in einer Rede nicht gedroht, Al Qaida ins Land zu holen falls die Nato angreift?
Bisher fehlen jedenfalls die üblichen Djihadisten-Rekrutierungs-Videos aus Libyen, die man sonst so aus dem Irak, Pakistan, Tschetschenien, Bosnien etc kennt.
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20.04.2011 18:29 Uhr von ElChefo
 
+1 | -6
 
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Jaja genau. Lasst sie verlieren.
...damit du dann im nächsten Atemzug den bösen Kreuzritterwesten dafür bekritteln kannst, das er den armen, freiheitsliebenden Libyern in ihrer dunkelsten Stunde nicht geholfen hat. Mhja.

"Das amerika für Aufstände in Syrien Geld gezahlt hat, damit diese stattfinden wissen wir ja jetzt."

Proof or didn´t happen.

"erst einmal seines Öls vom westlichen Kreuz-Kriegern beraubt ist"

Entscheide dich mal. Da die Kirche keine eigenen Raffinierien betreibt, die Amerikaner sich weitestgehend aus Libyen raushalten ... also... entweder Wirtschaftskrieg oder Kreuzzug. Alles kannste nicht haben. Und ausserdem,... wieso sollte die arabische Liga eine Resolution einbringen, die dem Westen (und nicht der arabischen Liga) hilft?
...nochmal bei "Kommentar abgeben" anfangen bitte.


@usambara
Tjoa, das hat er wohl... dummerweise zeigte sich AQ erst irritiert durch die Revolutionen in der Region... und die Anbiederung durch den kleinen Oberst haben sie auch nicht so ganz geschluckt. Nun ist AQ da, aber halt auf der für ihn falschen Seite. Wie dumm. Wenns nicht so stockernst wäre, würde sich direkt ein Tüpfelchen Schadenfreude bilden.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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20.04.2011 19:54 Uhr von usambara
 
+2 | -0
 
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@ElChefo: Da sind sie (GSPC) auch in Libyens Nachbarländern Algerien,Tschad, Niger, Mali und Mauretanien.
Aber ich bezweifle doch arg, das sie einen nennenswerten
Einfluss auf das Kriegsgeschehen/ Rebellenpolitik haben.
Vielmehr dürften sie gerade damit beschäftigt sein, Gaddafis Waffen(lager) zu plündern und diese über die diversen Grenzen zu schaffen.
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21.04.2011 00:00 Uhr von ElChefo
 
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usambara: Vorweg die Frage - bin in Nordafrika nicht so firm wie im Nahen/Fernen Osten... Mit GSPC meinst du die Splittergruppe von der GIA in Algerien?

Naja,... wie dem auch sei, die Verbindungen zu AlQuaida sind ja nun ein paar Tage alt. Da frage ich mich allerdings nach der Stromrichtung von Waffen (...und Ausbildung). Finanzen gehen ja weitestgehend über Ägypten, Iran, Jemen und Usbekistan. Der Zweig zur GIA dürfte dann wohl eher der Stärkung der Bewegung in Libyen dienen als zur Ausbeutung. Dieselbe Frage stellte (und stellt) sich ja in Ägypten, inwiefern Al-Quaida im islamischen Maghreb Einfluss nehmen will und die Revolutionsbewegung zur Festigung der eigenen Strukturen nutzen will.
Analog dazu scheint mir Al-Quaidas Einflussnahme auf die Stärkung des Omar-Khel-Stammes im Südwesten der Kunduz-Provinz in Afghanistan.
...mit Sicherheit wird man das Ergebnis erst am Endprodukt betrachten können.
Wenn man schaut, an welchen "Fronten" Al-Quaida momentan noch aktiv ist und woher dort die logistischen Linien gehen, bleiben arge Zweifel, ob eine pure Ausbeutung der libyschen Bewegung alles sein kann.
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21.04.2011 21:05 Uhr von Reape®
 
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kleine nachtlektüre: http://www.hintergrund.de/...
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30.04.2011 14:12 Uhr von shadow#
 
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Demokratie? Was ein solches Eingreifen bringt haben wir mittlerweile schon mehrmals gesehen:
Ein Zustand irgendwo zwischen Scharia und purer Anarchie, neue Machthaber die jahrelang damit beschäftigt sind möglichst viel Geld anzuhäufen und denen das Volk scheißgal ist und politisch komplett destabilisierte Regionen.


@Reape®
Noam Chomsky ist ein kluger Mann.

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