19.04.11 06:05 Uhr
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Antigravitation als Alternative zur Dunklen Energie

Seit Ende des 20. Jahrhunderts machen Astronomen wiederholt Beobachtungen, die deutlich für eine beschleunigte Ausdehnung des Universums sprechen. Als Ursache der Expansion dient im Standardmodell die Dunkle Energie, die demnach knapp drei Viertel der Energiedichte im Universum ausmachen soll.

Massimo Villata vom Observatory of Turin (Italien) verfolgt einen anderen Ansatz: Antigravitation. Er beschäftigte sich mit den Formeln zur allgemeinen Relativität und fand heraus, dass der Term für die Gravitationskraft unter gewissen Umständen negativ wird, was eine Abstoßung statt Anziehung zur Folge hätte.

Laut Villatas Theorie wirkt Gravitation bei Antiteilchen analog zu normalen Teilchen: Antiteilchen ziehen andere Antiteilchen an. Treffen Antiteilchen jedoch auf normale Teilchen, stoßen sie einander ab. Ein bestimmtes Verteilungsmuster von Materie und Antimaterie könnte die Expansion des Universums erklären.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Energie, Alternative, Astronomie, Physik, Gravitation, Dunkle Energie
Quelle: www.astropage.eu

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19.04.2011 06:05 Uhr von alphanova
 
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In der Quelle steht mehr über die "gewissen Umstände", von denen die Theorie abhängt.. die 900 Zeichen hier reichen nicht ganz aus, um das verständlich zu beschreiben. Die Theorie selbst ist recht interessant, stellt aber gewissermaßen nur ein Grundgerüst dar, das noch angepasst werden müsste.
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19.04.2011 07:07 Uhr von Spikeworld
 
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19.04.2011 07:28 Uhr von CurseD
 
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Schwer vorzustellen, aber da, wo das Universum nicht ist, ist nichts. ;)
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19.04.2011 07:31 Uhr von Sh@dowknight99
 
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@Alpha: "Antiteilchen ziehen andere Antiteilchen an. Treffen Antiteilchen jedoch auf normale Teilchen, stoßen sie einander ab"

Hmm und damit ist nicht die elektromagnetische Kraft gemeint, oder? Das würde man nämlich im ernsten Vermuten, wenn man an die Ladungen der Anti-/Protonen denkt.
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19.04.2011 07:44 Uhr von alphanova
 
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@Sh@dowknight99: nein, damit ist Anziehung auf Basis der Gravitation gemeint.

in Villatas Theorie funktioniert das mit der Gravitation so:

- normale Materie zieht normale Materie an
- Antimaterie zieht Antimaterie an
- Materie und Antimaterie stoßen sich gegenseitig ab

das ist natürlich nur eine rein rechnerische Theorie, die sich aus den zwei Vorbedingungen ergibt.

wenn dem so ist, bedeutet das nämlich auch, dass Materie und Antimaterie sich nur unter Krafteinwirkung von außen gegenseitig auslöschen (weil sie sich ja normalerweise abstoßen sollten). Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt, der einen Beleg für diese Theorie bringen kann: Man müsste gucken, wie Materie und Antimaterie sich zusammen verhalten, wenn sie keine Krafteinwirkung von außen erfahren.

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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19.04.2011 08:16 Uhr von Daaan
 
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wie ist das mit dem abstoßen? wenn das zeug in einem beschleuniger entsteht, und es mal mit magneten zur ruhe gebracht wurde, stößt sich das dann von allen seiten gleich stark ab und bleibt in der mitte hängen?`oder ist die in diesem fall antierdgravitation dann schuld das es das zeug an die decke drückt und dort zerstrahlt?
also eigentlich dürfte doch in einer massemässig materie antimaterie ausgeglichenen ruhenden umgebung gar nichts zerstrahlen weil sich alles wenn über haupt von einander wegdrückt?

eigentlich versteht man ja nicht wo die antimaterie geblieben ist oder? ist sie demnach vllt einfach in anderen teilen des universums? wo es dann antisterne und antigalaxien gibt? man sollte sich fragen wo die energie ausbrüche sind an den schnittstellen wo materie und antimaterie aufeinander treffen. aber vllt hat sich das mittlerweile schön getrennt? (teilweise geklaut aus anderem kommentar)

@alpha ist der artikel letztens auch auf physorg erschienen?
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19.04.2011 08:35 Uhr von Friedbrecher
 
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@Daaan: Ich sehe das Problem mit den erzeugten Antiteilchen darin, dass man nur sehr wenige herstellen kann und deren Schwerkraft im Vergleich zur elektromagnetischen Kraft, die für eine Falle notwendig ist, sehr gering und damit so gut wie nicht messbar ist.
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19.04.2011 08:59 Uhr von alphanova
 
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@Daaan @Friedbrecher: @Friedbrecher
stimmt, das würde die Beobachtung der "(Anti-)Gravitationseffekte" stark erschweren

@Dan
Ja gut möglich. Physorg veröffentlicht auch Originalartikel von Instituten, Universitäten usw, nur halt in der englischen Originalsprache.
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19.04.2011 09:12 Uhr von little_skunk
 
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@Friedbrecher: Das Probleme sehe ich überhaupt nicht. Wenn man im Vakuum eine Feder und einen Stein fallen lässt, fliegen sie mit der gleichen Beschleunigung und Geschwindigkeit auf die Erde zu. Schuld ist das Gravitationsfeld der Erde und das so gut wie nicht messbare Gravitationsfeld der Feder oder des Steins.
Gemäß Villatas Theorie wirkt das Gravitationsfeld der Erde auch auf Antimaterie. Diese wird aber von der Erde nicht angezogen sondern abgestoßen. Also sollte die Antimaterie gegen die Decke knallen und zerstrahlen.

Jetzt müssen die Forscher nur noch im Labor/Teilchenbeschleuniger Antimaterie erzeugen. Sollte es nicht möglich sein anhand der Flugbahn bereits Villatas Theorie zu bestätigen oder zu wiederlegen?
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19.04.2011 09:46 Uhr von K.T.M.
 
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"Villata löste dieses Paradoxon, indem er Antimaterie und Materie weit von einander entfernt platzierte, in den gigantischen leeren Räumen zwischen Galaxienhaufen."

Könnte die Antimaterie nicht selbst auch Galaxien bilden, sodass sich dann normale Galaxien und Antimaterie-Galaxien abstoßen? Da wäre ja Materie und Antimaterie auch weit genug entfernt um eine Annihilations-Reaktion zu vermeiden.
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19.04.2011 11:24 Uhr von selphiron
 
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hmm: mal ne andere Frage:Was würde passieren, wenn man schneller düst als das Universum expandiert und an die Grenze knallt?^^
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19.04.2011 11:26 Uhr von NGen
 
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@alphanova: "- Materie und Antimaterie stoßen sich gegenseitig ab"

sagt ja auch der artikel.
aber ich dachte bisher, dass sie sich gegenseitig binnen nanosekundenbruchteilen neutralisieren würden.
das würde auch ganz gut zu aussagen passen, nach denen es sehr schwer ist antimaterie über längere zeiträume stabil zu halten, weil sie sich sofort zusammen mit materieteilchen auslöschen.
zudem passt das auch ganz gut dazu, was wikipedia darüber zu berichten weiß:

"In der beobachtbaren Welt ist Antimaterie sehr kurzlebig, weil beim Aufeinandertreffen eines Teilchen-Antiteilchen-Paares sich beide gegenseitig unter Energiefreisetzung in einer sog. Annihilations-Reaktion vernichten."

wie bist du jetzt darauf gekommen, dass sie sich gegenseitig abstoßen?
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19.04.2011 11:41 Uhr von Shedao Shai
 
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@ngen: Das Problem ist, dass Teilchen und antiteilchen auch entgegengesetzt geladen sind und sich somit mittels elektromagnetischer kraft anziehen. Diese kraft ist zig mal stärker als eine mögliche antigravitation. Man bräuchte also Neutronen und antineutronen. deren abstoßungskraft wäre aber praktisch unmessbar...
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19.04.2011 11:51 Uhr von alphanova
 
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@NGen: ich bin nicht darauf gekommen, dass sie sich gegenseitig abstoßen.
ich hab nur die Theorie Villatas erläutert, laut der sich Materie und Antimaterie abstoßen müssten (sofern die zwei erforderlichen Prämissen wahr sein sollten).

Dass die gegenseitige Auslöschung im großen Maßstab nicht passiert, erklärt Villata mit der Verteilung von Materie und Antimaterie im Universum.
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19.04.2011 12:30 Uhr von K.T.M.
 
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@selphiron: "mal ne andere Frage:Was würde passieren, wenn man schneller düst als das Universum expandiert und an die Grenze knallt?^^"

Da das Universum laut gängiger Theorie unbegrenzt (aber nicht unendlich groß) ist, würdest du irgendwann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Stell dir vor das Universum ist die Oberfläche eines Luftballons. Der Luftballon wird ständig aufgeblasen, damit expandiert er. Egal wie schnell du dich auf der Oberfläche bewegst du stößt nie auf eine Grenze. Statt eines Luftballons kannst du auch die Oberfläche eines x-beliebigen Körpers nehmen, der sich ausdehnt.
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19.04.2011 14:34 Uhr von Leeson
 
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Hmm: Das mit der Expansion ist mir immer noch ein Rätsel.
Ich hatte zwar schon einige Fachbüche gelesen, wo unter anderem dieses Thema angesprochen wurde,
aber ganz logisch klingt das für mich nicht.

Ich fasse zusammen:
- nähere Objekte sind leicht rotverschoben
- weiter entfernte Obj. verschieben sich immer weiter ins rot
Daraus zieht man den Schluß, dass das Univ. beschleunigt expandiert!?
Warum?
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19.04.2011 15:34 Uhr von NGen
 
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19.04.2011 11:51 Uhr von alphanova: "Theorie Villatas erläutert, laut der sich Materie und Antimaterie abstoßen müssten (sofern die zwei erforderlichen Prämissen wahr sein sollten)"

in durchgeführten experimenten stoßen sie sich aber nicht ab, sondern löschen sich aus. ich weiß nicht, ob sich dadurch vielleicht eine aussage bezüglich villatas prämissen tätigen lässt.

"Dass die gegenseitige Auslöschung im großen Maßstab nicht passiert, erklärt Villata mit der Verteilung von Materie und Antimaterie im Universum."

das ist zufällig auch derselbe grund, weshalb das universum nicht aus einem einzigen großen schwarzen loch besteht. weil die materie weiträumig genug verteilt ist, um nicht alles ins sich kollabieren zu lassen. es ist doch klar, dass es unter diesen umständen genau so wenig zu einer riesigen auslöschung kommen _kann_


edit: eben noch den beitrag von shedao shai entdeckt

das wäre eine schlüssige erklärung. ich habe hier auch gar nicht bewusst gravitationskraft und elektromagnetische kraft getrennt, als ich versucht hab, mir das mit den teilchen vorzustellen. ergibt aber sinn ;)

[ nachträglich editiert von NGen ]
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19.04.2011 16:55 Uhr von Il_Ducatista
 
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mensch alpha: tu nicht so geheimnisvoll und rechne vor wie das geht ?!
Bei sowas werden ja die wildesten SF Stories wahr da ist ja Mr Spock ein Anfänger
was für Energien braucht man dann um Elektron und Psoitron zur Kollsion und zur Straglungsbagabe zu bringen.

[ nachträglich editiert von Il_Ducatista ]
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19.04.2011 19:11 Uhr von cyrus2k1
 
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@Spikeworld: Das kann, denke ich nur Gott dir erklären. Frag ihn mal, wenn du da oben ankommst.
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19.04.2011 22:10 Uhr von Bastelpeter
 
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Antigravitationskraft? glaube ich eher nicht Die Gravitationskraft F ist das Produkt aus der Gravitationskonstante G, der Masse 1, der Masse 2 und dem Reziprok des Quadratwertes des Massenabstandes, kurz: F=G x m1 x m2 / r^2. Damit F negativ wuerde, muesste einer dieser Faktoren negativ werden, was hier sinnvollerweise nur eine Masse sein koennte. Nun ist es aber so, dass antiteilchen wie Positronen dieselbe Masse wie Elektronen mit lediglich einer umgekehrten elektrischen Ladung haben, genauso ist es mit Antiprotonen, Neutronen sind eh nicht betroffen, da neutral. Auch mal angenommen, diese Teile waeren weit genug entfernt voneinander, um sich nicht gegenseitig in Energie zu verwandeln, was dann eigentlich das Aequivalent zur Masse waere, so bleibt es in diesem geschlossenen System doch immer dieselbe Masse. Da gibt es keine negative Masse, die dann eine Antigravitation zur Folge haette. Aber gibt es ja in der Tat Umstaende, die Massen nun nicht negativ, aber moeglicherweise imaginaer werden lassen (Modell) Bei einem solchen Konstrukt waere dann moeglicherweise der imaginaere Anteil der beiden Massen auf der Z- Achse entgegengesetzt. Ich glaube, ich traeume schon langsam, dann wuerden Zeitspruenge moeglich, was ja eigentich nicht sein kann und darf...oder doch? Ich trinke nicht und nehme auch nix, ehrlich!

[ nachträglich editiert von Bastelpeter ]
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21.04.2011 21:17 Uhr von Il_Ducatista
 
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Bedeutung? Gehen wir in ganz grossen kosmischen Massstab dh die Sonnen einer Galaxie werden zu Teilchen mit bestimmten inneren Energien. Also gibt es in bestimmten Bereichen des 4 dimensionalen einen erhöhten Druck und innerhalb von Bereichen innerhalb dieses erhöhten Drucks spürt man die Antigravitation nicht ?! Innerhalb der Art wird der Begriff Druck auch hergenommen.
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21.04.2011 21:30 Uhr von Il_Ducatista
 
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Frage: ich möchte richtig verstehen wie der Begriff der Ladung in die fundamentalen Ideen zur allgemeinen Relativität hineinkommt.
Einstein war doch gerade vor der Entwicklung von QED und ähnlichem?!

gerne auch Quellenangaben?!
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21.04.2011 21:37 Uhr von Il_Ducatista
 
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at ktm: das Bild mit dem Luftballon ist klar. Frage ist was ist innerhalb dieses Ballons und was ist einen Meter weg von diesem Ballon? Randall Sundrum etc könnten helfen

[ nachträglich editiert von Il_Ducatista ]
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11.05.2011 12:19 Uhr von the_dark_shadow
 
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Grundlegende Antworten: auf grundlegende Fragen:

F: Wohinein expandiert das Universum?
A: in sein Gegenteil! nimm also einfach vom Universum das "UN" weg und schon hast das Iversum!
oder um es einfach zu erklären : Stelle Dich einfach genau auf den Nordpol und gehe von dort aus 100 Meter nach Norden!

F: Was würde passieren, wenn man schneller düst als das Universum expandiert und an die Grenze knallt?
A: Bei dem Zusammprall mit dem Rand des Universums entsteht der dritte Zustand des Seins. Nach Materie und Antimaterie entsteht dannn die Unsinn-Materie, diese kann sich mit über-hyper-super-mehrals-wahnsinns- Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und ist demnach schon da, bevor sie entsteht!
Darum sind wir auch überall von ihr umgeben!

F: was war vor dem Urknall?
A natürlich der URBLITZ! Der Blitz kommt nämlich immer vor dem Knall. Im Gegensatz zur Erbse, die kommt nach dem Knall, denn es heisst ja Knallerbse und nicht erbseKnall!

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