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Jürgen Trittin äußert sich zur Kanzlerfrage der Grünen und zum Atomausstieg

In einem Interview mit der "Zeit" hat sich der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen zu aktuellen Umfragewerten seiner Partei und der Debatte über den Atomausstieg geäußert.

So stelle sich die Frage nach einem Kanzlerkandidaten erst, wenn dies auch noch zur Bundestagswahl 2013 aktuell und realistisch sei. Damit wolle man eine derartige Bloßstellung, wie sie die FDP in der Vergangenheit mit ihrem angepeilten und verpassten Ziel von 18 Prozent erfahren hat, vermeiden.

Über die Frage zu den Kosten eines etwaigen Atomausstiegs sagte Trittin, dass die Kosten für Rohöl auch zukünftig steigen werden und ein Umstieg auf erneuerbare Energien daher schnellstmöglich vollzogen werden muss. Je länger dies hinausgezögert wird, desto teurer wird die Energiewende werden.


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WebReporter: phelan_toao
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Die Grünen, Atomausstieg, Bündnis, Jürgen Trittin
Quelle: www.zeit.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2011 19:03 Uhr von Katzee
 
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Natürlich hat er: recht damit, dass wir über kurz oder lang vom Atomstrom weg müssen. Das Sicherheitsrisiko aber auch die "Abfallbeseitigung" sind Themen, die sowohl von der Politik als auch von der Energiewirtschaft gerne unter den Tisch geschaufelt werden. Doch damit werden diese Probleme nicht gelöst.

Andererseits ist Strom aus erneuerbaren Energien auch nicht speicherbar. Wenn Sonne und Wind ausfallen - woher sollen die Kompensationen kommen? Gas und Öl werden durch Spekulanten und gierige Mineralölkonzerne auch weiterhin massiv in die Höhe getrieben. Da hat Herr Trittin auch recht - doch gibt es noch keine Möglichkeit, die Ausfallzeiten der erneuerbaren bisherigen Energien anders als mit Atomkraft- (soll weg), Kohlekraft- (Kohle soll weg), Gas- oder Ölkraftwerke aufgefangen werden.

Es wäre mal ganz nett, wenn die Grünen Tacheles redeten, wie die zukünftige Stromversorgung denn nun praktisch gewährleistet werden soll - und nicht nur Propaganda von sich gäben.
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17.04.2011 22:14 Uhr von phelan_toao
 
+2 | -3
 
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Also es geht ja gerade NICHT darum, dass man ein Erdbeben der Stärke 10, fallende Flugzeuge, oder 20 Meter hohe Wellen benötigt um einen Störfall zu verursachen.

Als zu Beginn des Moratoriums Isar I abgeschaltet wurde, da gab es bspw. auch einen Störfall, weil das Kühlwasser zu schnell abgeflossen ist. Ist das nicht Paradox?

Und in Schweden ist es doch vor einigen Jahren auch fast zu einer Katastrophe wegen eines Stromausfalls gekommen. Nur knapp konnte der GAU verhindert werden.

Genau das ist eben der springende Punkt - es muss lediglich die Stromversorgung unterbochen sein, damit eine Katastrophe geschieht. Und das kann jederzeit passieren.

Die Atomenergie hat große Dienste für Deutschland und die deutsche Wirtschaft geleistet - aber nun sind wir endlich in der Lage auch auf andere Energien zu setzen und es der Welt vorzumachen! Wir können vor Amerikanern, Japanern usw den Schritt in eine Energierevolution wagen. Andere Nationen würden abhängig sein von der deutschen Forschung und das würde uns einen großen Technologievorsprung für die Zukunft bringen.

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