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Erste optische Aufnahme des engen Dreifachsternsystems GW Orionis

Einem Forschungsteam vom Harvard Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) ist es gelungen, die erste optische Aufnahme des Dreifachsternsystems GW Orionis zu machen. Das ist insofern etwas Besonderes, weil die größte Entfernung zwischen den einzelnen Sternen lediglich acht Astronomische Einheiten beträgt.

Die Beobachtungen wurden mit dem Infrared Optical Telescope Array (IOTA) in Arizona durchgeführt, bevor es den Betrieb einstellen musste. Das Mehrfachsternsystem besteht aus zwei Sternen von 3,6 und 3,1 Sonnenmassen, die sich gegenseitig im Abstand von etwa 1,35 Astronomischen Einheiten umkreisen.

Die beiden Sterne werden von einem dritten Stern umkreist, der mit acht Astronomischen Einheiten etwas weiter entfernt ist. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Studien neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen der Sterne im Bezug auf die ablaufenden Akkretionsprozesse, dem Ansammeln von Materie.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Aufnahme, Astronomie, Weltall, Sternsystem
Quelle: www.astropage.eu

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.04.2011 15:15 Uhr von alphanova
 
+8 | -0
 
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Mehrfachsysteme kennt man aus diversen Scifi-Büchern und Filmen, zb "Pitch Black". In der Realität sind sie keineswegs weniger faszinierend, weil sie den Astronomen Einblicke in die gegenseitigen Interaktionen gewähren, die bei einzelnen Sternen so nicht vorkommen. Interessant ist dabei vor allem die Akkretion von Materie und wie die Sterne sie beeinflussen.
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16.04.2011 15:46 Uhr von Velgor
 
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"bevor es den Betrieb einstellen musste.": "bevor es den Betrieb einstellen musste." war der jetzt einfach außer Sichtweite der Sterne oder ist die Inbetriebnahme nun dauerhaft?

[ nachträglich editiert von Velgor ]
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16.04.2011 16:09 Uhr von alphanova
 
+1 | -0
 
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@Velgor: Das Array wurde schon vor ein paar Jahren stillgelegt, hat aber bis dahin sehr viele umfassende Beobachtungen durchgeführt.. Eine davon, nämlich die des Mehrfachsternsystems, wurde erst jetzt vom CfA veröffentlicht. Zukünftig wird man auf leistungsfähigere Instrumente zurückgreifen können.

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